Clevor
Wirkstoff
ATC-Code
Tierarten
Hund
Diagnosen
Auslösen von Erbrechen bei Hunden.
Wartezeit
Nicht zutreffend.
Dosierung und Art der Anwendung
Anwendung am Auge.
Das Tierarzneimittel ist in einer Dosierung von 1–8 Augentropfen am Auge anzuwenden. Das
Volumen eines Tropfens entspricht ungefähr 27 µl. Jeder Augentropfen enthält 810 µg Ropinirol. Die
Dosis entspricht 2–15 µl/kg Körpergewicht bei Hunden. Die Anzahl der Augentropfen in jeder
Körpergewichtsgruppe richtet sich nach der Zieldosis von 3,75 mg/m2 Körperoberfläche (Dosisbereich 2,7–5,4 mg/m²). Diese Dosen wurden bei Hunden getestet, die zwischen 1,8 und 100 kg wogen (0,15– 2,21 m² Körperoberfläche).
Wenn zwei bis vier Tropfen verabreicht werden, sollte die Dosis auf beide Augen verteilt werden. Geben Sie bei einer Anwendung von drei Tropfen beispielsweise zwei Tropfen in das rechte und einen Tropfen in das linke Auge.
Wenn sechs oder acht Tropfen verabreicht werden, sollte die Dosis auf zwei Anwendungen im
Abstand von 1 bis 2 Minuten verteilt werden. Beispiel für eine Anwendung von sechs Tropfen: Geben Sie zwei Tropfen in das rechte Auge und zwei Tropfen in das linke Auge; nach 1 bis 2 Minuten Pause geben Sie einen weiteren Tropfen in jedes Auge.
Falls der Hund innerhalb von 15 Minuten nach Anwendung der Anfangsdosis nicht erbricht, kann eine zweite Dosis 15 bis 20 Minuten nach der Anfangsdosis verabreicht werden. Die Anzahl der Tropfen der zweiten Dosis sollte der ersten Dosis entsprechen. Es wird empfohlen, die Uhrzeit der ersten Verabreichung zu notieren.
Stellen Sie sicher, die Tropferspitze nach dem Öffnen des Behältnisses nicht zu berühren, falls eine zweite Dosis erforderlich ist.
Die folgende Dosierungstabelle gibt die Dosis in anzuwendenden Tropfen entsprechend dem Körpergewicht des Hundes an.
|
Körpergewicht (kg) |
Körperoberfläche (m2) |
Anzahl Augentropfen |
Ropinirol (µg) |
Ropinirol (mg/m2 Körperoberfläche) |
Ropinirol (µg/kg) |
|
1,8–5 |
0,15–0,30 |
1 |
810 |
5,4–2,7 |
450–162 |
|
5,1–10 |
0,30–0,47 |
2 |
1 620 |
5,4–3,4 |
318–162 |
|
10,1–20 |
0,48–0,75 |
3 |
2 430 |
5,1–3,2 |
240–121 |
|
20,1–35 |
0,75–1,09 |
4 |
3 240 |
4,3–3,0 |
161–93 |
|
35,1–60 |
1,10–1,57 |
6 |
4 860 |
4,4–3,1 |
138–81 |
|
60,1–100 |
1,57–2,21 |
8 |
6 480 |
4,1–2,9 |
108–64,5 |
Gebrauchsanweisung
DAS BEHÄLTNIS ÖFFNEN:
Öffnen des Behältnisses durch Abdrehen des Endes.
Stellen Sie sicher, die Tropferspitze nach dem Öffnen des Behältnisses nicht zu berühren.
VERABREICHUNG:
Halten Sie den Kopf des Hundes ruhig in einer leicht aufrechten Position.
Halten Sie das Behältnis senkrecht, ohne das Auge zu berühren. Legen Sie Ihren kleinen Finger auf die Stirn des Hundes, um den Abstand zwischen dem Behältnis und dem Auge aufrechtzuerhalten. Drücken Sie die verschriebene Anzahl an Tropfen in die Augen.
DEN GEÖFFNETEN BEHÄLTER AUFBEWAHREN:
Legen Sie das Behältnis nach dem Öffnen wieder in den Beutel zurück für den Fall, dass eine zweite Dosis benötigt wird.
WIEDERHOLTE VERABREICHUNG:
Falls der Hund innerhalb von 15 Minuten nach der ersten Anwendung nicht erbricht, kann eine zweite Dosis 15 bis 20 Minuten nach der Anwendung der ersten Dosis gegeben werden. Die zusätzlich verabreichte Dosis sollte der ersten Dosis entsprechen.
Nebenwirkungen
Hund:
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Sehr häufig (> 1 Tier / 10 behandelte Tiere): |
Erhöhte Herzfrequenz1 Augenrötung2, Augenausfluss2, Vorfall des dritten Augenlids2, Blepharospasmus2 Lethargie1 |
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Häufig (1 bis 10 Tiere / 100 behandelte Tiere): |
Erbrechen3, Durchfall1 Bindehautödem1, Jucken der Augen1 Ataxie1, Koordinationsstörung1, Zittern1 Tachypnoe1 |
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Gelegentlich (1 bis 10 Tiere / 1 000 behandelte Tiere): |
Hornhautulkus |
1Vorübergehend leicht
2Vorübergehend leicht oder mäßig
3 Erbrechen über einen längeren Zeitraum (mehr als 60 Minuten) sollte vom behandelnden Tierarzt beurteilt werden, da eine entsprechende Behandlung erforderlich sein könnte.
Bei Hunden mit langwierigem Erbrechen und anderen klinischen Symptomen in Zusammenhang mit der pharmakologischen Wirkung des Wirkstoffes (z. B. Augenrötung, erhöhte Herzfrequenz oder Zittern) können Dopaminantagonisten wie Metoclopramid oder Domperidon angewendet werden, um die klinischen Symptome zu behandeln.
Maropitant macht die klinischen Symptome in Zusammenhang mit der pharmakologischen Wirkung von Ropinirol nicht rückgängig.
Die Meldung von Nebenwirkungen ist wichtig. Sie ermöglicht die kontinuierliche Überwachung der Verträglichkeit eines Tierarzneimittels. Die Meldungen sind vorzugsweise durch einen Tierarzt über das nationale Meldesystem entweder an den Zulassungsinhaber oder seinen örtlichen Vertreter oder die zuständige nationale Behörde zu senden. Die entsprechenden Kontaktdaten finden Sie in der Packungsbeilage.