Varenzin
Wirkstoff
ATC-Code
Tierarten
Katze.
Diagnosen
Zur Behandlung der nicht-regenerativen Anämie im Zusammenhang mit chronischer Nierenerkrankung (CKD) bei Katzen durch Erhöhung des Hämatokrits (HCT)/gepackten Zellvolumens (PCV).
Wartezeit
Nicht zutreffend.
Dosierung und Art der Anwendung
Zum Eingeben.
Um eine korrekte Dosierung zu gewährleisten, sollte vor Beginn der Behandlung das Körpergewicht so genau wie möglich ermittelt werden.
Das Tierarzneimittel sollte gemäß der folgenden Tabelle verabreicht werden, um eine Dosis von 5 mg Molidustat-Natrium/kg, entsprechend 4,66 mg Molidustat/kg und 0,2 ml Suspension/kg einmal täglich für bis zu 28 aufeinanderfolgende Tage zu gewährleisten:
Gewichtsbereich in Kilogramm (kg) | Volumen (ml) |
2 | 0,4 |
2,1 bis 2,5 | 0,5 |
2,6 bis 3,0 | 0,6 |
3,1 bis 3,5 | 0,7 |
3,6 bis 4,0 | 0,8 |
4,1 bis 4,5 | 0,9 |
4,6 bis 5,0 | 1,0 |
5,1 bis 5,5 | 1,1 |
5,6 bis 6,0 | 1,2 |
Für die Behandlung von Katzen mit einem Körpergewicht von mehr als 6,0 kg ist die Dosis mit 0,2 ml/kg Körpergewicht zu berechnen und auf die nächsten 0,1 ml aufzurunden.
Vor Gebrauch die Flasche gut schütteln und den Schraubverschluss entfernen. Die Spritzendüse fest in die Flaschenöffnung einsetzen. Die Flasche auf den Kopf stellen und das erforderliche Volumen des Tierarzneimittels in die Spritze aufziehen. Die Flasche wieder in eine aufrechte Position bringen, bevor die Spritze aus der Flasche entfernt wird. Den Inhalt der Spritze in das Maul der Katze verabreichen.
Die einzelnen Schritte der Verabreichung sind in den Abbildungen 1 bis 4 unten dargestellt:
Schritt 1: Schritt 2:


Schritt 3: Schritt 4:

Nach der Anwendung die Flasche fest mit dem Verschlussdeckel verschließen und die Spritze zusammen mit dem Tierarzneimittel im Umkarton aufbewahren. Die Spritze darf nicht auseinandergenommen oder ausgespült werden.
Wenn die Katze nach der Aufnahme einen Teil der Dosis erbricht, sollte ihr keine weitere Dosis verabreicht werden. Die Katze gilt dann als für den Tag behandelt.
Überwachung und wiederholte Behandlung:
Bei behandelten Katzen sollten anfangs die Werte für Hämatokrit (HCT) oder gepacktes Zellvolumen
(PCV) wöchentlich überwacht werden, beginnend ab etwa dem 14. Tag des 28-tägigen
Behandlungszyklus, um sicherzustellen, dass der HCT oder PCV die Obergrenze des Referenzbereichs nicht überschreiten.
Die Behandlung ist abzubrechen, wenn der HCT oder PCV die Obergrenze des Referenzbereichs überschreiten.
Nach Beendigung der Behandlung sollte der Hämatokritwert regelmäßig überprüft werden. Vor
Beginn eines neuen Behandlungszyklus ist sicherzustellen, dass bei der Katze eine Anämie (HCT/PCV <28%) vorliegt. Wenn die Katze am Ende des aktuellen Behandlungszyklus weiterhin anämisch ist, kann ein neuer Behandlungszyklus ohne Unterbrechung begonnen werden.
Wenn eine Katze nach 3 Wochen nicht auf die Behandlung anspricht, wird empfohlen, das Tier erneut auf andere zugrunde liegende Erkrankungen zu untersuchen, die zu einer Anämie beitragen könnten, wie z. B. Eisenmangel, entzündliche Erkrankungen oder Blutverlust. Es wird empfohlen, die zugrunde liegende Erkrankung zu behandeln, bevor die Behandlung wieder aufgenommen wird.
Nebenwirkungen
Katze:
Häufig (1 bis 10 Tiere / 100 behandelte Tiere): | Erbrechen |
Sehr selten (< 1 Tier/10 000 behandelte Tiere, einschließlich Einzelfallberichte): | Thrombose1 |
1Thrombose könnte mit einem Klasseneffekt der HIF-PH Inhibitoren assoziiert sein.
Die Meldung von Nebenwirkungen ist wichtig. Sie ermöglicht die kontinuierliche Überwachung der Verträglichkeit eines Tierarzneimittels. Die Meldungen sind vorzugsweise durch einen Tierarzt über das nationale Meldesystem entweder an den Zulassungsinhaber oder die zuständige nationale Behörde zu senden. Die entsprechenden Kontaktdaten finden Sie in der Packungsbeilage.
Literaturhinweis
| STATUS | Im Handel verfügbar |
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