Tranquisol P

1 x 20 ml
Injektionslösung
IM
IV

Tierarten

Pferd

Diagnosen

Narkoseprämedikation: Eine Verabreichung von Acepromazin vermindert die Menge an zur Narkoseeinleitung benötigten Anästhetika. Die Menge an Narkosemittel verringert sich um ca. ein Drittel der Normaldosis.

Beruhigung: Die Beruhigung durch Acepromazin (Ataraxie) erfolgt durch geringe Dosierungen des Wirkstoffes und zeigt sich in einer Änderung des Temperamentes, ohne Hypnose, Narkose oder deutlicher Sedation. In diesen geringen Dosierungen bewirkt Acepromazin eine Anxiolyse (Angstlösung), z.B. vor Hufbeschlagsarbeiten oder dem Transport von Pferden.

Sedation: In höheren Dosierungen wirkt Acepromazin sedativ und kann zusätzlich oder anstelle von physischen Zwangsmaßnahmen, z.B. vor Hufbeschlagsarbeiten und Zahnuntersuchungen angewendet werden. Die relaxierende Wirkung kann ebenfalls zur Untersuchung des Penis und der Behandlung von Tetanus und Schlundverstopfung ausgenutzt werden.

Wartezeit

Nicht bei Pferden anwenden, die für die Gewinnung von Lebensmitteln bestimmt sind.

Dosierung und Art der Anwendung

Zur intravenösen oder intramuskulären Anwendung.

0,03 − 0,10 mg pro kg Körpergewicht (KGW), entspr. 0,15 – 0,5 ml pro 50 kg KGW

Die intravenöse Injektion sollte langsam erfolgen.

Normalerweise werden einmalige Gaben von Acepromazin vorgenommen. Langzeitanwendungen werden nicht empfohlen. Falls in seltenen Fällen eine mehrmalige Verabreichung von Acepromazin erforderlich ist, so sollte ein Dosisintervall von 36 – 48 Stunden eingehalten werden. Die üblichen Maßnahmen zum Erhalt der Sterilität beim Gebrauch sind einzuhalten, um Kontaminationen durch die Anwendung zu vermeiden. Das Tierarzneimittel ist bei jedweder Änderung der Beschaffenheit (Farbe, Klarheit, etc.) zu verwerfen.

Nebenwirkungen

Pferd:

Unbestimmte Häufigkeit (kann auf Basis der verfügbaren Daten nicht geschätzt werden):

Hypotonie

Verminderter Hämatokrit

Hypothermie

Orientierungslosigkeit1, Krämpfe1

Tod1

Paraphimose2, Penisprolaps3

1 Durch versehentliche Verabreichung in die Arteria carotis.

2 Oft infolge einer Dauererektion in Verbindung gebracht.

3 Durch eine Paralyse des Musculus retractor penis.

Bei Ausschachten des Penis nach Acepromazingabe sollte der behandelnde Tierarzt informiert werden, wenn das Einschachten nicht innerhalb von 2 - 3 Stunden erfolgt. In der veterinärmedizinischen Fachliteratur werden adäquate Hilfsmaßnahmen beschrieben, wie z.B. die manuelle Druckentlastung während der Allgemeinanästhesie, dem Hochbinden des Penis und manuelle Druckentlastung durch Anlegen einer Esmarch Bandage, sowie der Gabe eines Antidots (z.B. langsame intravenöse Verabreichung des Anticholinergikums Benztropinmesylat).

Die Meldung von Nebenwirkungen ist wichtig. Sie ermöglicht die kontinuierliche Überwachung der Verträglichkeit eines Tierarzneimittels. Die Meldungen sind vorzugsweise durch einen Tierarzt über das nationale Meldesystem an das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) oder an den Zulassungsinhaber zu senden. Die entsprechenden Kontaktdaten finden Sie in der Packungsbeilage. Meldebögen und Kontaktdaten des BVL sind auf der Internetseite https://www.vetuaw.de/ zu finden oder können per E-Mail (uaw@bvl.bund.de) angefordert werden. Für Tierärzte besteht die Möglichkeit der elektronischen Meldung auf der oben genannten Internetseite.

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Tranquisol P
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