Hippoparex
Wirkstoff
ATC-Code
Tierarten
Pferd
Indikationen
Zur Behandlung des Befalls mit darmständigen adulten Stadien von großen
Strongyliden (Strongylus vulgaris, Strongylus edentatus, Strongylus equinus), kleinen
Strongyliden (Triodontophorus spp., Cyathostomum spp., Cylicocyclus spp., Cylicostephanus spp.), Pfriemenschwänzen (Oxyuris equi), Spulwürmern (Parascaris equorum) und Bandwürmern (Anoplocephala perfoliata) bei Pferden.
Gegen Anoplocephala perfoliata ist Pyrantelembonat nur teilweise wirksam. Eine mögliche Pyrantel-Resistenz kleiner Strongyliden ist bekannt.
Wartezeit
Pferd: Essbare Gewebe: Null Tage
Nicht bei Stuten anwenden, deren Milch für den menschlichen Verzehr vorgesehen ist.
Dosierung und Art der Anwendung
Zum Eingeben.
Das Tierarzneimittel ist ausschließlich für Pferde zur einmaligen oralen Anwendung vorgesehen.
Um eine korrekte Dosierung zu gewährleisten, sollte das Körpergewicht so genau wie möglich ermittelt und die Genauigkeit der Dosiervorrichtung geprüft werden.
Soweit Tiere gemeinsam und nicht individuell behandelt werden, sollten sie entsprechend ihrem Körpergewicht in Gruppen eingeteilt und dosiert werden, um Unter- oder Überdosierung zu vermeiden.
Einmalig 19 mg Pyrantelembonat pro kg Körpergewicht, entsprechend
1 Injektor des Tierarzneimittels für ein Pferd mit 700 kg Körpergewicht.
Zur Behandlung des Bandwurmbefalls mit Anoplocephala perfoliata einmalig 38 mg Pyrantelembonat pro kg Körpergewicht, entsprechend 2 Injektoren für ein Pferd mit 700 kg Körpergewicht.
Die individuelle Dosis wird durch Einstellen der Menge an Paste an der Graduierung des Stößels gewährleistet. 2 Skalenteile entsprechen 0,950 g Pyrantelembonat, ausreichend für 50 kg KGW (bei einer Dosierung von 19 mg/kg KGW).
Die Paste ist den Tieren seitlich ins Maul auf den Zungengrund zu applizieren.
Es ist darauf zu achten, dass die vorgesehene Dosis jeweils restlos aufgenommen wird.
Nebenwirkungen
Pferd:
Unbestimmte Häufigkeit (kann auf Basis der vorhandenen Daten nicht geschätzt werden): | Muskeltremor1 |
Hypersalivation1 | |
Tachypnoe1 | |
Diarrhoe1 | |
erniedrigte Blut-Cholinesterase-Aktivität1 |
1 Bei stark geschwächten Tieren und insbesondere bei Tieren, die unter schwerem Befall mit Endoparasiten, begleitet von Läsionen der Darmwand, leiden, kann es zu einer erhöhten Resorption des Pyrantels kommen. Solch eine erhöhte Resorption kann zu den aufgeführten Nebenwirkungen führen.
Die Meldung von Nebenwirkungen ist wichtig. Sie ermöglicht die kontinuierliche Überwachung der Verträglichkeit eines Tierarzneimittels. Die Meldungen sind vorzugsweise durch einen Tierarzt über das nationale Meldesystem an das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) oder an den Zulassungsinhaber senden. Die entsprechenden Kontaktdaten finden Sie in der Packungsbeilage. Meldebögen und Kontaktdaten des BVL sind auf der Internetseite https://www.vet-uaw.de/ zu finden oder können per E-Mail (uaw@bvl.bund.de) angefordert werden. Für Tierärzte besteht die Möglichkeit der elektronischen Meldung auf der oben genannten Internetseite.