Novamune
ATC-Code
Tierarten
Hühner
Diagnosen
Zur aktiven Immunisierung von Legehennen-Eintagsküken, um die klinischen Symptome und akuten Läsionen der Bursa Fabricii zu reduzieren, die durch eine Infektion mit hoch virulentem Virus der Infektiösen Bursitis (IBD-Virus) verursacht werden.
Beginn der Immunität: ab einem Alter von 30 Tagen, abhängig von der anfänglichen Höhe der maternalen Antikörper (MDA).
Die Immunisierung wird durch die natürliche Abnahme maternaler Antikörper beeinflusst und findet erst statt, wenn die MDA einen entsprechenden Freisetzungstiter erreicht haben. Der Beginn des klinischen Schutzes ist daher abhängig vom anfänglichen MDA-Titer. Bei geimpften LegehennenEintagsküken wurde die Impfvirusaufnahme innerhalb von 21-42 Tagen nach der Impfung beobachtet.
Dauer der Immunität: bis zu einem Alter von 9 Wochen.
Die zur Unterstützung dieser Aussage durchgeführten Belastungstests mit virulentem Virus erfolgten bei Legehennen-Eintagsküken mit einem MDA-ELISA-Titer von 3 000 bis 5 700 (durchschnittliche MDA-Titer beim Schlupf).
Durchgeführte Feldversuche zeigten, dass die Impfvirusvermehrung in der Bursa Fabricii von Legehennen-Eintagsküken auftritt, die durchschnittliche MDA-Titer von 6 000 ELISA-Einheiten aufwiesen.
Wartezeit
Null Tage.
Dosierung und Art der Anwendung
Der Impfstoff wird durch subkutane Injektion verabreicht.
Der Impfstoff wird einmalig an Eintagsküken verabreicht. Es können dafür automatische Spritzen verwendet werden. Das Injektionsvolumen beträgt 0,2 ml pro Dosis. Der Impfstoff wird unter die Nackenhaut appliziert.
Zur Rekonstitution und Verabreichung des Impfstoffs sind sterile Instrumente und Geräte zu verwenden.
Empfohlene Verdünnungen für die subkutane Anwendung:
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Anzahl der ImpfstoffAmpullen |
Lösungsmittel |
Volumen einer Dosis |
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2 x 500 Dosen |
200 ml |
0,2 ml |
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4 x 500 Dosen |
400 ml |
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8 x 500 Dosen |
800 ml |
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1 x 1 000 Dosen |
200 ml |
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2 x 1 000 Dosen |
400 ml |
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4 x 1 000 Dosen |
800 ml |
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1 x 2 000 Dosen |
400 ml |
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2 x 2 000 Dosen |
800 ml |
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2 x 2 000 + 1 x 1 000 Dosen |
1 000 ml |
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3 x 2 000 Dosen |
1 200 ml |
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4 x 2 000 Dosen |
1 600 ml |
Zubereitung des Impfstoffs:
1. Nach Bestimmung der erforderlichen Dosis an Impfstoff und der entsprechenden Menge des Lösungsmittels (Cevac Solvent Poultry) die Anzahl der benötigten Ampullen zügig aus dem Behälter mit flüssigem Stickstoff entnehmen.
2. 2-5 ml Lösungsmittel in eine sterile 5 bis10 ml-Spritze aufziehen. Mindestens 18-G-Nadeln verwenden.
3. Den Inhalt der Ampullen schnell durch vorsichtiges Schwenken in Wasser bei 27-39 °C auftauen.
4. Sobald sie ganz aufgetaut sind, die Ampullen zum Öffnen auf Armlänge vom Körper entfernt halten, um ein Verletzungsrisiko zu vermeiden, falls eine Ampulle zerbrechen sollte.
5. Den Inhalt der geöffneten Ampulle langsam in die Spritze aufziehen, in die vorab 2-5 ml Lösungsmittel aufgezogen wurde.
6. Die so gewonnene Suspension in den Lösungsmittelbeutel überführen und den rekonstituierten Impfstoff durch leichtes Schwenken mischen.
7. Einen Teil dieser Impfstoffsuspension wieder in die Spritze aufziehen und die Ampulle damit spülen. Die Suspension aus der Ampulle langsam zurück in den Lösungsmittelbeutel injizieren. Den Spülvorgang ein- oder zweimal wiederholen.
8. Den wie beschrieben rekonstituierten Impfstoff erneut durch leichtes Schwenken mischen. Der Impfstoff ist nun gebrauchsfertig.
Die Schritte 2-7 für die benötigte Anzahl an aufzutauenden Ampullen wiederholen.
Sie sollten den Impfstoff nicht verwenden, wenn eine unzulässige Verfärbung in den Ampullen zu sehen ist.
Der rekonstituierte Impfstoff ist eine orange bis rote, klar bis undurchsichtige Suspension. Unlösliche Partikel können vorhanden sein.
Nebenwirkungen
Hühner:
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Sehr häufig (> 1 Tier / 10 behandelte Tiere): |
Reduktion der Lymphozyten in der Bursa Fabricii1 |
1 Leicht bis mittelgradig, das Maximum der Reduktion ist etwa 7 Tage nach der Impfung erreicht. Nach weiteren 7 Tagen verringert sich die Abnahme der Lymphozyten, und es kommt anschließend wieder zur Zunahme von Lymphozyten und zur Regeneration der Bursa Fabricii.
Die Meldung von Nebenwirkungen ist wichtig. Sie ermöglicht die kontinuierliche Überwachung der Verträglichkeit eines Tierarzneimittels. Die Meldungen sind vorzugsweise durch einen Tierarzt über das nationale Meldesystem entweder an den Zulassungsinhaber oder seinen örtlichen Vertreter oder die zuständige nationale Behörde zu senden. Die entsprechenden Kontaktdaten finden Sie in der Packungsbeilage.
Literaturhinweis
| STATUS | Im Handel verfügbar |
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