AviPro IBD Xtreme
ATC-Code
Tierarten
Hühner
Diagnosen
Zur aktiven Immunisierung von Hühnern mit maternalen Antikörpern (Durchbruchtiter 636) ab dem 7. Lebenstag. Der Impfstoff reduziert das Auftreten klinischer Symptome, Gewichtsverluste und schwerer Bursaschädigungen, die durch die Infektion mit hochvirulenten (vv)-IBD-Viren der Infektiösen Bursitis (IBD/Gumboro) hervorgerufen werden.
Beginn der Immunität: 2 Wochen
Dauer der Immunität: 12 Wochen nach Impfung, basierend auf serologischen Ergebnissen
Wartezeit
Null Tage.
Dosierung und Art der Anwendung
Pro Huhn ist nach Resuspension 1 Dosis über das Trinkwasser zu verabreichen.
Impfplan:
Die Bestimmung des Impfzeitpunktes hängt von zahlreichen Faktoren ab, wie dem Status maternaler Antikörper, der Nutzungsrichtung, dem Infektionsdruck, der Haltung und dem Management. Im Falle einer vv (hochvirulenten) IBDV-Feldinfektion ist das Feldvirus außerordentlich virulent und erfordert den Einsatz eines Impfstoffs, der in der Lage ist, relativ hohe Konzentrationen maternaler Antikörper (MDAs) zu durchbrechen. Dieser Impfstoff ist in der Lage, einen maternalen ELISAAntikörperspiegel von 636 zu durchbrechen.
Homogene MDA-Spiegel in einer Herde erleichtern die Bestimmung des Impfzeitpunktes und garantieren ein besseres Angehen der Impfung.
Zur Bestimmung des Alters, bei dem der maternale Antikörperspiegel so weit abgefallen ist, dass eine effektive Impfung gewährleistet werden kann, wird empfohlen, Seren von mindestens 20 Küken serologisch zu untersuchen und die „Deventer-Formel“ für intermediär plus-Impfstoffe anzuwenden.
Gemäß dieser Formel berechnet sich das optimale Impfalter wie folgt:
1. Festlegen des repräsentativen Anteils der untersuchten Herde und Löschen der höchsten auszuschließenden Titer (z.B. 75% der Herde ist repräsentativ, die höchsten 25% der Titer werden entfernt).
2. Ermitteln des mittleren maternalen ELISA-Antikörpertiters (mAk) am Tag der Blutprobenentnahme (d).
3. Impfalter = {(log2 Titer mAk % - log2 Durchbruchtiter) x t_} + Blutprobenentnahmetag + Korrektur 0-4
Titer mAk % = ELISA-Titer der Tiere, die den angenommenen Prozentsatz der Herde repräsentieren t_ = Halbwertzeit der (ELISA)-Antikörper der zu impfenden Hühner (je nach
Nutzungsrichtung)
Blutprobenentnahmetag = Alter der Tiere zum Zeitpunkt der Blutprobenentnahme
Korrektur 0-4 = Korrekturfaktor, wenn die Blutprobe im Alter von 0 bis 4 Tagen genommen wurde.
Am Tag der Impfung sollten die Tiere mindestens 7 Tage alt sein. Das optimale Impfalter kann mit Hilfe des maternalen Antikörperspiegels der Eintagskükens („Deventer-Formel“) berechnet werden und liegt normalerweise zwischen Tag 12 und 21. Zusätzliche Informationen zur Impfstoffanwendung und Kontrolle der Infektiösen Bursitis sind bei Elanco Animal Health erhältlich.
Stress vor, während und nach der Impfung vermeiden.
Den gesamten Inhalt geöffneter Behältnisse auf einmal verbrauchen.
Um den Infektionsdruck vor dem Einsetzen der Immunität zu reduzieren, sollte zwischen den Durchgängen in der Aufzucht die Einstreu entfernt und der Stall gereinigt werden.
Verabreichung im Trinkwasser:
Stellen Sie sicher, dass das Trinkwasser kalt, sauber, nicht chloriert und frei von Reinigungsmitteln, Desinfektionsmitteln und Metallionen ist.
• Entfernen Sie die Verschlusskappe und den Stopfen vom Impfstoffbehälter.
• Resuspendieren Sie den Impfstoff in der entsprechenden Menge Wasser und vermischen Sie alles sorgfältig.
• Bereiten Sie nur die Menge an Impfstoff vor, die innerhalb der nächsten 2 Stunden verbraucht werden kann.
• Die benötigte Anzahl der Impfstoffdosen und die Wassermenge sind zu bestimmen (siehe unten). Den gesamten Inhalt der Impfstoffflaschen jeweils nur für einen Stall bzw. ein Tränkesystem verwenden, das Aufteilen kann zu Dosierungsfehlern führen.
• Alle zur Impfung verwendeten Geräte (Leitungen, Schläuche, Tröge, Tränken etc.) sollten gründlich gesäubert und frei von Reinigungs- oder Desinfektionsmittelrückständen sein.
• Es darf nur kaltes und frisches Wasser verwendet werden, das frei von Chlor und Metallionen ist.
Das Hinzufügen von Magermilchpulver (d. h. < 1 % Fett) (2–4 g/l Wasser) oder Magermilch (20–40 ml/l Wasser) kann die Wasserqualität verbessern und die Stabilität des Virus positiv beeinflussen. Dies muss jedoch mindestens 10 Minuten vor der Rekonstitution des Impfstoffs erfolgen.
• Öffnen Sie die Impfstoffflasche unter Wasser und lösen Sie den Inhalt gründlich auf. Es muss darauf geachtet werden, die Ampulle und ihren Verschluss durch Ausspülen mit Wasser, vollständig zu entleeren.
• Lassen Sie die Tiere Wasser verbrauchen, damit der Wasserstand in den Tränken vor der Verabreichung des Impfstoffs minimal ist. Alle Schläuche sollten von Wasser befreit werden, damit die Tränken nur die Impfstoffsuspension enthalten. Leitungen, die immer noch mit Wasser gefüllt sind, müssen vor der Anwendung der Impfstoffsuspension geleert werden.
• Verabreichen Sie den Impfstoff über einen Zeitraum von (bis zu) 2 Stunden und stellen Sie sicher, dass alle Vögel während dieser Zeit trinken. Da das Trinkverhalten von Hühnern variiert, kann es an einigen Standorten erforderlich sein, das Trinkwasser vor der Impfung zurückzuhalten, um somit sicherzustellen, dass alle Vögel während der Impfphase trinken.
• Idealerweise sollte der Impfstoff in der Wassermenge verabreicht werden, die die Vögel innerhalb von 2 Stunden trinken. Der Impfstoffsuspension wird frisches kaltes Wasser hinzugefügt, so dass als Faustregel 1 000 Impfstoffdosen in einem Liter Wasser pro Lebenstag für 1 000 Vögel gelöst werden: d.h. für 1 000 Hühner im Alter von 10 Tagen sind 10 Liter Wasser erforderlich. In heißen Klimazonen oder bei schweren Rassen muss diese Menge möglicherweise auf maximal 40 Liter pro 1 000 Vögel erhöht werden. Im Zweifelsfall muss die Wasseraufnahme am Tag vor der Impfung ermittelt werden.
- Verabreichen Sie den Tieren unverzüglich den rekonstituierten Impfstoff.
- Stellen Sie sicher, dass die Vögel während der Impfung keinen Zugang zu unbehandeltem Wasser haben.
Nebenwirkungen
Hühner:
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Sehr häufig (> 1 Tier / 10 behandelte Tiere): |
Bursa Fabricii Lymphozytendepletion1 |
1Am 7. Tag nach Impfung wird in der Bursa eine hochgradige Lymphozytendepletion bei der
Mehrzahl der Hühner beobachtet. Eine Repopulation der Bursa Fabricii durch Lymphozyten beginnt 7 Tage nach Impfung, allerdings sind am 28. Tag nach Impfung noch sichtbare Läsionen in der Bursa Fabricii der Hühner erkennbar.
Die Meldung von Nebenwirkungen ist wichtig. Sie ermöglicht die kontinuierliche Überwachung der Verträglichkeit eines Tierarzneimittels. Die Meldungen sind vorzugsweise durch einen Tierarzt über das nationale Meldesystem entweder an den Zulassungsinhaber oder die zuständige nationale Behörde zu senden. Die entsprechenden Kontaktdaten finden Sie auch im Abschnitt „Kontaktdaten“ der Packungsbeilage.
Literaturhinweis
| STATUS | Im Handel verfügbar |
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