Depo-Medrate ad us. vet.
ATC-Code
Tierarten
Hund, Katze.
Diagnosen
Das Tierarzneimittel wirkt palliativ (unterstützend) bei der Therapie folgender Erkrankungen:
- Nicht infektiöse entzündliche oder allergisch bedingte Erkrankungen der Haut
- Juckreiz bei nicht infektiösen Hauterkrankungen
- Nicht infektiöse entzündliche Erkrankungen des Bewegungsapparates: Arthritiden,
Osteoarthritis, Periostitis, Tendovaginitis, Bursitis
Wartezeit
Nicht zutreffend.
Dosierung und Art der Anwendung
Zur intramuskulären Anwendung.
Vor Gebrauch schütteln.
Hunde:
1 - 3 mg Methylprednisolonacetat/kg Körpergewicht intramuskulär, entsprechend
0,025 - 0,075 ml des Tierarzneimittels pro kg Körpergewicht
Katzen:
2 - 5 mg Methylprednisolonacetat/kg Körpergewicht intramuskulär, entsprechend
0,05 - 0,125 ml des Tierarzneimittels pro kg Körpergewicht
Je nach Schwere der Erkrankung ist eine Wiederholungsbehandlung nach frühestens 1 Woche möglich.
Nebenwirkungen
Hund, Katze:
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Sehr häufig (>1 Tier / 10 behandelte Tiere): |
Polyurie Polydipsie, Polyphagie |
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Sehr selten (<1 Tier / 10.000 behandelte Tiere, einschließlich Einzelberichte): |
Aggression1, Depression2, Euphorie Magen-Darm-Geschwür, Pankreatitis Katarakt, Glaukom Störung der Nebennierenfunktion3, Morbus Cushing, Diabetes mellitus4, Hepatopathie5 Sonstige Störung des Immunsystems6 Muskelschwund, Krampfanfälle7, Epilepsie8, Erregung Knochen- und Gelenkerkrankungen9, Osteoporose, Arthropathie, Hautatrophie Verzögerte Heilung10 Störung im Elektrolythaushalt (Natriumretention mit Ödembildung, Hypokaliämie, Hypokalzämie) |
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Unbestimmte Häufigkeit (kann auf Basis der verfügbaren Daten nicht geschätzt werden): |
Thromboseneigung Hypertonie |
1 bei Hunden.
2 vereinzelt bei Katzen
3 ACTH-Suppression, reversible Inaktivitätsatrophie der Nebennierenrinde.
4 steroidinduziert, diabetogene Wirkung mit verminderter Glukosetoleranz, Verschlechterung eines bestehenden Diabetes mellitus.
5 reversibel.
6 Immunsuppression mit erhöhtem Infektionsrisiko und negativen Auswirkungen auf den Verlauf von Infektionen.
7Erniedrigung der Krampfschwelle, 8 Manifestation einer latenten Epilepsie.
9 Wachstumsverzögerung mit Störung Knochenwachstums und Schädigung der Knochenmatrix bei Jungtieren.
10 Verzögerte Wund- und Knochenheilung
Die Meldung von Nebenwirkungen ist wichtig. Sie ermöglicht die kontinuierliche Überwachung der Verträglichkeit eines Tierarzneimittels. Die Meldungen sind vorzugsweise durch einen Tierarzt
über das nationale Meldesystem an das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) oder an den Zulassungsinhaber zu senden.
Die entsprechenden Kontaktdaten finden Sie in der Packungsbeilage. Meldebögen und
Kontaktdaten des BVL sind auf der Internetseite https://www.vet-uaw.de/ zu finden oder können per E-Mail (uaw@bvl.bund.de) angefordert werden. Für Tierärzte besteht die Möglichkeit der elektronischen Meldung auf der oben genannten Internetseite.
Literaturhinweis
| STATUS | Im Handel verfügbar |
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