Doxylin 100%
ATC-Code
Tierarten
Rind (nicht-ruminierendes Kalb), Schwein.
Diagnosen
Nicht-ruminierendes Kalb:
- Zur Behandlung von Bronchopneumonie und Pleuropneumonie, hervorgerufen durch Pasteurella spp., Streptococcus spp., Trueperella pyogenes, Histophilus somni und Mycoplasma spp.
Schwein:
- Zur Behandlung der Atrophischen Rhinitis, hervorgerufen durch Pasteurella multocida und Bordetella bronchiseptica;
- Zur Behandlung von Bronchopneumonie, hervorgerufen durch Pasteurella multocida, Streptococcus suis und Mycoplasma hyorhinis;
- Zur Behandlung von Pleuropneumonie, hervorgerufen durch Actinobacillus pleuropneumoniae.
Wartezeit
Essbare Gewebe:
Kälber: 14 Tage.
Schweine: 8 Tage.
Dosierung und Art der Anwendung
Kälber: Zum Eingeben über die Milch (Milchaustauscher).
Schweine: Zum Eingeben über das Trinkwasser.
Dosierung:
Kälber: 10 mg Doxycyclinhyclat je kg Körpergewicht pro Tag, aufgeteilt auf 2 Verabreichungen, an 3-5 aufeinanderfolgenden Tagen.
Schweine: 10 mg Doxycyclinhyclat je kg Körpergewicht pro Tag, an 3-5 aufeinanderfolgenden Tagen.
Auf der Grundlage der empfohlenen Dosis sowie der Anzahl und des Gewichts der zu behandelnden Tiere sollte die genaue zu verabreichende Tagesmenge des Tierarzneimittels nach der folgenden Formel berechnet werden:
Um eine korrekte Dosierung zu gewährleisten, sollte das Körpergewicht so genau wie möglich ermittelt werden.
Die Aufnahme von mit dem Tierarzneimittel versetzten Wasser richtet sich nach dem klinischen Zustand der Tiere. Um die korrekte Dosierung zu erhalten, muss die Konzentration von Doxycyclinhyclat gegebenenfalls entsprechend angepasst werden.
Es wird empfohlen, ein entsprechend kalibriertes Messgerät zu verwenden.
Dem Trinkwasser ist die Tagesmenge Doxycyclin so zuzugeben, dass das Tierarzneimittel innerhalb von 24 Stunden vollständig aufgenommen wird. Mit dem Tierarzneimittel versetztes Trinkwasser ist alle 12 Stunden neu anzusetzen. Es wird empfohlen, eine konzentrierte Vorlösung herzustellen – maximal 400 Gramm Präparat je 10 Liter Trinkwasser- und diese dann bei Bedarf zur Erreichung therapeutischer Konzentrationen zu verdünnen. Alternativ kann die konzentrierte Lösung über ein geeignetes Dosiergerät zur Trinkwassermedikation verwendet werden.
Die Löslichkeit des Tierarzneimittels ist pH-abhängig, und in Gegenden mit hartem alkalischem Wasser kann es im Trinkwasser zur Bildung von Komplexen kommen.
Das Tierarzneimittel sollte nicht in Wasser mit hohem Härtegrad über 16°d und einem pH-Wert über 8 verwendet werden.
Das mit dem Tierarzneimittel versetzte Trinkwasser nicht in Behältern aus Metall aufbewahren.
Den mit dem Tierarzneimittel versetzten Milchaustauscher innerhalb von 6 Stunden verwenden.
Nebenwirkungen
Rind (nicht-ruminierendes Kalb), Schwein:
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Selten (1 bis 10 Tiere / 10 000 behandelte Tiere): |
Fotosensibilität Allergische Reaktion |
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Sehr selten (< 1 Tier/10 000 behandelte Tiere, einschließlich Einzelfallberichte): |
Herzmuskeldegeneration1 |
1 Beim nicht-ruminierenden Kalb. Akut (meist tödlich) nach Gabe einer Einzeldosis oder mehrerer Dosen. Da diese meist auf eine Überdosierung zurückzuführen ist, ist es wichtig, dass die Dosisgenau abgemessen wird.
Wenn das Auftreten von Nebenwirkungen vermutet wird, sollte die Behandlung abgesetzt werden.
DE: Die Meldung von Nebenwirkungen ist wichtig. Sie ermöglicht die kontinuierliche Überwachung der Verträglichkeit eines Tierarzneimittels. Die Meldungen sind vorzugsweise durch einen Tierarzt über das nationale Meldesystem an das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) oder an den Zulassungsinhaber oder seinen örtlichen Vertreter zu senden. Die entsprechenden Kontaktdaten finden Sie in der Packungsbeilage. Meldebögen und Kontaktdaten des BVL sind auf der Internetseite https://www.vet-uaw.de/ zu finden oder können per E-Mail (uaw@bvl.bund.de) angefordert werden. Für Tierärzte besteht die Möglichkeit der elektronischen Meldung auf der oben genannten Internetseite.
BE: Die Meldung von Nebenwirkungen ist wichtig. Sie ermöglicht die kontinuierliche Überwachung der Verträglichkeit eines Tierarzneimittels. Die Meldungen sind vorzugsweise durch einen Tierarzt über das nationale Meldesystem entweder an den Zulassungsinhaber oder seinen örtlichen Vertreter oder die zuständige nationale Behörde zu senden. Die entsprechenden Kontaktdaten finden Sie auch der Packungsbeilage.
EMA Kategorisierung
Literaturhinweis
| STATUS | Im Handel verfügbar |
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