Avishield ND B1
ATC-Code
Tierarten
Hühner (Broiler und zukünftige Legehennen/Zuchttiere)
Diagnosen
Zur aktiven Immunisierung von Hühnern (Broilern und zukünftigen Legehennen/Zuchttieren), zur Reduktion von Mortalität und klinischen Symptomen infolge einer Infektion mit dem NewcastleVirus.
Beginn der Immunität: 3 Wochen nach der Impfung
Dauer der Immunität: 5 Wochen nach der Impfung
Wartezeit
Null Tage.
Dosierung und Art der Anwendung
Zur okulonasalen Anwendung (Spray oder Augen-/Nasentropfen): ab dem 1. Lebenstag. Über das Trinkwasser: ab dem 7. Lebenstag.
Eine Dosis pro Huhn.
Die Anwendungsart ist je nach epizootiologischer Situation, Altersklasse und Anzahl der zu behandelnden Tiere zu wählen.
Nach der Rekonstitution erscheint der Impfstoff als klare bis leicht opaleszente Suspension.
1. Augen-/Nasentropfen
1 000 Impfstoffdosen werden in 100 ml destilliertem Wasser rekonstituiert.
Eine Dosis des rekonstituierten Impfstoffes entspricht 0,1 ml, d.h. zwei Tropfen, unabhängig von Alter, Gewicht und Rasse des Geflügels.
Jedem Tier wird ein Tropfen in ein Auge und ein Tropfen in ein Nasenloch verabreicht.
Bei kleineren Hühnerrassen im Alter von 1 - 14 Tagen sind 4 Tropfen je 25 µl zu verabreichen. In diesem Fall ist jeweils ein Tropfen pro Auge (insgesamt 0,05 ml) und jeweils ein Tropfen pro Nasenloch (insgesamt 0,05 ml) zu verabreichen.
2. Über das Trinkwasser
Die für die zu impfenden Tiere benötigte Anzahl an Impfstoffdosen ist in einer entsprechenden Menge kalten, sauberen, chlor- und desinfektionsmittelfreien Wassers zu rekonstituieren. Liegt die Anzahl der zu impfenden Tiere zwischen zwei Standarddosierungen, ist die nächsthöhere Dosierung zu wählen.
Der Impfstoff ist unmittelbar vor Gebrauch zu rekonstituieren.
Bestimmen Sie die für die Anzahl der zu impfenden Hühner benötigte Wassermenge möglichst genau. Die benötigte Wassermenge ist von Alter, Rasse und Haltungsform der Tiere sowie von der Umgebungstemperatur abhängig.
Zur Bestimmung der Wassermenge, in der der Impfstoff rekonstituiert werden soll, ermitteln Sie am Tag vor der Impfung jene Wassermenge, die in einem Zeitraum von zwei Stunden aufgenommen worden ist.
Die Wassermenge sollte so bemessen sein, dass sie (unter Berücksichtigung des jeweiligen GeflügelTränkesystems) innerhalb von 1,5 – 2,0 Stunden konsumiert wird.
Zur Bestimmung der Wassermenge, in der der Impfstoff für Jungtiere (bis zur 3. Lebenswoche) rekonstituiert werden soll, gilt folgendes Schema: der rekonstituierte Impfstoff wird kaltem, frischem Wasser so hinzugefügt, dass 1 000 Impfdosen in 1 Liter Wasser pro Lebenstag für 1 000 Hühner gelöst sind. Das heißt, dass für 1 000 Hühner im Alter von 7 Tagen 7 Liter benötigt werden. Um bei den Tieren ein Durstgefühl auszulösen, sollte ihnen bis zu 2 Stunden vor der Impfung das Trinkwasser entzogen werden (das Trinkverhalten der Vögel variiert je nach Lufttemperatur, Vogelart, Rasse, Haltungssystem und Wetterbedingungen).
Das Tränkesystem sollte einwandfrei funktionieren, sauber und frei von Chlor bzw. anderen Desinfektionsmitteln und Verschmutzungen sein.
Falls nötig, dimmen Sie das Licht wenn Sie die Wasserzufuhr ausschalten. Sobald sich der Impfstoff im Trinkwasser befindet, erhöhen Sie die Lichtintensität wieder. Eine erhöhte Lichtintensität stimuliert die Hühner dazu, nach Futter und Wasser zu suchen.
Nachdem der gesamte Impfstoff konsumiert worden ist, kann das normale Haltungsprogramm wieder fortgesetzt werden. Diese Methode ermöglicht eine gleichmäßigere Impfung des Bestandes und verursacht weniger Stress bei den Tieren. Die Leistung wird folglich in geringerem Maße beeinträchtigt.
3. Grobspray
Es empfiehlt sich 1 000 Impfstoffdosen in 150 - 300 ml destilliertem Wasser zu rekonstituieren. Die Anzahl der rekonstituierten Impfdosen entspricht dabei der Anzahl der Tiere eines Bestandes.
Die für die Rekonstitution verwendete Wassermenge sollte ausreichen, um eine gleichmäßige Besprühung der Vögel zu gewährleisten; sie variiert je nach Alter der Impflinge sowie der Art des Haltungssystems. Die rekonstituierte Impfstoffsuspension ist als grobes Spray (die Tröpfchengröße soll durchschnittlich 150 - 170 µm betragen) in einem Abstand von 30 - 40 cm gleichmäßig über die betreffende Anzahl an Hühnern zu verteilen – vorzugsweise wenn diese bei gedämpftem Licht zusammensitzen.
Nebenwirkungen
Hühner (Broiler, zukünftige Legehennen/Zuchttiere):
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Sehr häufig (> 1 Tier / 10 behandelte Tiere): |
Respiratorische Symptomea (z. B. tracheale Rasselgeräusche) |
a Nach nasaler/okularer Anwendung. Diese Symptome können mindestens zwei Wochen anhalten.
Die Meldung von Nebenwirkungen ist wichtig. Sie ermöglicht die kontinuierliche Überwachung der Verträglichkeit eines Tierarzneimittels. Die Meldungen sind vorzugsweise durch einen Tierarzt über das nationale Meldesystem entweder an den Zulassungsinhaber oder seinen örtlichen Vertreter oder die zuständige nationale Behörde zu senden.
Die entsprechenden Kontaktdaten finden Sie in der Packungsbeilage.
Literaturhinweis
| STATUS | Im Handel verfügbar |
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