Phenylbutazon

1 x 100 ml
Injektionslösung
IV

Tierarten

Pferd (nicht zur Lebensmittelproduktion), Hund

Diagnosen

Entzündliche Schwellungen und entzündlich-schmerzhafte Erkrankungen des Bewegungsapparates.

Wartezeit

Nicht zutreffend.

Dosierung und Art der Anwendung

Zur langsamen intravenösen Anwendung.

Pferd:

4,5 mg / kg KGW / Tag (entspr.: 11,25 ml des Tierarzneimittels bei 500 kg KGW).

Bei Überschreitung maximal 9 mg / kg KGW / Tag (entspr.: 22,5 ml des Tierarzneimittels bei 500 kg

KGW), für nicht länger als 3 Tage oder

2 x 4,5 mg / Kg KGW am 1. Tag als Initialdosis (entspr.: 2 x 11,25 ml des Tierarzneimittels bei 500 kg KGW) und 2 x 2,5 mg / kg KGW / Tag (entspr.: 2 x 6,25 ml des Tierarzneimittelsbei 500 kg KGW) an den nächsten zwei Tagen als Erhaltungsdosis.

Pony:

2 x 4,5 mg / kg KGW am 1. Tag (entspr.: 2 x 4,5 ml des Tierarzneimittels bei 200 kg KGW) und dann 3,5 mg / kg KGW / Tag (entspr.: 3,5 ml des Tierarzneimittels bei 200 kg KGW) bis zum 3. Tag.

Hund:

1. und 2. Tag:

20 - 60 mg Phenylbutazon / kg KGW / Tag (entspr. 0,1 – 0,3 des Tierarzneimittels/ kg KGW / Tag).

Ab dem 3. Tag:

Dosisreduktion entsprechend der klinischen Wirksamkeit:

2 - 18 mg/kg Phenylbutazon / kg KGW / Tag (entspr. 0,01 – 0,09 ml des Tierarzneimittels/ kg KGW / Tag).

Phenylbutazon sollte möglichst nur kurze Zeit angewendet werden. Bei einer Anwendungsdauer über einer Woche ist das Blutbild zu kontrollieren.

Nebenwirkungen

Pferd (nicht zur Lebensmittelproduktion), Hund:

Selten

(1 bis 10 Tiere / 10.000 behandelte Tiere):

Überempfindlichkeitsreaktion[1]

Unbestimmte Häufigkeit (kann auf Basis der verfügbaren Daten nicht geschätzt werden)

Inappetenz[2], Apathie2, Gewichtsverlust2, Ödem[3]

Kolik2, Diarrhoe2, Ulzeration2,[4],

Blutung im Verdauungstrakt2, Hypoproteinämie2,[5]

Nierenpapillennekrose

Thrombozytopenie[6], Leukopenie6, Anämie6

Blutungsneigung, verzögerte Blutgerinnung, Erhöhung der

Alanin-Aminotransferase, Erhöhung der AspartatAminotransferase, Bronchospasmus7,

Kreislaufschock, Kreislaufkollaps

Vergrößerung der Schilddrüse

Bei einigen Ponyrassen können toxische Erscheinungen schon bei therapeutischen Dosen auftreten.

Die Meldung von Nebenwirkungen ist wichtig. Sie ermöglicht die kontinuierliche Überwachung der Verträglichkeit eines Tierarzneimittels. Die Meldungen sind vorzugsweise durch einen Tierarzt über das nationale Meldesystem an das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) oder an den Zulassungsinhaber zu senden. Die entsprechenden Kontaktdaten finden Sie in der Packungsbeilage. Meldebögen und Kontaktdaten des BVL sind auf der Internetseite https://www.vetuaw.de/ zu finden oder können per E-Mail (uaw@bvl.bund.de) angefordert werden. Für Tierärzte besteht die Möglichkeit der elektronischen Meldung auf der oben genannten Internetseite.

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