Primun Newcastle HB1
ATC-Code
Tierarten
Hühner
Indikationen
Zur aktiven Immunisierung von Hühnern gegen die Newcastle-Krankheit zur Verringerung der klinischen Symptomatik und der Mortalität.
Beginn der Immunität nach einmaliger Verabreichung: |
3 Wochen nach der ersten Impfung |
Beginn der Immunität nach wiederholter Verabreichung: |
3 Wochen nach der zweiten Impfung |
Dauer der Immunität bei zukünftigen Legehennen: |
Bis zur 10. Lebenswoche (nach zwei Impfungen, jeweils am 1. und 21. Lebenstag) |
Dauer der Immunität bei Broilern: |
Bis zur 4. Lebenswoche |
Wartezeit
Null Tage.
Dosierung und Art der Anwendung
Dosierung: 1 Dosis / Tier
Impfschema: | |
Broiler: | Eine Impfung am 1. Lebenstag |
Zukünftige Legehennen: | Erstimpfung am 1. Lebenstag und Wiederholungsimpfung 3 Wochen später. |
Art der Anwendung: | okulonasale Verabreichung, Sprühnebelverabreichung oder über das Trinkwasser. |
Den Aluminiumdeckel vom Impfstofffläschchen entfernen. Um das Impfstoffpellet aufzulösen, sollte der Gummistopfen beim Eintauchen des Fläschchens in einem mit der erforderlichen Menge sauberen, kalten Wassers gefüllten Plastikmessbecher entfernt werden. Die Impfstoffsuspension sollte dann ins Tränksystem (orale Verabreichung), in das Sprühgerät (Sprühnebelverabreichung) oder in eine Pipette (okulonasale Verabreichung) gegeben werden.
Orale Verabreichung über das Trinkwasser:
- Die gewünschte Anzahl von Impfdosen sollte in der Menge Wasser aufgelöst werden, die zuvor anhand des Trinkwasserverbrauchs der zu impfenden Tiere kalkuliert wurde.
- Bei kleineren Herden sollte die Anzahl der Dosen aufgerundet und entsprechend aufgelöst werden.
- Das Trinkwasser und alle bei der Impfung verwendeten Geräte (Leitungen, Nippeltränken etc.) müssen vor der Verabreichung sorgfältig gereinigt werden und frei von Reinigungs- und Desinfektionsmitteln sowie Metallionen sein.
- Je nach Alter und Umgebungstemperatur sollte den Tieren das Trinkwasser 2-4 Stunden vor der Impfung entzogen werden.
- Zur Erhaltung der Virusaktivität wird empfohlen, vor dem Auflösen des Impfstoffes 2-4 g Magermilchpulver oder 20-40 g Magermilch pro Liter in der berechneten Menge Trinkwasser aufzulösen.
- Es wird empfohlen, die Anzahl der Nippeltränken während der Impfung zu erhöhen. Außerdem wird empfohlen, die Tiere in den ersten Minuten der Impfung zu den Nippeltränken zu bewegen, um den Zugang für alle Tiere zu gewährleisten. Erst nach dem vollständigen Verbrauch der Impfstoffsuspension sollte wieder frisches Trinkwasser zur Verfügung gestellt werden.
- Die Verabreichung des Impfstoffes sollte unmittelbar nach seiner Rekonstitution erfolgen.
Sprühmethode:
- Der Impfstoff sollte vorzugsweise in destilliertem oder alternativ in sauberem, kaltem, nichtchloriertem und von Metallionen freiem Wasser aufgelöst werden.
- Die zum Versprühen benötigte Wassermenge hängt von verschiedenen Faktoren wie dem Alter der Tiere, Art der Unterbringung, Umgebungstemperatur, Besatzdichte sowie vom eingesetzten Sprühgerät ab. Dafür ausschließlich nicht-chloriertes oder destilliertes Wasser verwenden.
- Das Sprühgerät sollte frei von Rückständen, Korrosionen und Spuren von Desinfektionsmitteln sein und vorzugsweise nur zum Zwecke von Impfungen verwendet werden.
- Die Impfstoffsuspension sollte gleichmäßig über die korrekte Anzahl von Tieren aus einer Entfernung von 30-40 cm gesprüht werden, idealerweise wenn diese bei gedämpftem Licht zusammensitzen.
- Für Eintagsküken 250 ml und für ältere Tiere 500 ml pro 1.000 Tiere verwenden. Die Sprühdüse auf Grobspray einstellen.
Für die Erstimpfung wird Grobspray (Tropfengröße ≥ 100 µm) und für Wiederholungsimpfungen feineres Spray (Tropfengröße 50-80 µm) empfohlen. - Die Lüftungsanlage sollte während des Sprühvorgangs und bis zu 20-30 Minuten danach entweder ausgeschaltet oder heruntergeregelt werden.
Okulonasale Verabreichung:
- Das für die Impfung von 1.000 Tieren bestimmte Lyophilisatpellet (entsprechend 1.000 Dosen) in 50 ml physiologischer Kochsalzlösung oder sterilem destilliertem Wasser rekonstituieren.
- Eine kalibrierte Pipette für die Applikation von 50 oder 25 µl großen Tropfen verwenden. Einen Tropfen in ein Nasenloch oder ein Auge geben. Im Fall der Verwendung von zwei Tropfen á 25 µl jeweils einen davon in ein Nasenloch und ein Auge geben.
Bei kleineren Tieren zwischen dem 1. und 14. Lebenstag oder kleinen Rassen eine Tropfengröße von 25 µl verabreichen. In diesem Falle zwei Tropfen (einen in ein Auge und einen in ein Nasenloch) verabreichen.
Siehe auch folgende Tabelle zur okulonasalen Verabreichung:
ALTER UND TIERTYP
1-14 Tage alt oder kleine Rassen
> 14 Tage alt
Anzahl Tropfen
2 Tropfen
1 Tropfen
Tropfengröße
25 µl
50 µl
Rekonstitution
1 Fläschchen in 50 ml physiologischer Kochsalzlösung oder sterilem destilliertem Wasser auflösen
- In die Nase: Pipette vertikal halten und einen Tropfen der Lösung in ein Nasenloch geben. Den Schnabel und das jeweils andere Nasenloch dabei geschlossen halten. Das Tier nicht loslassen, bis der Tropfen eingeatmet wurde. Die Nase des Tieres nicht mit der Spitze der Pipette verschließen. Sicherstellen, dass der Tropfen eingeatmet wird.
- In die Augen: Pipette vertikal halten und einen Tropfen der Lösung in das offene Auge des Tieres geben. Tier festhalten, bis der Tropfen nicht mehr zu sehen ist. Verletzungen der Hornhaut durch die Pipette vermeiden.
Nebenwirkungen
Leichte Atemwegsbeschwerden können bei geimpften Tieren sehr häufig 7-10 Tage nach der Impfung auftreten. Alle Symptome klingen innerhalb von ca. 5 Tagen wieder ab.
Die Angaben zur Häufigkeit von Nebenwirkungen sind folgendermaßen definiert:
- Sehr häufig (mehr als 1 von 10 behandelten Tieren zeigen Nebenwirkungen)
- Häufig (mehr als 1 aber weniger als 10 von 100 behandelten Tieren)
- Gelegentlich (mehr als 1 aber weniger als 10 von 1.000 behandelten Tieren)
- Selten (mehr als 1 aber weniger als 10 von 10.000 behandelten Tieren)
- Sehr selten (weniger als 1 von 10.000 behandelten Tieren, einschließlich Einzelfallberichte).
Literaturhinweis

STATUS | Im Handel verfügbar |
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