Advantix (10 - 25 kg)
ATC-Code
Tierarten
Hund.
Diagnosen
Bei Vorliegen oder dem bestehenden Risiko einer Mischinfestation mit Flöhen, Haarlingen, Zecken, Sandmücken, Stechmücken und Stechfliegen, Das Tierarzneimittel ist nur anzuwenden, wenn gleichzeitig die Behandlung gegen alle folgenden Parasitenarten erforderlich ist.
Zur Behandlung und Vorbeugung von Flohbefall (Ctenocephalides canis, Ctenocephalides felis).
Auf dem Hund befindliche Flöhe werden innerhalb eines Tages nach Anwendung abgetötet. Eine einmalige Behandlung verhindert erneuten Flohbefall für vier Wochen. Das Tierarzneimittel kann als Teil einer Behandlungsstrategie zur Kontrolle der Flohallergiedermatitis (FAD) eingesetzt werden.
Zur Behandlung von Haarlingsbefall (Trichodectes canis).
Das Tierarzneimittel hat eine anhaltend abtötende und repellierende Wirkung gegen Zecken (Rhipicephalus sanguineus und Ixodes ricinus über vier Wochen und Dermacentor recticulatus für drei Wochen).
Durch die repellierende Wirkung und abtötende Wirkung der Vektorzecke Rhipicephalus sanguineus reduziert das Tierarzneimittel die Wahrscheinlichkeit der Übertragung des Krankheitserregers Ehrlichia canis und vermindert auf diese Weise das Risiko für eine monozytäre Ehrlichiose beim Hund. Das verminderte Risiko wurde durch Untersuchungen beginnend vom dritten Tag nach der Anwendung des Tierarzneimittels über einen Zeitraum von vier Wochen nachgewiesen.
Es ist möglich, dass Zecken, die zum Zeitpunkt der Behandlung bereits am Hund vorhanden sind, nicht innerhalb von 2 Tagen nach Behandlung getötet werden und angeheftet und sichtbar bleiben. Deshalb sollten die Zecken zum Behandlungszeitpunkt entfernt werden, um ein Anheften und Blutsaugen zu verhindern.
Eine einmalige Behandlung bietet eine repellierende (anti-feeding = die Blutmahlzeit verhindernde) Wirkung gegen Sandmücken (Phlebotomus papatasi für zwei Wochen und Phlebotomus perniciosus für drei Wochen), gegen Stechmücken (Aedes aegypti für zwei Wochen und Culex pipiens für vier Wochen) und gegen Stechfliegen (Stomoxys calcitrans für vier Wochen).
Zur Verringerung des Infektionsrisikos durch den von Sandmücken (Phlebotomus perniciosus) übertragenen Erreger Leishmania infantum über einen Zeitraum von bis zu 3 Wochen. Dieser Effekt beruht auf der indirekten Wirkung des Tierarzneimittels gegen den Vektor.
Wartezeit
Nicht zutreffend.
Dosierung und Art der Anwendung
Zum Auftropfen. Nur zur äußerlichen Anwendung. Nur auf unversehrte Haut aufbringen.
Als Mindestdosierung wird empfohlen:
10 mg/kg Körpergewicht (KGW) Imidacloprid und 50 mg/kg Körpergewicht (KGW) Permethrin.
Dosierungsschema:
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Hund (kg KGW) |
Tierarzneimittel |
Volumen (ml) |
Imidacloprid (mg/kg KGW) |
Permethrin (mg/kg KGW) |
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> 10 kg ≤ 25 kg |
Advantix 250 mg + 1 250 mg |
2,5 ml |
10 - 25 |
50 - –125 |
Unterdosierung kann zu einer unwirksamen Anwendung führen und kann die Resistenzentwicklung begünstigen.
Um eine korrekte Dosierung zu gewährleisten, sollte das Körpergewicht so genau wie möglich ermittelt werden.
Zecken, Flöhe:
Die Notwendigkeit und Häufigkeit von Wiederholungsbehandlungen sollten die lokale epidemiologische Situation und die Lebensweise des Tieres berücksichtigen.
Haarlinge:
Im Falle eines Befalls mit Haarlingen wird eine weitere tierärztliche Untersuchung 30 Tage nach der Behandlung empfohlen, da einige Tiere möglicherweise eine zweite Behandlung benötigen.
Sandmücken:
Um einen Hund während der gesamten Sandmückensaison zu schützen, sollte die Behandlung vorschriftsmäßig fortgesetzt werden.
Art der Anwendung
Eine Pipette aus der Packung entnehmen. Die Pipette senkrecht nach oben halten. Die
Verschlusskappe drehen und abziehen Drehen Sie die Kappe um und setzen Sie das andere Ende der Kappe wieder auf die Pipette. Drehen Sie die Kappe, um das Siegel zu brechen, und entfernen Sie dann die Kappe von der Pipette.

Der Hund sollte ruhig stehen. Der gesamte Inhalt einer Pipette sollte gleichmäßig auf vier Punkte über der Rückenlinie des Hundes, von der Schulter bis zum Schwanzansatz, verteilt werden. An jedem dieser Punkte das Fell so weit auseinander teilen, bis die Haut sichtbar wird. Die Spitze der Pipette auf die Haut setzen und leicht drücken, um einen Teil der Lösung direkt auf die Haut aufzutropfen. Um zu vermeiden, dass Lösung an der Seite des Tieres herunterläuft, sollte die verabreichte Lösungsmenge pro Auftragungsstelle nicht zu groß gewählt werden.

Nebenwirkungen
Hund:
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Gelegentlich (1 bis 10 Tiere / 1 000 behandelte Tiere): |
Fellveränderung an der Applikationsstelle (z. B. fettiges Fell), Juckreiz an der Applikationsstelle Erbrechen |
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Selten (1 bis 10 Tiere / 10.000 behandelte Tiere): |
Erythem an der Applikationsstelle, Alopezie an der Applikationsstelle, Entzündung der Applikationsstelle Diarrhoe |
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Sehr selten (< 1 Tier/10 000 behandelte Tiere, einschließlich Einzelfallberichte): |
Erregung1,2,4, Unruhe1,2,4, Wälzen1,2,4, Jaulen1,2,4 Vermehrter Speichelfluss1,2,4 Verminderter Appetit1,2,4, Lethargie1,3 Neurologische Symptome (abnorme Bewegungen und Zuckungen)1,2,4, Tremor3 Reiben1,4, Kratzen1,4 |
1 klingen im Allgemeinen von selbst ab.
2 bei Hunden, die auf Permethrin reagieren.
3 nach versehentlicher oraler Aufnahme beim Hund. Es ist kein spezifisches Antidot bekannt; eine symptomatische Behandlung empfohlen.
4 vorübergehend.
DE: Die Meldung von Nebenwirkungen ist wichtig. Sie ermöglicht die kontinuierliche Überwachung der Verträglichkeit eines Tierarzneimittels. Die Meldungen sind vorzugsweise durch einen Tierarzt über das nationale Meldesystem an das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) oder an den Zulassungsinhaber zu senden. Die entsprechenden Kontaktdaten finden Sie in der Packungsbeilage.
Meldebögen und Kontaktdaten des BVL sind auf der Internetseite https://www.vet-uaw.de/ zu finden oder können per E-Mail (uaw@bvl.bund.de) angefordert werden. Für Tierärzte besteht die Möglichkeit der elektronischen Meldung auf der oben genannten Internetseite.
AT: Die Meldung von Nebenwirkungen ist wichtig. Sie ermöglicht die kontinuierliche Überwachung der Verträglichkeit eines Tierarzneimittels. Die Meldungen sind vorzugsweise durch einen Tierarzt über das nationale Meldesystem entweder an den Zulassungsinhaber oder seinen örtlichen Vertreter oder die zuständige nationale Behörde zu senden. Die entsprechenden Kontaktdaten finden Sie in der Packungsbeilage.
Literaturhinweis
| STATUS | Im Handel verfügbar |
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