Levamisol

1 x 100 ml
Injektionslösung
IM
SC

Tierarten

Rind, Schwein und Schaf

Diagnosen

Befall mit Magen-Darm-Rundwürmern und Lungenwürmern bei Rindern, Schafen und Schweinen. Das Wirkungsspektrum umfasst folgende Wurmarten:

Rind:

Infektionen mit adulten Stadien von Dictyocaulus viviparus, Haemonchus placei, Ostertagia ostertagi, Trichostrongylus spp. (T. axei, T. colubriformis, T. vitrinus), Cooperia spp. (C. oncophora, C. punctata, C. pectinata), Nematodirus helvetianus, Bunostomum phlebotomum, Oesophagostomum radiatum, Chabertia ovina und Toxocara vitulorum sowie mit nicht inhibierten larvalen Stadien von Dictyocaulus, Haemonchus, Cooperia spp., Nematodirus, Bunostomum, Oesophagostomum und Chabertia.

Schaf:

Infektionen mit adulten Stadien von Dictyocaulus filaria, Haemonchus contortus, Ostertagia spp. (O.

circumcincta, O. trifurcata), Trichostrongylus spp. (T. axei, T. colubriformis, T. vitrinus), Strongyloides papillosus, Cooperia spp. (C. curticei, C. oncophora), Nematodirus spp. (N.

abnormalis, N. battus, N. fili-collis, N. helvetianus, N. spathiger), Bunostomum trigonocephalum, Oesophagostomum spp. (O. venulosum, O. columbianum) und Chabertia ovina sowie mit larvalen Stadien (einschließlich der inhibierten Formen) von Haemonchus, Ostertagia spp., Trichostrongylus spp., Nematodirus und Chabertia.

Schwein:

Infektionen mit adulten Stadien von Metastrongylus apri, Ascaris suum, Strongyloides ransomi, Hyostrongylus rubidus und Oesophagostomum spp. (O. dentatum, O. quadrispinulatum) sowie mit larvalen Stadien von Metastrongylus spp.. Geringere Wirksamkeit gegen Trichuris suis.

Wartezeit

Essbare Gewebe:

Rind, Schwein und Schaf: 14 Tage

Nicht bei Tieren anwenden, deren Milch für den menschlichen Verzehr vorgesehen ist.

Dosierung und Art der Anwendung

9,44 mg Levamisolhydrochlorid (entsprechend 8 mg Levamisol) pro kg KGW.

Rind: 8,0 ml pro 100 kg KGW Schwein: 4,0 ml pro 50 kg KGW Schaf: 0,8 ml pro 10 kg KGW

Um eine korrekte Dosierung zu gewährleisten, sollte das Körpergewicht so genau wie möglich ermittelt werden.

Soweit Tiere gemeinsam und nicht individuell behandelt werden, sollten sie entsprechend ihrem Körpergewicht in Gruppen eingeteilt und dosiert werden, um Unter- oder Überdosierung zu vermeiden.

Art der Anwendung:

Rind und Schaf:

Zur subkutanen oder intramuskulären Anwendung.

Die intramuskuläre Injektion sollte beim Rind vorzugsweise in die Anconaeus-Muskulatur (Ellenbogenmuskulatur) erfolgen, die subkutane Injektion in den Triel.

Schwein:

Zur subkutanen oder im Einzelfall intramuskulären Anwendung.

Sowohl die subkutane als auch die intramuskuläre Injektion sollte im Bereich des Ohrgrundes erfolgen.

Hinweis:

Nicht mehr als 10 ml an einer Stelle injizieren.

Dauer der Anwendung:

Einmalige Behandlung bei Wurmbefall.

Bei Weidehaltung je nach Stärke des Wurmbefalls nach 4 – 6 Wochen wiederholen. Nach Aufstallung und vor Weideaustrieb Behandlung des gesamten Bestandes.

Nebenwirkungen

Rind, Schwein und Schaf:

Häufig

(1 bis 10 Tiere / 100 behandelte Tiere):

Reizung an der Injektionsstelle1 (Hautödem2, Hämorrhagie)

Gelegentlich

(1 bis 10 Tiere / 1 000 behandelte Tiere):

Abszess an der Injektionsstelle1

Unbestimmte Häufigkeit (kann auf Basis der verfügbaren Daten nicht geschätzt werden)

Unruhe, Muskelzucken und Speicheln3

1 Nach subkutaner oder intramuskulärer Verabreichung. Diese Erscheinungen verschwinden im Allgemeinen nach einigen Wochen.

2 subkutan

3 Parasympathomimetische Wirkungen, können innerhalb einer Stunde nach Verabreichung auftreten und klingen ohne Behandlung nach 2 - 3 Stunden wieder ab.

Hinweis:

Als Begleitwirkung sind bei Schweinen, die mit Lungenwürmern infiziert sind, kurz nach

Verabreichung des Präparates sehr häufig Husten und Würgen zu beobachten. Diese vorübergehenden Symptome werden durch die Elimination der Lungenwürmer verursacht und sind Ausdruck der anthelminthischen Wirkung.

Die Meldung von Nebenwirkungen ist wichtig. Sie ermöglicht die kontinuierliche Überwachung der Verträglichkeit eines Tierarzneimittels. Die Meldungen sind vorzugsweise durch einen Tierarzt über das nationale Meldesystem an das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) oder an den Zulassungsinhaber zu senden. Die entsprechenden Kontaktdaten finden Sie in der Packungsbeilage. Meldebögen und Kontaktdaten des BVL sind auf der Internetseite https://www.vet- uaw.de/ zu finden oder können per E-Mail (uaw@bvl.bund.de) angefordert werden. Für Tierärzte besteht die Möglichkeit der elektronischen Meldung auf der oben genannten Internetseite.

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