Carprosol
Wirkstoff
ATC-Code
Tierarten
Hund, Katze
Diagnosen
Hunde:
Zur Behandlung postoperativer Schmerzen und Entzündungen nach orthopädischen Eingriffen und Weichteiloperationen (einschließlich Augenoperationen).
Katzen:
Zur Behandlung postoperativer Schmerzen.
Wartezeit
Nicht zutreffend.
Dosierung und Art der Anwendung
Intravenöse oder subkutane Anwendung.
Hund:
4 mg/kg (0,08 ml/1 kg) Körpergewicht, vorzugsweise vor der Operation, entweder mit der Prämedikation oder bei Einleitung der Anästhesie.
Um die analgetische und antiphlogistische Wirkung postoperativ zu verlängern, kann die parenterale Therapie mit Carprofen-Tabletten in einer Dosis von 4 mg/kg/Tag bis zu 5 Tage verlängert werden.
Katze:
4 mg/kg (0,08 ml/1 kg) Körpergewicht, vorzugsweise vor der Operation, entweder mit der
Prämedikation oder bei Einleitung der Anästhesie. Die Verwendung einer Spritze mit 1-mlGraduierung wird empfohlen, um eine exakte Dosis zu gewährleisten. Nach der parenteralen Behandlung darf keine weitere orale Behandlung mit Carprofen-Tabletten erfolgen.
Um eine korrekte Dosierung zu gewährleisten, sollte das Körpergewicht so genau wie möglich ermittelt werden.
Der Gummistopfen sollte nicht öfter als 20 Mal durchstochen werden.
Nebenwirkungen
Hund, Katze:
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Gelegentlich (1 bis 10 Tiere / 1 000 behandelte Tiere): |
Reaktion an der Injektionsstelle1 |
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Selten (1 bis 10 Tiere / 10 000 behandelte Tiere): |
Niereninsuffizienz Leberinsuffizient2 |
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Unbestimmte Häufigkeit (kann auf Basis der verfügbaren Daten nicht geschätzt werden): |
Erbrechen3, weicher Kot3, Durchfall3, Blut im Kot3,4, Appetitlosigkeit3, Lethargie3 |
1 Nach subkutaner Injektion
2 Idiosynkratisch
3 Treten generell in der ersten Behandlungswoche auf und klingen nach Beendigung der Behandlung ab, können aber in sehr seltenen Fällen sehr schwerwiegend oder tödlich verlaufen.
4 Okkult
Wenn Nebenwirkungen auftreten, sollte die Behandlung abgebrochen und der Rat eines Tierarztes eingeholt werden.
Die Meldung von Nebenwirkungen ist wichtig. Sie ermöglicht die kontinuierliche Überwachung der Verträglichkeit eines Tierarzneimittels. Die Meldungen sind vorzugsweise durch einen Tierarzt über das nationale Meldesystem an das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) oder an den Zulassungsinhaber zu senden. Die entsprechenden Kontaktdaten finden Sie in der Packungsbeilage. Meldebögen und Kontaktdaten des BVL sind auf der Internetseite https://www.vetuaw.de/ zu finden oder können per E-Mail (uaw@bvl.bund.de) angefordert werden. Für Tierärzte besteht die Möglichkeit der elektronischen Meldung auf der oben genannten Internetseite.
Literaturhinweis
| STATUS | Im Handel verfügbar |
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