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Fertigest

5 x 20 ml
Injektionslösung
IM
SC

Tierarten

Rind (Kuh), Pferd (Stute), Schwein (Sau und Jungsau) und Kaninchen (weiblich, adult)

Diagnosen

Rinder (Kühe):

• Behandlung von Fruchtbarkeitsstörungen im Zusammenhang mit Follikelzysten.

• Induktion und Synchronisation von Östrus und Ovulation in Kombination mit Prostaglandin F2α (PGF2α) oder dessen Analoga, mit oder ohne Gestagene, im Rahmen eines terminorientierten künstlichen Besamungsprotokolls.

• Verbesserung der Konzeptions- und/oder Trächtigkeitsraten bei Kühen mit geringer Fruchtbarkeit während der Lutealphase nach künstlicher Besamung

Pferde (Stuten):

• Induktion der Ovulation und Verbesserung der Konzeptions- und/oder Trächtigkeitsraten.

Schweine (Sauen, Jungsauen):

• Induktion der Ovulation nach Östrussynchronisation im Rahmen eines Besamungsprogramms.

Kaninchen (weiblich, adult):

• Induktion der Ovulation und Verbesserung der Konzeptionsraten.

Wartezeit

Rinder, Pferde, Schweine und Kaninchen:

Essbare Gewebe: Null Tage.

Rinder und Pferde:

Milch: Null Stunden.

Dosierung und Art der Anwendung

Art der Anwendung:

Rinder, Pferde, Schweine, Kaninchen:

Intramuskuläre oder subkutane Anwendung.

Der Stopfen kann bis zu 20-mal sicher durchstochen werden. Bei der gleichzeitigen Behandlung von Tiergruppen sollte eine Entnahmekanüle verwendet werden, die in den Flaschenstopfen eingesetzt wurde, um übermäßiges Durchstechen des Stopfens zu vermeiden. Die Entnahmekanüle sollte nach der Behandlung entfernt werden.

Dosierung:

Rinder (Kühe): Je nach Indikation eine Einzeldosis von 10 µg Buserelin pro Tier (entsprechend 2,5 ml des Tierarzneimittels) oder 20 µg Buserelin pro Tier (entsprechend 5,0 ml des Tierarzneimittels).

Pferde (Stuten): Eine Einzeldosis von 40 µg Buserelin pro Tier (entsprechend 10 ml des

Tierarzneimittels).

Schweine (Sauen, Jungsauen): Eine Einzeldosis von 10 µg Buserelin pro Tier (entsprechend 2,5 ml des Tierarzneimittels).

Kaninchen (weiblich, adult): Eine Einzeldosis von 0,8 µg Buserelin pro Tier (entsprechend 0,2 ml des Tierarzneimittels).

Anwendungsprotokolle:

Rinder (Kühe)

Behandlung von Fruchtbarkeitsstörungen im Zusammenhang mit Follikelzysten:

Verabreichung einer Einzeldosis von 20 µg Buserelin pro Tier.

Eine Reaktion auf die Behandlung wird innerhalb von 10–14 Tagen erwartet. Wenn sich kein tastbares

Corpus luteum entwickelt oder eine neue Zyste bildet, sollte die Behandlung wiederholt werden. Die Besamung sollte im ersten Östrus nach der Behandlung erfolgen.

Induktion und Synchronisation des Östrus und der Ovulation in Kombination mit Prostaglandin F₂α (PGF₂α) oder dessen Analoga, mit oder ohne Gestagene, im Rahmen eines terminorientierten künstlichen Besamungsprotokolls:

Die Wahl des Protokolls sollte vom behandelnden Tierarzt auf Grundlage des angestrebten Ziels und der Merkmale der jeweiligen Herde oder des einzelnen Tieres getroffen werden. Die folgenden Protokolle wurden evaluiert und könnten angewendet werden:

Bei zyklischen Kühen:

Tag 0: Eine Einzeldosis von 10 µg Buserelin pro Tier verabreichen.

Tag 7: Prostaglandin oder ein Analogon (in luteolytischer Dosierung) verabreichen.

Tag 9: Eine Einzeldosis von 10 µg Buserelin pro Tier verabreichen.

Künstliche Besamung 16 bis 24 Stunden nach der zweiten (Buserelin)-Injektion dieses Tierarzneimittels oder zum Zeitpunkt des Östrus, falls dieser früher eintritt.

Bei zyklischen und nicht-zyklischen Kühen:

Tag 0: Eine Einzeldosis von 10 µg Buserelin pro Tier verabreichen und eine Progesteron-Spirale einsetzen.

Tag 7: Die Progesteron-Spirale entfernen und Prostaglandin oder ein Analogon (in luteolytischer Dosierung) verabreichen.

Tag 9: Eine Einzeldosis von 10 µg Buserelin pro Tier verabreichen.

Künstliche Besamung 16 bis 24 Stunden nach der zweiten (Buserelin)-Injektion dieses Tierarzneimittels oder zum Zeitpunkt des Östrus, falls dieser früher eintritt.

Alternativ:

Tag 0: Eine Einzeldosis von 10 µg Buserelin pro Tier verabreichen und eine Progesteron-Spirale einsetzen.

Tag 7: Die Progesteron-Spirale entfernen und Prostaglandin oder ein Analogon (in luteolytischer Dosierung) sowie PMSG (400 – 500 I.E.) verabreichen.

Tag 9: Eine Einzeldosis von 10 µg Buserelin pro Tier verabreichen.

Künstliche Besamung 16 bis 24 Stunden nach der zweiten (Buserelin)-Injektion dieses Tierarzneimittels oder zum Zeitpunkt des Östrus, falls dieser früher eintritt.

Verbesserung der Konzeptions- und/oder Trächtigkeitsraten bei Kühen mit geringer Fruchtbarkeit während der Lutealphase nach künstlicher Besamung:

Eine Einzeldosis von 10 µg Buserelin pro Tier 11 – 13 Tage nach der Besamung verabreichen.

Pferde (Stuten)

Induktion der Ovulation und Verbesserung der Konzeptions- und/oder Trächtigkeitsraten:

Eine Einzeldosis von 40 µg Buserelin pro Tier am ersten Tag, an dem der Follikel seine optimale Größe erreicht hat (bestimmt durch vorherige klinische Anamnese und transrektale Untersuchungen), verabreichen.

Die Ovulation tritt in der Regel innerhalb von 24 – 36 Stunden nach der Behandlung ein; falls die Stute in diesem Zeitraum nicht ovuliert, sollte die Verabreichung wiederholt werden.

Schweine (Sauen, Jungsauen)

Induktion der Ovulation nach Östrussynchronisation im Rahmen eines Besamungsprogramms Jungsauen: Eine Einzeldosis von 10 µg Buserelin pro Tier zwischen 115 und 120 Stunden nach der Östrussynchronisation mit einem Progestagen verabreichen. Eine einmalige künstliche Besamung sollte 30 – 33 Stunden nach der Verabreichung des Tierarzneimittels durchgeführt werden.

Sauen: Eine Einzeldosis von 10 µg Buserelin pro Tier 83 – 89 Stunden nach dem Absetzen verabreichen. Eine einmalige künstliche Besamung sollte 30 – 33 Stunden nach der Verabreichung des Tierarzneimittels durchgeführt werden.

In Einzelfällen kann der Östrus 30 – 33 Stunden nach der Behandlung mit dem Tierarzneimittel nicht sichtbar sein. In solchen Fällen kann die Besamung später erfolgen, wenn Östrussymptome auftreten.

Kaninchen (weiblich, adult)

Induktion der Ovulation und Verbesserung der Konzeptionsraten:

Eine Einzeldosis von 0,8 µg Buserelin pro Tier zum Zeitpunkt der Paarung oder Besamung verabreichen.

Für die postpartale Besamung eine Einzeldosis von 0,8 µg Buserelin mindestens 24 Stunden nach der Geburt, unmittelbar gefolgt von der Besamung, verabreichen.

Nebenwirkungen

Rind (Kuh), Pferd (Stute), Schwein (Sau, Jungsau) und Kaninchen (weiblich, adult):

Keine bekannt.

DE: Die Meldung von Nebenwirkungen ist wichtig. Sie ermöglicht die kontinuierliche Überwachung der Verträglichkeit eines Tierarzneimittels. Die Meldungen sind vorzugsweise durch einen Tierarzt über das nationale Meldesystem an das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) oder an den Zulassungsinhaber zu senden. Die entsprechenden Kontaktdaten finden Sie in der Packungsbeilage. Meldebögen und Kontaktdaten des BVL sind auf der Internetseite https://www.vetuaw.de/ zu finden oder können per E-Mail (uaw@bvl.bund.de) angefordert werden. Für Tierärzte besteht die Möglichkeit der elektronischen Meldung auf der oben genannten Internetseite.

AT/BE: Die Meldung von Nebenwirkungen ist wichtig. Sie ermöglicht die kontinuierliche Überwachung der Verträglichkeit eines Tierarzneimittels. Die Meldungen sind vorzugsweise durch einen Tierarzt über das nationale Meldesystem entweder an den Zulassungsinhaber oder seinen örtlichen Vertreter oder die zuständige nationale Behörde zu senden. Die entsprechenden Kontaktdaten finden Sie in der Packungsbeilage.

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