Serumelektrolytlösung mit Glukose
Wirkstoff
ATC-Code
Tierarten
Pferd, Rind, Schwein, Schaf, Ziege, Hund, Katze, Heimtiere
Diagnosen
- Flüssigkeits- und Elektrolytersatz mit partieller Deckung des Kohlenhydratbedarfs bei ausgeglichenem Säure-Basen-Haushalt sowie bei leichter Alkalose
- isotone- und hypotone Dehydratation
- kurzfristiger intravasaler Volumenersatz
Wartezeit
Pferd, Rind, Schaf, Ziege: Essbare Gewebe: Null Tage.
Milch: Null Tage. Schwein: Essbare Gewebe: Null Tage.
Dosierung und Art der Anwendung
Zur intravenösen, subkutanen und intraperitonealen Anwendung.
Die Dosierungen richten sich nach dem Flüssigkeits- und Elektrolytbedarf des Tieres und sind dem Zustand entsprechend anzupassen.
Bei der Berechnung der zuzuführenden Menge Serumelektrolytlösung mit Glukose ist zu berücksichtigen:
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- der Erhaltungsbedarf: Jungtiere/Kleintiere |
60-70 ml/kg Körpergewicht/Tag |
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adulte Großtiere - das aktuelle Volumendefizit - fortlaufende Verluste (geschätzt) |
40-50 ml/kg Körpergewicht/Tag |
Das aktuelle Defizit errechnet sich nach der Formel:
Volumendefizit (l) = Dehydratationsgrad (%) x Körpergewicht (kg)
Der intravenösen Anwendung ist der Vorzug zu geben.
Eine maximale Infusionsgeschwindigkeit von 10 ml Serumelektrolytlösung mit Glukose pro kg Körpergewicht pro Stunde sollte aufgrund des Glukosegehaltes nicht überschritten werden.
Als allgemeine Regel für den Ausgleich des Defizits gilt:
50 % in den ersten 6 Stunden
75 % in 24 Stunden
100 % in 48 Stunden
Nebenwirkungen
Pferd, Rind, Schwein, Schaf, Ziege, Hund, Katze, Heimtiere:
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Unbestimmte Häufigkeit: (kann auf Basis der verfügbaren Daten nicht geschätzt werden): |
Reizung an der Injektionsstelle* |
* bei subkutaner Anwendung, besonders bei Katzen
Die Meldung von Nebenwirkungen ist wichtig. Sie ermöglicht die kontinuierliche Überwachung der Verträglichkeit eines Tierarzneimittels. Die Meldungen sind vorzugsweise durch einen Tierarzt über das nationale Meldesystem an das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) oder an den Zulassungsinhaber zu senden. Die entsprechenden Kontaktdaten finden Sie in der Packungsbeilage.
Meldebögen und Kontaktdaten des BVL sind auf der Internetseite https://www.vet-uaw.de/zu finden
oder können per E-Mail (uaw@bvl.bund.de) angefordert werden. Für Tierärzte besteht die Möglichkeit der elektronischen Meldung auf der oben genannten Internetseite.