Gletvax 6
Wirkstoff
ATC-Code
Tierarten
Schweine (trächtige Sauen).
Diagnosen
Aktive Immunisierung trächtiger Sauen und Jungsauen zur Erhöhung der Kolostrum-
Antikörperspiegel gegen E. coli-Fimbrienantigene F4ab, F4ac, F5 und F6 sowie gegen Cl. perfringens Typ B und Typ C-beta Toxin. Durch Aufnahme des Kolostrums und der Milch aktiv immunisierter Muttersauen können diese Antikörper bei neugeborenen Saugferkeln:
• die Mortalität und Inzidenz von Diarrhoe reduzieren, die durch E. coli-Stämme mit den pathogenetisch relevanten Fimbrienantigenen F4ab, F4ac, F5 und F6 verursacht werden und
• die Mortalität und klinischen Symptome der Nekrotisierenden Infektiösen Enteritis, verursacht durch Cl. perfringens Typ B und C, reduzieren.
Ferkel:
Beginn der Immunität: Passive Immunität beginnt mit dem Säugen der Ferkel und ist davon abhängig, dass die Ferkel innerhalb von 15 Stunden nach der Geburt ausreichende Mengen an Kolostrum aufnehmen.
Dauer der Immunität: ist nicht belegt
Wartezeit
Null Tage.
Dosierung und Art der Anwendung
Dosis:
Die Dosierung beträgt 5 ml je Sau, unabhängig von Gewicht und Alter.
Applikation:
Subkutane oder intramuskuläre Anwendung, vorzugsweise hinter dem Ohr. Die Flasche sollte vor Entnahme des Tierarzneimittels gut geschüttelt werden.
Grundimmunisierung:
Zur Grundimmunisierung sind zwei Impfungen der Sauen notwendig:
Die erste Dosis kann in jedem Trächtigkeitsstadium, aber spätestens sechs Wochen vor dem voraussichtlichen Abferkeltermin verabreicht werden. Die zweite Impfung erfolgt vier Wochen später, allerdings spätestens zwei Wochen vor dem voraussichtlichen Abferkeltermin.
Wiederholungsimpfung:
Bei nachfolgenden Trächtigkeiten so geimpfter Sauen ist dann nur eine Impfung spätestens zwei Wochen vor dem Abferkeltermin nötig.
Nebenwirkungen
Schweine:
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Sehr häufig (> 1 Tier / 10 behandelte Tiere): |
Schwellung an der Injektionsstelle1, erhöhte Körpertemperatur2 |
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Sehr selten (< 1 Tier/10 000 behandelte Tiere, einschließlich Einzelfallberichte): |
Überempfindlichkeitsreaktion3 |
1 Bis zu 6 cm, für bis zu 3 Wochen.
2 Bis zu 1,5°C.
3 Sofortige subkutane Verabreichung von Adrenalin (Epinephrin) kann die Symptome lindern.
Die Meldung von Nebenwirkungen ist wichtig. Sie ermöglicht die kontinuierliche Überwachung der Verträglichkeit eines Tierarzneimittels. Die Meldungen sind vorzugsweise durch einen Tierarzt über das nationale Meldesystem entweder an den Zulassungsinhaber oder die zuständige nationale Behörde zu senden. Die entsprechenden Kontaktdaten finden Sie in der Packungsbeilage.
Literaturhinweis
| STATUS | Im Handel verfügbar |
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