Innovax-ILT-IBD
ATC-Code
Tierarten
Hühner und embryonierte Hühnereier.
Indikationen
Zur aktiven Immunisierung von Eintagsküken oder 18-19 Tage alten, embryonierten Hühnereiern:
- zur Verringerung der durch eine Infektion mit aviärem infektiösen Laryngotracheitisvirus (ILT) und mit dem Virus der Marek‘schen Krankheit (MD) bedingten Mortalität, der klinischen Symptome sowie der Läsionen.
- zur Verhinderung der durch das Virus der Infektiösen Bursitis (IBD) verursachten Mortalität sowie zur Verringerung der klinischen Symptome und Läsionen.
Beginn der Immunität: IBD: im Alter von 3 Wochen
ILT: im Alter von 4 Wochen
MD: im Alter von 5 Tagen
Dauer der Immunität: IBD: 100 Wochen
ILT: 100 Wochen
MD: über die gesamte Risikoperiode.
Wartezeit
Null Tage.
Dosierung und Art der Anwendung
Dosierung:
Subkutan: Eine Injektion von 0,2 ml pro Huhn.
In ovo: Eine Injektion von 0,05 ml pro Hühnerei.
Zubereitung des Impfstoffes:
Die üblichen aseptischen Vorsichtsmaßnahmen sollten bei allen Vorbereitungen und
Verabreichungsverfahren angewendet werden. Der Umgang mit flüssigem Stickstoff sollte in einem gut belüfteten Bereich stattfinden.
1. Lösungsmittel für zellgebundene Geflügel-Impfstoffe zur Rekonstitution verwenden. Den Impfstoff gemäß der folgenden Tabellen rekonstituieren:
Zur subkutanen Anwendung den Impfstoff gemäß der folgenden Tabelle rekonstituieren:
Lösungsmittelbeutel |
Anzahl der Impfstoffampullen zur subkutanen Anwendung |
Beutel mit 400 ml Lösungsmittel |
1 Ampulle mit 2000 Dosen |
Beutel mit 800 ml Lösungsmittel |
2 Ampullen mit 2000 Dosen |
Beutel mit 800 ml Lösungsmittel |
1 Ampulle mit 4000 Dosen |
Beutel mit 1200 ml Lösungsmittel |
3 Ampullen mit 2000 Dosen |
Beutel mit 1600 ml Lösungsmittel |
4 Ampullen mit 2000 Dosen |
Beutel mit 1600 ml Lösungsmittel |
2 Ampullen mit 4000 Dosen |
Zur in ovo-Anwendung den Impfstoff gemäß der folgenden Tabelle rekonstituieren:
Lösungsmittelbeutel |
Anzahl der Impfstoffampullen zur in ovo Anwendung |
Beutel mit 400 ml Lösungsmittel |
4 Ampullen mit 2000 Dosen |
Beutel mit 400 ml Lösungsmittel |
2 Ampullen mit 4000 Dosen |
Beutel mit 800 ml Lösungsmittel |
8 Ampullen mit 2000 Dosen |
Beutel mit 800 ml Lösungsmittel |
4 Ampullen mit 4000 Dosen |
Beutel mit 1200 ml Lösungsmittel |
12 Ampullen mit 2000 Dosen |
Beutel mit 1200 ml Lösungsmittel |
6 Ampullen mit 4000 Dosen |
Beutel mit 1600 ml Lösungsmittel |
16 Ampullen mit 2000 Dosen |
Beutel mit 1600 ml Lösungsmittel |
8 Ampullen mit 4000 Dosen |
Das Lösungsmittel muss zum Zeitpunkt des Mischens klar und rot gefärbt, ohne Sediment und auf Raumtemperatur (15 °C – 25 °C) erwärmt sein.
2. Die Zubereitung des Impfstoffes sollte geplant werden, bevor die Ampullen aus dem flüssigen Stickstoff entnommen werden, und die genaue Menge der benötigten Ampullen und des benötigten Lösungsmittels sollte vorab berechnet werden. Nach der Entnahme aus dem Ampullenhalter ist auf den Ampullen keine Information über die Anzahl der Dosen enthalten. Deshalb ist darauf zu achten, dass Ampullen mit unterschiedlichen Dosenanzahlen nicht vermischt werden und dass das richtige Lösungsmittel verwendet wird.
3. Vor der Entnahme von Ampullen aus dem Behälter mit flüssigem Stickstoff die Hände mit Handschuhen schützen, Kleidung mit langen Ärmeln sowie eine Gesichtsmaske und
Schutzbrille tragen. Bei der Entnahme einer Ampulle aus dem Behälter diese in der Handfläche einer mit einem Handschuh versehenen Hand weg von Körper und Gesicht halten.
4. Bei Entnahme eines ganzen Ampullenhalters aus dem Behälter mit flüssigem Stickstoff nur die
Ampullen entnehmen, die unmittelbar gebraucht werden. Es wird empfohlen, maximal 5
Ampullen (aus nur einem Ampullenhalter) zur gleichen Zeit zu verwenden. Nach Entnahme der Ampulle(n) sollten die verbleibenden Ampullen sofort wieder in den Behälter mit flüssigem Stickstoff gegeben werden.
5. Tauen Sie den Inhalt der Ampulle(n) schnell durch Schwenken der Ampulle(n) in sauberem Wasser bei 25 °C – 27 °C auf. Die Ampulle(n) vorsichtig schütteln, um den Inhalt gleichmäßig zu mischen. Um die Zellen zu schützen, ist es wichtig, dass der Ampulleninhalt sofort nach dem Auftauen in das Lösungsmittel gemischt wird.
Die Ampulle abtrocknen, dann am Flaschenhals aufbrechen und sofort weiterverfahren wie unten beschrieben.
6. Den Inhalt der Ampulle vorsichtig in eine sterile Spritze mit einer 18-Gauge-Nadel aufziehen.
7. Die Nadel durch den Stopfen des Lösungsmittelbeutels stechen und dann den Inhalt der Spritze vorsichtig und langsam in das Lösungsmittel geben.Den Beutel vorsichtig schwenken und drehen, um den Impfstoff zu mischen. Eine kleine Menge des Lösungmittelbeutels in die Spritze ziehen und damit die Ampulle spülen. Injizieren Sie den restlichen Inhalt der Ampulle vorsichtig in den Lösungsmittelbeutel.
8. Die Schritte 6 und 7 sofern benötigt für weitere Ampullen wiederholen.
9. Die Spritze entfernen und den Beutel drehen (6–8 mal), um den Impfstoff zu mischen.
10. Der Impfstoff ist nun gebrauchsfertig.
Nach Zugabe des Inhalts der Ampulle zum Lösungsmittel ist das gebrauchsfertige Produkt eine klare, rot gefärbte Injektionssuspension.
Wenn dieses Tierarzneimittel mit Nobilis Rismavac gemischt wird, sollten beide im gleichen Beutel mit Lösungsmittel auf die gleiche Art verdünnt werden (400 ml Lösungsmittel für jeweils 2000 Dosen beider Tierarzneimittel oder 800 ml Lösungsmittel für jeweils 4000 Dosen beider Tierarzneimittel).
Art der Anwendung:
Der Impfstoff wird durch subkutane Injektion in den Nacken oder per in ovo-Injektion verabreicht. Der Beutel mit dem Impfstoff sollte während des Impfdurchganges häufig vorsichtig geschwenkt werden, um sicherzustellen, dass die Impfstoffsuspension homogen bleibt und ein korrekter Virustiter verabreicht wird (z. B. während langer Impfdurchgänge).
Kontrolle der korrekten Lagerung:
Um die korrekte Lagerung und den korrekten Transport der Ampullen überprüfen zu können, werden die Ampullen mit der Spitze nach unten in den Behälter mit flüssigem Stickstoff plaziert. Wenn sich in der Spitze der Ampulle gefrorener Inhalt befindet, deutet dies darauf hin, dass der Inhalt bereits aufgetaut wurde und das Produkt nicht mehr zu verwenden ist.
Nebenwirkungen
Keine bekannt.
Die Meldung von Nebenwirkungen ist wichtig. Sie ermöglicht die kontinuierliche Überwachung der Verträglichkeit eines Tierarzneimittels. Die Meldungen sind vorzugsweise durch einen Tierarzt über das nationale Meldesystem entweder an den Zulassungsinhaber oder seinen örtlichen Vertreter oder die zuständige nationale Behörde zu senden. Siehe Abschnitt „Kontaktangaben“ in der Packungsbeilage.
Literaturhinweis

STATUS | Im Handel verfügbar |
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