Cevac Nextmune
Wirkstoff
ATC-Code
Tierarten
Hühner (Broiler und embryonierte Broiler-Eier).
Diagnosen
Zur aktiven Immunisierung von 18 Tage lang bebrüteten embryonierten Broiler-Eiern oder EintagsBroilerküken, um die klinischen Symptome, die Virusausscheidung und die akuten Läsionen der Bursa Fabricii zu reduzieren, die durch eine Infektion mit hoch virulentem Virus der Infektiösen Bursitis (IBD) verursacht werden.
In Laborstudien wurde beobachtet, dass die Impfung mit Nextmune den Gewichtsverlust reduzieren kann, der 10 Tage nach einer Infektion mit hoch virulentem IBD-Virus (vvIBDV) beobachtet wurde.
Der Beginn der Immunität ist ab einem Alter von 21 Tagen zu erwarten, je nach anfänglicher Höhe der maternalen Antikörper (MDA).
Die Immunisierung wird durch die natürliche Abnahme maternaler Antikörper beeinflusst und findet erst statt, wenn die MDA einen entsprechenden Freisetzungstiter erreicht haben.
Labor- und Feldversuche wurden bei Tieren mit MDA-Titern von 2 500 - 7 900 ELISA-Einheiten durchgeführt.
In klinischen Prüfungen wurde die Freisetzung des Impfvirus (Impfvirusaufnahme) bei geimpften Hühnern im Alter von 14 - 35 Tagen beobachtet.
Dauer der Immunität: bis zu einem Alter von 7 Wochen.
Wartezeit
Null Tage.
Dosierung und Art der Anwendung
Der Impfstoff kann durch in ovo-Injektion oder subkutan verabreicht werden.
Zur Zubereitung und Verabreichung des Impfstoffs sind sterile Instrumente und Geräte zu verwenden. Die erforderliche Dosis an Impfstoff und die entsprechende Menge des sterilen Lösungsmittels sind gemäß den folgenden Tabellen zu bestimmen.
In ovo-Anwendung
Die Impfung soll einmalig am 18. Tag der embryonalen Entwicklung (Bebrütungstag) mit einem in ovo-Impfautomat verabreicht werden. Das Injektionsvolumen beträgt 0,05 ml pro Dosis bei der in ovoAnwendung. Der Impfstoff wird in den Amnionsack injiziert.
Empfohlene Verdünnungen für die in ovo-Anwendung:
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Anzahl der ImpfstoffAmpullen |
Lösungsmittel |
Volumen einer Dosis |
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4 x 2 000 Dosen |
400 ml |
0,05 ml |
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2 x 4 000 Dosen |
400 ml |
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4 x 4 000 Dosen |
800 ml |
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1 x 8 000 Dosen |
400 ml |
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2 x 8 000 Dosen |
800 ml |
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2 x 8 000 + 1 x 4 000 Dosen |
1 000 ml |
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3 x 8 000 Dosen |
1 200 ml |
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4 x 8 000 Dosen |
1 600 ml |
Subkutane Anwendung
Der Impfstoff soll einmalig an Eintagsküken verabreicht werden. Das Injektionsvolumen beträgt 0,2 ml pro Dosis. Es wird empfohlen, automatische Spritzen zu verwenden. Der Impfstoff wird unter die Nackenhaut appliziert.
Empfohlene Verdünnungen für die subkutane Anwendung:
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Anzahl der ImpfstoffAmpullen |
Lösungsmittel |
Volumen einer Dosis |
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1 x 2 000 Dosen |
400 ml |
0,2 ml |
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2 x 2 000 Dosen |
800 ml |
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1 x 4 000 Dosen |
800 ml |
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3 x 2 000 Dosen |
1 200 ml |
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1 x 8 000 Dosen |
1 600 ml |
Zubereitung des Impfstoffs:
1. Nach Bestimmung der erforderlichen Dosis an Impfstoff und der entsprechenden Menge des Lösungsmittels (Cevac Solvent Poultry) die Anzahl der benötigten Ampullen rasch aus dem Behälter mit Flüssigstickstoff entnehmen.
2. 2 - 5 ml Lösungsmittel in eine sterile 5 - 10 ml-Spritze aufziehen. Mindestens 18-G-Nadeln verwenden.
3. Den Inhalt der Ampullen schnell durch vorsichtiges Schwenken in Wasser bei 27 - 39 °C auftauen.
4. Sobald sie ganz aufgetaut sind, die Ampullen zum Öffnen auf Armlänge vom Körper entfernt halten, um ein Verletzungsrisiko zu vermeiden, falls eine Ampulle zerbrechen sollte.
5. Den Inhalt der geöffneten Ampulle langsam in die Spritze aufziehen, in die vorab 2 - 5 ml Lösungsmittel aufgezogen wurde.
6. Die so gewonnene Suspension in den Lösungsmittelbeutel überführen und den so zubereiteten Impfstoff durch vorsichtiges Schwenken mischen.
7. Einen Teil dieser Impfstoffsuspension wieder in die Spritze aufziehen und die Ampulle damit spülen. Die Suspension aus der Ampulle vorsichtig zurück in den Lösungsmittelbeutel injizieren. Den Spülvorgang ein- oder zweimal wiederholen.
8. Den wie beschrieben zubereiteten Impfstoff erneut durch vorsichtiges Schwenken mischen. Der Impfstoff ist nun gebrauchsfertig.
Die Schritte 2 - 7 für die benötigte Anzahl an aufzutauenden Ampullen wiederholen.
Der gelöste Impfstoff ist eine orangefarbene bis rote, klare bis undurchsichtige Suspension. Unlösliche Partikel können vorhanden sein.
Nebenwirkungen
Eine leichte bis mittelgradige Reduktion der Lymphozyten ist bei geimpften Küken sehr häufig zu beobachten, die etwa 7 Tage nach der Impfstoffaufnahme ihr Maximum erreicht. Nach weiteren 7 Tagen verringert sich die Abnahme der Lymphozyten, und es kommt anschließend wieder zur Zunahme von Lymphozyten und zur Regeneration der Bursa Fabricii.
Die Angaben zur Häufigkeit von Nebenwirkungen sind folgendermaßen definiert:
- Sehr häufig (mehr als 1 von behandelten 10 Tieren zeigen Nebenwirkungen)
- Häufig (mehr als 1 aber weniger als 10 von 100 behandelten Tieren)
- Gelegentlich (mehr als 1 aber weniger als 10 von 1.000 behandelten Tieren)
- Selten (mehr als 1 aber weniger als 10 von 10.000 behandelten Tieren)
- Sehr selten (weniger als 1 von 10.000 behandelten Tieren, einschließlich Einzelfallberichte)
Literaturhinweis
| STATUS | Im Handel verfügbar |
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