Baytril vet.

1 x 50 ml
Injektionslösung
IM
SC
B

Tierarten

Hund, Katze, Schwein (Ferkel), Kaninchen, Nager, Reptilien und Ziervogel.

Diagnosen

Hund

Behandlung von Infektionen des Verdauungs-, Respirations- und Urogenitaltrakts (einschließlich

Prostatitis, begleitende Antibiotikabehandlung bei Pyometra), Haut- und Wundinfektionen, Otitis (externa / media), die durch Stämme von Staphylococcus spp., Escherichia coli, Bordetella spp., Klebsiella spp., Pasteurella spp., Proteus spp. und Pseudomonas spp. verursacht werden.

Katze

Behandlung von Infektionen des Verdauungs-, Respirations- und Urogenitaltrakts (als begleitende

Antibiotikabehandlung bei Pyometra), Haut- und Wundinfektionen, die durch Stämme von

Staphylococcus spp., Escherichia coli, Bordetella spp., Klebsiella spp., Pasteurella spp., Proteus spp.

und Pseudomonas spp. verursacht werden.

Schwein (Ferkel)

Behandlung von Infektionen des Respirationstrakts, die durch Stämme von Actinobacillus pleuropneumoniae, Pasteurella multocida und Mycoplasma spp. verursacht werden.

Behandlung von Infektionen des Verdauungstrakts, die durch Stämme von Escherichia coli verursacht werden.

Behandlung von Septikämie, die durch Stämme von Escherichia coli verursacht wird.

Kaninchen

Behandlung von Infektionen des Verdauungs- und Respirationstrakts, die durch Stämme von Staphylococcus spp., Escherichia coli und Pasteurella multocida verursacht werden. Behandlung von Haut- und Wundinfektionen, die durch Stämme von Staphylococcus aureus verursacht werden.

Nager, Reptilien und Ziervogel

Behandlung von Infektionen des Verdauungs- und Respirationstrakts, bei denen die klinische Erfahrung, möglichst unterstützt durch eine Empfindlichkeitsprüfung des verursachenden Erregers, Enrofloxacin als Mittel der Wahl indiziert.

Wartezeit

Schweine:

Essbare Gewebe: 13 Tage.

Kaninchen:

Essbare Gewebe: 6 Tage.

Nicht bei Vögeln anwenden, die für den menschlichen Verzehr vorgesehen sind.

Dosierung und Art der Anwendung

Subkutane (s.c.) oder intramuskuläre (i.m.) Anwendung.

Bei Wiederholung der Injektion ist eine andere Injektionsstelle zu wählen.

Um eine korrekte Dosierung zu gewährleisten, sollte das Körpergewicht so genau wie möglich ermittelt werden.

Hund und Katze

5 mg Enrofloxacin/kg Körpergewicht, entsprechend 1 ml/5 kg Körpergewicht, täglich mittels subkutaner Injektion an bis zu 5 Tagen.

Zu Behandlungsbeginn kann die Injektionslösung verabreicht werden, wobei die Fortführung der Therapie mit Enrofloxacin Tabletten erfolgt. Die Behandlungsdauer entspricht der für die Tabletten zugelassenen Behandlungsdauer bei der jeweiligen Indikation.

Schwein (Ferkel)

2,5 mg Enrofloxacin/kg Körpergewicht, entsprechend 1 ml/10 kg Körpergewicht, 1 x täglich mittels intramuskulärer Injektion an 3 Tagen.

Infektion des Verdauungstrakts oder Septikämie verursacht durch Escherichia coli: 5 mg Enrofloxacin/kg Körpergewicht, entsprechend 2 ml/10 kg Körpergewicht, 1 x täglich mittels intramuskulärer Injektion an 3 Tagen.

Bei Schweinen erfolgt die Injektion im Nackenbereich am Ohransatz.

An einer Injektionsstelle sollen nicht mehr als 3 ml intramuskulär verabreicht werden.

Kaninchen

10 mg Enrofloxacin/kg Körpergewicht, entsprechend 2 ml/5 kg Körpergewicht, 1 x täglich mittels subkutaner Injektion an 5 bis 10 aufeinanderfolgenden Tagen.

Nager

10 mg Enrofloxacin/kg Körpergewicht, entsprechend 0,4 ml/kg Körpergewicht, 1 x täglich mittels subkutaner Injektion an 5 bis 10 aufeinanderfolgenden Tage. Falls erforderlich, kann die Dosis in Abhängigkeit der Schwere der Erkrankung verdoppelt werden.

Reptilien

Reptilien sind ektotherm, d. h. sie benötigen externe Wärmequellen, um die Körpertemperatur im optimalen Bereich zu halten, sodass die korrekte Funktion aller Körpersysteme gewährleistet ist. Metabolisierung von Wirkstoffen und die Aktivität des Immunsystems sind somit entscheidend von der Körpertemperatur abhängig. Der Tierarzt hat daher die Temperaturanforderungen der jeweiligen Reptilienart sowie den Hydratationsstatus des individuellen Tieres zu berücksichtigen. Außerdem ist zu bedenken, dass das pharmakokinetische Profil von Enrofloxacin bei verschiedenen Spezies sehr unterschiedlich ist, was die Festlegung der richtigen Dosierung des Tierarzneimittels zusätzlich beeinflusst. Die nachfolgenden Empfehlungen sind daher nur ein Anhaltspunkt für die individuelle Dosisfestlegung.

5-10 mg Enrofloxacin/kg Körpergewicht, entsprechend 0,2-0,4 ml/kg Körpergewicht, 1 x täglich mittels intramuskulärer Injektion an 5 aufeinanderfolgenden Tagen.

Die Verlängerung des Behandlungsintervalls auf 48 Stunden kann in Einzelfällen erforderlich sein.

Bei komplizierten Infektionen ist möglicherweise eine höhere Dosierung und eine längere

Behandlungsdauer notwendig. Aufgrund des Vorhandenseins des renalen Pfortadersystems bei Reptilien ist es ratsam, Substanzen, wo immer möglich, in der vorderen Körperhälfte zu verabreichen.

Ziervögel

20 mg Enrofloxacin/kg Körpergewicht, entsprechend 0,8 ml/kg Körpergewicht, 1 x täglich mittels intramuskulärer Injektion an 5 bis 10 aufeinanderfolgenden Tage. Bei komplizierten Infektionen können höhere Dosierungen erforderlich sein.

Nebenwirkungen

Gastrointestinale Störungen (z. B. Diarrhoe) können sehr selten auftreten. Im Allgemeinen sind diese Symptome leicht und vorübergehend.

Lokale Reaktionen an der Injektionsstelle

Bei Schweinen können nach intramuskulärer Anwendung des Tierarzneimittels Entzündungsreaktionen auftreten, die bis zu 28 Tage nach der Injektion anhalten können.

Bei Hunden kann eine mäßig ausgeprägte und vorübergehende lokale Reaktion (wie etwa Ödem) auftreten.

Bei Kaninchen können Reaktionen auftreten, die von einer Rötung bis zu ulzerativen Läsionen mit Gewebsnekrose reichen und bis mindestens 17 Tage nach der Injektion anhalten können.

Bei Reptilien und Vögeln kann sehr selten ein Bluterguß im Muskel auftreten.

Die Angaben zur Häufigkeit von Nebenwirkungen sind folgendermaßen definiert:

- Sehr häufig (mehr als 1 von 10 behandelten Tieren zeigen Nebenwirkungen während der Behandlung)

- Häufig (mehr als 1 aber weniger als 10 von 100 behandelten Tieren)

- Gelegentlich (mehr als 1 aber weniger als 10 von 1000 behandelten Tieren)

- Selten (mehr als 1 aber weniger als 10 von 10.000 behandelten Tieren)

- Sehr selten (weniger als 1 von 10.000 behandelten Tieren, einschließlich

Einzelfallberichte).

EMA Kategorisierung

B
Reptilien icon
Vögel icon
Nagetiere icon
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