Enzaprost T
ATC-Code
Tierarten
Rind: Kuh, Färse
Schwein: Sau, Jungsau
Diagnosen
Das Tierarzneimittel kann zur Induktion der Luteolyse bei Rindern und Schweinen eingesetzt werden.
Rinder
Die luteloytische Wirkung des Tierarzneimittels kann bei folgenden therapeutischen Anwendungen genutzt werden: 1. Brunstsynchronisation
2. Zur Behandlung von Suböstrus oder Stillbrünstigkeit bei Rindern mit funktionstüchtigem Corpus luteum ohne äußerlich erkennbare Brunstsymptome
3. Aborteinleitung bis Tag 120 der Trächtigkeit
4. Geburtseinleitung
5. Zur unterstützenden Behandlung einer chronischen Metritis oder Pyometra bei funktionstüchtigem oder persistierendem Corpus luteum.
Schweine
1. Geburtseinleitung ab Tag 111 der Trächtigkeit
2. Einsatz post partum: Verkürzung des Absetz-Rausche-Intervalls und des Absetz-KonzeptionsIntervalls von Sauen mit puerperalen Problemen wie zum Beispiel Metritis in Beständen mit Reproduktionsproblemen.
Wartezeit
Rinder:
Essbare Gewebe: 2 Tage
Milch: Null Stunden
Schweine:
Essbare Gewebe: 2 Tage
Dosierung und Art der Anwendung
Zur intramuskulären Anwendung.
Anwendung nur unter aseptischen Bedingungen. Sterile Spritzen und Kanülen benutzten. Injektion an einer sauberen Stelle durchführen. Nicht in nasse oder verschmutzte Hautbezirke injizieren.
Rinder
1. Brunstsynchronisation:
Einmalige Gabe von 25 mg Dinoprost (als Trometamol), entsprechend 5 ml des Tierarzneimittels je Tier, Wiederholung nach 11 (10 bis 12) Tagen, falls erforderlich.
Tiere, die während des Diöstrus behandelt werden, werden normalerweise innerhalb von 2 bis 4 Tagen nach der Behandlung brünstig und ovulieren.
Tiere, die mit diesem Tierarzneimittel behandelt wurden, können durch natürlichen Deckakt, künstliche Besamung bei festgestellter Brunst oder via Blindbesamung (empfohlen üblicherweise 72 und 96 Stunden nach der zweiten Injektion) belegt werden.
2. Die Behandlung von Suböstrus oder Stillbrünstigkeit bei Kühen mit funktionstüchtigem Corpus luteum ohne äußerlich erkennbare Brunstsymptome:
Einmalige Gabe von 25 mg Dinoprost (als Trometamol), entsprechend 5 ml des Tierarzneimittels je Tier, Wiederholung nach 11 (10 bis 12) Tagen, falls erforderlich.
3. Aborteinleitung bis Tag 120 der Trächtigkeit:
Einmalige Gabe von 25 mg Dinoprost (als Trometamol), entsprechend 5 ml des Tierarzneimittels je Tier.
Das Tierarzneimittel kann aufgrund seiner luteolytischen Wirkung zum Trächtigkeitsabbruch bis Tag 120 der Trächtigkeit beim Rind eingesetzt werden.
4. Geburtseinleitung:
Eine einmalige Gabe von 25 mg Dinoprost (als Trometamol), entsprechend 5 ml des Tierarzneimittels je Tier, am oder nach Tag 270 der Trächtigkeit. Der Zeitraum von der Verabreichung bis zur Geburt beträgt ein bis acht Tage (durchschnittlich drei Tage).
5. Zur unterstützenden Behandlung einer chronischen Metritis oder Pyometra bei funktionstüchtigem oder persistierendem Corpus luteum:
Einmalige Gabe von 25 mg Dinoprost (als Trometamol), entsprechend 5 ml des Tierarzneimittels je Tier, Wiederholung nach 11 (10 bis 12) Tagen, falls erforderlich.
Schweine:
Um ein zu häufiges Anstechen des Stopfens bei Gebrauch der 50 ml - Durchstechflasche zur Behandlung großer Herden zu vermeiden, wird empfohlen, eine Spritzpistole mit austauschbarer Kanüle zu verwenden.
1. Geburtseinleitung ab Tag 111 der Trächtigkeit:
Einmalige Gabe von 10 mg Dinoprost (als Trometamol), entsprechend 2 ml des Tierarzneimittels je Tier, innerhalb von 3 Tagen vor dem voraussichtlichen Abferkeltermin.
Die Geburt setzt bei den einzelnen Tieren zwischen 24 bis 36 Stunden nach der Anwendung ein. Dies kann zur Steuerung des Abferkeltermins von Sauen und Jungsauen zum Ende der Tragzeit genutzt werden. Eine Behandlung die früher als 3 Tage vor dem voraussichtlichen Abferkeltermin erfolgt, kann zur Geburt lebensschwacher Ferkel führen.
2. Einsatz post partum:
Einmalige Gabe von 10 mg Dinoprost (als Trometamol), entsprechend 2 ml des Tierarzneimittels je Tier 24 bis 36 Stunden nach dem Abferkeln.
Nebenwirkungen
Rind:
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Sehr selten (< 1 Tier/10 000 behandelte Tiere, einschließlich Einzelfallberichte): |
Hyperthermie1,2 Erhöhter Speichelfluss2 Nachgeburtsverhaltung3 Infektion der Injektionsstelle4 |
1Vorübergehend und nicht schädlich für das Tier
2Verschwindet innerhalb einer Stunde .
3 Bei Verwendung zur Einleitung der Geburt, abhängig vom Zeitpunkt der Anwendung des Tierarzneimittels
4Kann sich generalisieren und schwerwiegend sein. Bitte beachten Sie Abschnitt 3.5 (Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die sichere Anwendung bei der Zieltierart).
Schwein:
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Häufig (1 bis 10 Tiere / 100 behandelte Tiere): |
Nestbauverhalten1 |
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Sehr selten (< 1 Tier/10 000 behandelte Tiere, einschließlich Einzelfallberichte): |
Hyperthermie2 Schmerz an der Injektionsstelle2 Erhöhte Atemfrequenz2, Dyspnoe2 Erhöhter Speichelfluss2, Stimulation der Darmentleerung2, Bauchmuskelkrämpfe2, Erbrechen2 Häufiger Harndrang2 Rötung der Haut2 Ataxie2,3 Anaphylaktische Reaktion Hyperaktivität4 Juckreiz |
1 Das Nestbauverhalten ist 5 bis 10 Minuten nach der Verabreichung von Prostaglandin bei Sauen, die im Stall oder auf der Weide gehalten werden, ein normales Verhalten.
2 Vorübergehend: Diese Wirkungen treten normalerweise innerhalb von 10 Minuten nach der Injektion auf und verschwinden innerhalb von 3 Stunden. Sie verlaufen in der Regel parallel zu den Anzeichen, die Sauen vor dem normalen Abferkeln zeigen, nur scheinen sie zeitlich verkürzt zu sein.
3 Geringfügig
4 Wie Unruhe, Aufwölben des Rückens, Scharren, Reiben und Kauen an der Kiste.
DE: Die Meldung von Nebenwirkungen ist wichtig. Sie ermöglicht die kontinuierliche Überwachung der Verträglichkeit eines Tierarzneimittels. Die Meldungen sind vorzugsweise durch einen Tierarzt über das nationale Meldesystem an das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) oder an den Zulassungsinhaber oder seinen örtlichen Vertreter zu senden.
Die entsprechenden Kontaktdaten finden Sie in der Packungsbeilage. Meldebögen und Kontaktdaten des BVL sind auf der Internetseite https://www.vet-uaw.de / zu finden oder können per E-Mail (uaw@bvl.bund.de) angefordert werden. Für Tierärzte besteht die Möglichkeit der elektronischen Meldung auf der oben genannten Internetseite.
AT: Die Meldung von Nebenwirkungen ist wichtig. Sie ermöglicht die kontinuierliche Überwachung der Verträglichkeit eines Tierarzneimittels. Die Meldungen sind vorzugsweise durch einen Tierarzt über das nationale Meldesystem entweder an den Zulassungsinhaber oder seinen örtlichen Vertreter oder die zuständige nationale Behörde zu senden. Die entsprechenden Kontaktdaten finden Sie in der Packungsbeilage.
Literaturhinweis
| STATUS | Im Handel verfügbar |
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