Milbemax vet. (1 - 5 kg)
ATC-Code
Tierarten
Hund (≥ 0,5 kg).
Indikationen
Zur Behandlung von Hunden, bei denen Mischinfektionen mit Cestoden, gastrointestinalen
Nematoden, Augenwurm, Lungenwürmern und/oder mit Herzwürmern vorliegen oder ein Risiko dafür
besteht. Die Anwendung des Tierarzneimittels ist nur dann angezeigt, wenn gleichzeitig eine Behandlung gegen Cestoden und Nematoden oder eine Vorbeugung der Herzwurmkrankheit/Angiostrongylose indiziert ist.
Cestoden
Behandlung von:
Bandwürmern: Dipylidium caninum, Taenia spp., Echinococcus spp., Mesocestoides spp.
Gastrointestinale Nematoden Behandlung von:
Hakenwurm: Ancylostoma caninum
Spulwürmern: Toxocara canis, Toxascaris leonina
Peitschenwurm: Trichuris vulpis
Augenwurm
Behandlung von Thelazia callipaeda (siehe spezifische Anleitung zur Behandlung unter Abschnitt 3.9 „Art der Anwendung und Dosierung“).
Lungenwürmer Behandlung von:
Angiostrongylus vasorum (Verminderung der Befallsintensität mit unreifen adulten Stadien (L5) sowie adulten Parasitenstadien; siehe spezifische Anleitung zur Behandlung und Prävention unter Abschnitt 3.9 „Art der Anwendung und Dosierung“).
Crenosoma vulpis (Reduktion des Infektionsgrades).
Herzwurm
Prävention der Herzwurmerkrankung (durch Dirofilaria immitis), wenn eine gleichzeitige Behandlung von Cestoden angezeigt ist.
Wartezeit
Nicht zutreffend.
Dosierung und Art der Anwendung
Zum Eingeben.
Eine Unterdosierung könnte zu einer unwirksamen Anwendung führen und eine Resistenzentwicklung begünstigen.
Um eine korrekte Dosierung zu gewährleisten, sollte das Körpergewicht so genau wie möglich ermittelt werden.
Minimale empfohlene Dosierung: 0,5 mg Milbemycinoxim und 5 mg Praziquantel pro kg Körpergewicht werden als Einzeldosis verabreicht.
Das Tierarzneimittel wird mit oder nach etwas Futter verabreicht.
Je nach Körpergewicht des Hundes ist folgende Dosierung anzuwenden:
Körpergewicht |
Anzahl der Tabletten |
0,5 – 1 kg |
½ Tablette |
> 1 – 5 kg |
1 Tablette |
> 5 – 10 kg |
2 Tabletten |
In Fällen, in denen ein Tierarzneimittel zur Herzwurmprophylaxe angewendet wird und gleichzeitig eine Behandlung gegen Bandwürmer erforderlich ist, kann dieses Tierarzneimittel das monovalente Tierarzneimittel für die Prophylaxe der Herzwurmkrankheit ersetzen.
Zur Behandlung einer Angiostrongylus vasorum–Infektion sollte Milbemycinoxim 4mal im Abstand von jeweils einer Woche verabreicht werden. Sofern die gleichzeitige Behandlung von Cestoden angezeigt ist, wird empfohlen, einmalig mit diesem Tierarzneimittel zu behandeln und die Therapie anschließend mit einem monovalenten Tierarzneimittel, das nur Milbemycinoxim als Wirkstoff enthält, für die weiteren drei, jeweils wöchentlichen Behandlungen fortzusetzen.
In endemischen Gebieten wird, sofern die gleichzeitige Behandlung von Cestoden angezeigt ist, durch die Anwendung dieses Tierarzneimittels alle 4 Wochen einer Angiostrongylose–Erkrankung vorgebeugt, indem die Wurmbürde mit unreifen adulten Stadien (L5) sowie adulten Parasitenstadien reduziert wird.
Zur Behandlung einer Thelazia callipaeda-Infektion sollte Milbemycinoxim in 2 Behandlungen im Abstand von 7 Tagen verabreicht werden. Sofern die gleichzeitige Behandlung von Cestoden erforderlich ist, kann dieses Tierarzneimittel ein monovalentes Tierarzneimittel, das nur Milbemycinoxim enthält, ersetzen.
Nebenwirkungen
Hund:
Sehr selten (< 1 Tier/10 000 behandelte Tiere, einschließlich Einzelfallberichte): |
Störungen des Verdauungstrakts (wie Durchfall, vermehrter Speichelfluss, Emesis) Überempfindlichkeitsreaktion Neurologische Störungen (wie Ataxie, Muskeltremor) Systemische Störungen (wie Anorexie, Lethargie) |
DE: Die Meldung von Nebenwirkungen ist wichtig. Sie ermöglicht die kontinuierliche Überwachung der Verträglichkeit eines Tierarzneimittels. Die Meldungen sind vorzugsweise durch einen Tierarzt über das nationale Meldesystem an das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) oder an den Zulassungsinhaber zu senden. Die entsprechenden Kontaktdaten finden Sie in der Packungsbeilage.
Meldebögen und Kontaktdaten des BVL sind auf der Internetseite https://www.vet-uaw.de/ zu finden
oder können per E-Mail (uaw@bvl.bund.de) angefordert werden. Für Tierärzte besteht die Möglichkeit der elektronischen Meldung auf der oben genannten Internetseite.
AT: Die Meldung von Nebenwirkungen ist wichtig. Sie ermöglicht die kontinuierliche Überwachung der Verträglichkeit eines Tierarzneimittels. Die Meldungen sind vorzugsweise durch einen Tierarzt über das nationale Meldesystem entweder an den Zulassungsinhaber oder seinen örtlichen Vertreter oder die zuständige nationale Behörde zu senden. Die entsprechenden Kontaktdaten finden Sie in der Packungsbeilage.
Literaturhinweis

STATUS | Im Handel verfügbar |
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