Carofertin
Wirkstoff
ATC-Code
Tierarten
Rind, Schwein
Diagnosen
Rind:
Prophylaxe und unterstützende Therapie von Fruchtbarkeitsstörungen, Stabilisierung der Corpora lutea, Anhebung des Progesteronspiegels und damit Verbesserung der Nidation, Stabilisierung der Gravidität, Immunitätssteigerung der Neugeborenen sowie Verbesserung der Aufzucht. Unterstützung der Therapie und Prophylaxe von Endometritiden. Substitution der Betacaroten-Versorgung während der Mangelperiode von November bis März oder ganzjährig bei Heu oder Silagefütterung.
Schwein:
Prophylaxe und unterstützende Therapie von Fruchtbarkeitsstörungen, Stabilisierung der Wurfgröße und ganzjährige Substitution der Betacaroten-Versorgung.
Wartezeit
Rind:
Essbare Gewebe 0 Tage
Milch 0 Tage
Schwein:
Essbare Gewebe 0 Tage
Dosierung und Art der Anwendung
Zur intramuskulären oder subkutanen Injektion.
Kuh, Kalbin: 20-25 ml
Die Injektionsmenge soll nach Möglichkeit aufgeteilt werden. Maximales Volumen pro Injektionsstelle: 10 ml
1) Sterilitätstherapie:
1-3 Injektionen im Abstand von 2 Wochen je nach Bedarf.
2) Im Puerperium:
1. Injektion 1 - 2 Wochen p.p.
2. Injektion 6 - 8 Wochen p.p.
3) Immunitätssteigerung
der Neugeborenen: 1 Injektion 1-2 Wochen ante partum
Zuchtsau: 7 ml
1) Stabilisierung der Wurfgrösse:
- Altsauen: 1 Injektion am Tage des Absetzen der Ferkel
- Jungsauen: 1 Injektion 1-2 Wochen vor der Belegung
2) Prophylaxe und Therapie von Fruchtbarkeitsstörungen:
1-3 Injektionen im Abstand von 2 Wochen je nach Bedarf
3) Immunitätssteigerung der Neugeborenen:
1 Injektion 1-2 Wochen ante partum
Nebenwirkungen
Vereinzelt kann es zu Schwellungen an der Injektionsstelle kommen, die jedoch gewöhnlich ohne Behandlung wieder abklingen.
Aufgrund des Gehaltes an Macrogol-15-hydroxystearat kann es, insbesondere bei Tieren, die zuvor schon ein derartiges Präparat als Injektion oder Infusion erhalten haben, zu allergisch bedingten oder pseudo-allergischen Überempfindlichkeitsreaktionen kommen. Diese Reaktionen können zeitlich, wie auch im Ausmaß, sehr unterschiedlich verlaufen (z. B. gesteigerte Lokalreaktionen, schwere Allgemeinreaktionen) und zu lebensbedrohlichen Zuständen führen.
Schwerwiegende Reaktionen und Todesfälle wurden insbesondere bei Rindern beobachtet.
Bei Nebenwirkungen ist Carofertin abzusetzen, gegebenenfalls ist eine symptomatische Therapie einzuleiten.
Bei Anaphylaxie: Epinephrin (Adrenalin) und/oder Glukokortikoide i.v.
Bei allergischen Hautreaktionen: Glukokortikoide.
Bei Krämpfen: Barbiturate.
Das Auftreten von Nebenwirkungen nach Anwendung von Carofertin sollte dem Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit, Mauerstrasse 39-42, 10117 Berlin oder dem pharmazeutischen Unternehmer mitgeteilt werden. Meldebögen können kostenlos unter o.g. Adresse oder per E-Mail (uaw@bvl.bund.de) angefordert werden. Für Tierärzte besteht die Möglichkeit der elektronischen Meldung (Online-Formular auf der Internet-Seite http://vet-uaw.de).