Bovigen Scour
Wirkstoff
ATC-Code
Tierarten
Rinder (trächtige Kühe und Färsen).
Diagnosen
Aktive Immunisierung von trächtigen Kühen und Färsen zur Erhöhung der Antikörperspiegel gegen E.coli Fimbrienantigen F5 (K99) sowie Rota- und Coronaviren. Durch die Gabe des Kolostrums geimpfter Muttertiere an Kälber innerhalb der ersten Lebenswoche verringern diese Antikörper nachweislich:
- den Schweregrad des Durchfalls, der durch bovine Rota- und Coronaviren sowie enteropathogene E. coli F5 (K99) verursacht wird und
- die Virusausscheidung bei Kälbern, die mit bovinen Rota- oder Coronaviren infiziert sind.
Beginn der Immunität: Die passive Immunität beginnt mit der Kolostrum-Fütterung und ist davon abhängig, dass die Kälber nach der Geburt ausreichend Kolostrum erhalten.
Dauer der Immunität: ist nicht belegt.
Wartezeit
Null Tage.
Dosierung und Art der Anwendung
Intramuskuläre Anwendung.
Die üblichen aseptischen Maßnahmen bei der Impfung sind einzuhalten.
Nur sterile Spritzen und Nadeln verwenden.
Lassen Sie den Impfstoff vor der Anwendung Raumtemperatur erreichen. Vor Gebrauch und gelegentlich während der Anwendung gut schütteln, um sicherzugehen, dass sich das Sediment vor der Verabreichung aufgelöst hat.
Bei 90-ml- bzw. 450-ml-Durchstechflaschen wird empfohlen, eine automatisierte Dosierungsvorrichtung zu verwenden, um den Stopfen vor Beschädigung infolge mehrfachen Durchstechens zu schützen.
Eine Dosis: 3 ml.
Eine einmalige Impfung während jeder Trächtigkeit, verabreicht im Zeitraum von 12 bis 3 Wochen vor dem erwarteten Abkalbetermin.
Kolostrum-Fütterung
Der Schutz der Kälber ist abhängig von der adäquaten Aufnahme von Kolostrum geimpfter Kühe. Es sind entsprechende Maßnahmen zu treffen, um sicherzustellen, dass die Kälber in den ersten Tagen ihres Lebens ausreichende Mengen an Kolostrum erhalten. Wenn Kälber nicht schnellstmöglich nach ihrer Geburt genügend Antikörper über das Kolostrum erhalten, ist die passive Übertragung dieser Antikörper nicht erfolgreich.
Es ist wichtig, dass alle Kälber innerhalb der ersten sechs Stunden nach dem Kalben ausreichende Mengen an Erstgemelkskolostrum erhalten. Es wird empfohlen, innerhalb des ersten Lebenstages mindestens 3 Liter Kolostrum pro Kalb zu verfüttern. Die Menge sollte etwa 10 % des Körpergewichtes eines Kalbes entsprechen.
Um optimale Ergebnisse zu erzielen und den Infektionsdruck im Bestand zu reduzieren, sollte die Impfung bei der gesamten Herde durchgeführt werden.
Nebenwirkungen
Rinder (trächtige Kühe und Färsen):
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Häufig (1 bis 10 Tiere / 100 behandelte Tiere) |
Schwellung an der Injektionsstelle1, erhöhte Temperatur2 |
1 5–7 cm im Durchmesser, die typischerweise innerhalb von 15 Tagen abklingt.
2 Anstiege bis zu 0,8 °C können innerhalb von 24 Stunden nach der Impfung beobachtet werden und klingen innerhalb von 4 Tagen ab.
Die Meldung von Nebenwirkungen ist wichtig. Sie ermöglicht die kontinuierliche Überwachung der Verträglichkeit eines Tierarzneimittels. Die Meldungen sind vorzugsweise durch einen Tierarzt über das nationale Meldesystem entweder an den Zulassungsinhaber oder seinen örtlichen Vertreter oder die zuständige nationale Behörde zu senden.
Die entsprechenden Kontaktdaten finden Sie in der Packungsbeilage.