Narcofol
Wirkstoff
ATC-Code
Tierarten
Hund, Katze
Indikationen
Kurz wirksames, intravenös zu verabreichendes Narkotikum für Hunde und Katzen:
1. Zur Einleitung einer Narkose, die durch Inhalationsanästhetika aufrechterhalten wird.
2. Als einmalige Injektion für kleinere, wenig schmerzhafte Eingriffe von kurzer Dauer (bis zu 5 Minuten).
3. Zur Einleitung und Aufrechterhaltung einer Narkose für wenig schmerzhafte Eingriffe durch Verabreichung aufeinander folgender Injektionen, je nach Wirkung.
Das Tierarzneimittel ist besonders geeignet für Fälle, bei denen eine schnelle Erholungsphase gewünscht wird.
Wartezeit
Dosierung und Art der Anwendung
Zur intravenösen Anwendung.
Die Dosierung sollte individuell den Reaktionen des Patienten angepasst werden.
Bei sehr schmerzhaften Eingriffen ist in der Regel die zusätzliche Gabe von Schmerzmitteln oder eine zusätzliche Lokalanästhesie erforderlich.
1. NarkoseeinleitungDie Dosis ist abhängig vom Körpergewicht und sollte innerhalb von 10-40 Sekunden verabreicht werden.
Dosierungstabellen:
Folgende Dosierung für Hunde wird empfohlen:
Dosis [mg/kg KGW] | Volumen [ml/10 kg KGW] | |
Ohne Prämedikation mit Sedativa | 6,5 mg/kg KGW | 6,5 ml/10 kg KGW |
Mit Prämedikation mit Sedativa | 4,0 mg/kg KGW | 4,0 ml/10 kg KGW |
Ältere und kranke Tiere benötigen eine geringere Dosis.
Folgende Dosierung für Katzen wird empfohlen:
Dosis [mg/kg KGW] | Volumen [ml/10 kg KGW] | |
Ohne Prämedikation mit Sedativa | 5,0 – 8,0 mg/kg KGW | 5,0 - 8,0 ml/10 kg KGW |
Mit Prämedikation mit Sedativa | 2,0 – 6,0 mg/kg KGW | 2,0 - 6,0 ml/10 kg KGW |
Ältere und kranke Tiere benötigen eine geringere Dosis.
2. Narkoseaufrechterhaltung durch NarcofolWird die Anästhesie mittels aufeinander folgender Injektionen aufrechterhalten, sollten diese individuell nach Wirkung verabreicht werden.
Im Allgemeinen erhalten Dosen von 1 ml je 8 kg KGW bei Hunden die Anästhesie jeweils bis zu 5 Minuten aufrecht.
Die Erhaltungsdosis bei der Katze beträgt 0,1-0,2 ml/10 kg KGW/ Minute, mit Prämedikation 0,1 ml/10 kg KGW/ Minute.
3. Aufrechterhaltung durch InhalationNach Narkoseeinleitung mit dem Tierarzneimittel kann eine höhere Anfangskonzentration von Inhalationsanästhetika notwendig sein als nach Narkoseeinleitung mit Barbituraten.
Das Tierarzneimittel darf nur intravenös verabreicht werden.
Versehentliche paravenöse Verabreichung verursacht keine lokalen Gewebereaktionen.
Die Behältnisse sind vor Gebrauch gut zu schütteln.
Nebenwirkungen
Hund und Katze:
Gelegentlich (1 bis 10 Tiere / 1 000 behandelte Tiere): | Bradykardie |
Sehr selten (< 1 Tier/10 000 behandelte Tiere, einschließlich Einzelfallberichte): | Erbrechen1 Erregung1 |
Unbestimmte Häufigkeit (kann auf Basis der verfügbaren Daten nicht geschätzt werden) | Atemstillstand2 Blutdruckabfall2 |
1 während der Aufwachphase
2 Vorübergehend. Abhängig von Dosierung, Injektionsgeschwindigkeit bzw. bei Verabreichung anderer Mittel vor und während der Narkose.
Bei Hunden, die vor der Narkoseeinleitung hecheln, hält dieser Zustand während aller Phasen an.
Die Meldung von Nebenwirkungen ist wichtig. Sie ermöglicht die kontinuierliche Überwachung der Verträglichkeit eines Tierarzneimittels. Die Meldungen sind vorzugsweise durch einen Tierarzt über das nationale Meldesystem an das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) oder an den Zulassungsinhaber zu senden. Die entsprechenden Kontaktdaten finden Sie in der Packungsbeilage. Meldebögen und Kontaktdaten des BVL sind auf der Internetseite https://www.vetuaw.de/ zu finden oder können per E-Mail (uaw@bvl.bund.de) angefordert werden. Für Tierärzte besteht die Möglichkeit der elektronischen Meldung auf der oben genannten Internetseite.
Literaturhinweis

STATUS | Im Handel verfügbar |
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