Sedanol
Wirkstoff
ATC-Code
Tierarten
Schwein
Diagnosen
Neuroleptikum zur Sedierung beim Schwein:
Zur Anwendung bei Tieren mit aggressivem Verhalten
- Nach Umgruppieren
- Bei Sauen (Ferkelfressen durch das Muttertier)
Zur Anwendung bei Tieren mit Stresszuständen und zur Stressprophylaxe
- Kardiovaskulärer Stress
- Transport-bedingte Stresszustände
Geburtshilfe
Zur Prämedikation vor einer Lokalanästhesie oder Narkose
Zur Symptomlinderung bei Tieren mit nutritiver Muskeldystrophie
Wartezeit
Essbare Gewebe: 18 Tage
Dosierung und Art der Anwendung
Zur intramuskulären Anwendung.
Streng intramuskulär hinter dem Ohr injizieren. Es sollte eine lange Kanüle verwendet werden. Die
Injektion sollte möglichst dicht hinter dem Ohr und senkrecht zur Haut erfolgen. Wenn bei schweren
Tieren mit einer kurzen Kanüle in den Hals injiziert wird, besteht das Risiko, einen Teil des Tierarzneimittels in das Fettgewebe zu injizieren. In einem solchen Fall kann die Injektion eine unzureichende Wirkung haben.
Dieses Tierarzneimittel sollte nicht nachdosiert werden, wenn die erste Dosis keine Wirkung zeigt. Eine vollständige Erholung ist abzuwarten, bevor an einem anderen Tag erneut eine Injektion gesetzt wird.
Aggressives Verhalten (Umgruppierung, Ferkelfressen), Geburtshilfe
2 mg Azaperon/kg Körpergewicht (d. h. 1 ml des Tierarzneimittels je 20 kg Körpergewicht)
Stresszustände
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− |
Kardiovaskulärer Stress 0,4 mg Azaperon/kg Körpergewicht (d. h. 0,2 ml des Tierarzneimittels je 20 kg Körpergewicht) |
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− |
Transport-bedingter Stress Transport von Ferkeln, Läufern und Ebern 1,0 mg Azaperon/kg Körpergewicht (d. h. 0,5 ml des Tierarzneimittels je 20 kg Körpergewicht) |
Transport von Sauen und Mastschweinen
0,4 mg Azaperon/kg Körpergewicht (d. h. 0,2 ml des Tierarzneimittels je 20 kg Körpergewicht)
Prämedikation vor einer Lokalanästhesie oder Narkose, nutritive Muskeldystrophie
1 – 2 mg Azaperon/kg Körpergewicht (d. h. 0,5 – 1 ml des Tierarzneimittels je 20 kg Körpergewicht) Es muss eine Spritze mit geeigneter Skalierung verwendet werden, um eine präzise Verabreichung des erforderlichen Dosis-Volumens zu gewährleisten. Dies ist insbesondere bei Injektion kleiner Volumina wichtig. Nicht mehr als 5 ml pro Injektionsstelle verabreichen.
Bei Ebern sollte eine Dosis von 1 mg/kg nicht überschritten werden, da eine höhere Dosis zum Penisvorfall und dadurch zu Penisverletzungen führen kann.
Der Gummistopfen kann bis zu 20-mal durchstochen werden. Bei Mehrdosenbehältnissen sollte eine Aspirationsnadel zur Entnahme der Injektionslösung oder eine Impfpistole verwendet werden, um ein zu häufiges Anstechen des Gummistopfens zu vermeiden.
Nebenwirkungen
Schwein:
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Unbestimmte Häufigkeit (kann auf Basis der verfügbaren Daten nicht geschätzt werden): |
vermehrter Speichelfluss1; Zittern1; Hecheln1; Penisprolaps2. |
1 Bei der höchsten empfohlenen Dosis. Diese Nebenwirkungen verschwinden spontan und hinterlassen keine dauerhafte Beeinträchtigung.
2 Reversibel.
Die Meldung von Nebenwirkungen ist wichtig. Sie ermöglicht die kontinuierliche Überwachung der Verträglichkeit eines Tierarzneimittels. Die Meldungen sind vorzugsweise durch einen Tierarzt über das nationale Meldesystem an das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) oder an den Zulassungsinhaber oder seinen örtlichen Vertreter zu senden. Die entsprechenden
Kontaktdaten finden Sie in der Packungsbeilage. Meldebögen und Kontaktdaten des BVL sind auf der Internetseite https://www.vet-uaw.de/ zu finden oder können per E-Mail (uaw@bvl.bund.de) angefordert werden. Für Tierärzte besteht die Möglichkeit der elektronischen Meldung auf der oben genannten Internetseite.