Pronestesic vet.
ATC-Code
Tierarten
Pferd, Rind, Schwein und Schaf.
Diagnosen
Lokalanästhesie mit langanhaltender anästhetischer Wirkung.
Infiltrationsanästhesie und Perineuralanästhesie (siehe Abschnitt 3.5).
Wartezeit
Pferde, Rinder und Schafe: Essbare Gewebe: Null Tage
Milch: Null Stunden
Schweine:
Essbare Gewebe: Null Tage
Dosierung und Art der Anwendung
Subkutane und perineurale Anwendung
Lokalanästhesie oder Infiltrationsanästhesie: In die Subkutis oder um den betroffenen Bereich injizieren.
2,5 - 10 ml des Tierarzneimittels/Tier (entsprechend 100 - 400 mg Procainhydrochlorid + 0,09 - 0,36 mg Epinephrinhydrogentartrat)
Perineuralanästhesie: Nahe dem betreffenden Nervenast injizieren.
5 - 10 ml des Tierarzneimittels/Tier (entsprechend 200 - 400 mg Procainhydrochlorid + 0,18 - 0,36 mg Epinephrinhydrogentartrat).
Für Blockaden der unteren Extremitäten beim Pferd sollte die Applikationsmenge auf zwei oder mehrere Injektionsstellen, abhängig von der Dosis, verteilt werden. Siehe auch Abschnitt 3.5.
Der Gummistopfen der Durchstechflasche kann bis zu 20-mal durchstochen werden.
Nebenwirkungen
Pferd, Rinde, Schwein und Schaf:
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Häufig (1 bis 10 Tiere / 100 behandelte Tiere): |
Allergische Reaktiona |
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Selten (1 bis 10 Tiere / 10.000 behandelte Tiere): |
Anaphylaktische Reaktionb |
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Sehr selten (< 1 Tier/10 000 behandelte Tiere, einschließlich Einzelfallberichte): |
Blutdruckabfall Unruhec, Zitternc, Krämpfec Tachykardied |
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Unbestimmte Häufigkeit (nicht einschätzbar mittels vorhandener Daten) |
Überempfindlichkeitsreaktione Ruhelosigkeitf, Zitternf, Krämpfef, Depressionf, Todf,g |
aEs sollte mit Antihistaminika oder Kortikoiden behandelt werden.
bEs sollte mit Epinephrin behandelt werden.
cVor allem beim Pferd werden nach der Anwendung von Procain Anzeichen von Erregbarkeit des ZNS beobachtet.
dverursacht durch Epinephrin.
egegenüber Lokalanästhetika, die zur Ester-Untergruppe gehören.
fIm Fall einer versehentlichen intravaskulären Injektion kann es zu einer Erregung des zentralen Nervensystems kommen. Es sollten kurzfristig wirkende Barbiturate verabreicht werden sowie Mittel zur Ansäuerung des Harns, um die renale Ausscheidung zu unterstützen.
gInfolge eines Atemstillstands.
Die Meldung von Nebenwirkungen ist wichtig. Sie ermöglicht die kontinuierliche Überwachung der Verträglichkeit eines Tierarzneimittels. Die Meldungen sind vorzugsweise durch einen Tierarzt über das nationale Meldesystem an das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) oder an den Zulassungsinhaber zu senden. Die entsprechenden Kontaktdaten finden Sie in der Packungsbeilage. Meldebögen und Kontaktdaten des BVL sind auf der Internetseite https://www.vetuaw.de/ zu finden oder können per E-Mail (uaw@bvl.bund.de) angefordert werden. Für Tierärzte besteht die Möglichkeit der elektronischen Meldung auf der oben genannten Internetseite.