Benestermycin vet.
Wirkstoff
ATC-Code
Tierarten
Kuh, zum Zeitpunkt des Trockenstellens
Diagnosen
Zum Trockenstellen klinisch gesunder Euter von Milchkühen unter Berücksichtigung der Eutergesundheit des Bestandes. Insbesondere zum Trockenstellen in Problembetrieben oder latent infizierter Euter. Die Auswahl der zu behandelnden Kühe sollte auf Grund der tierärztlichen klinischen Untersuchung erfolgen. Als Beurteilungskriterien dienen dabei das Mastitisgeschehen und der Zellzahlverlauf der einzelnen Kühe in der zurückliegenden Laktation, anerkannte Verfahren zum Nachweis einer subklinischen Mastitis (z.B. Schalmtest) oder eine bakteriologische Untersuchung.
Wartezeit
essbare Gewebe: 11 Tage
Milch:
- bei Tieren, die früher als 35 Tage vor dem Zeitpunkt der Geburt behandelt wurden, 36 Stunden nach Laktationsbeginn
- bei Tieren, die innerhalb von 35 Tagen vor dem Zeitpunkt der Geburt behandelt wurden, 37 Tage
Dosierung und Art der Anwendung
Zur intramammären Anwendung
100 mg Penethamathydroiodid, 280 mg Benethamin-Penicillin und 100 mg Framycetinsulfat pro Euterviertel; entsprechend Gesamtinhalt eines Euterinjektors Benestermycin pro Euterviertel.
Einmalige Behandlung aller Euterviertel nach dem letzten Melken vor dem Trockenstellen.
Unmittelbar vor der Behandlung sind alle Euterviertel sorgfältig auszumelken. Nach desinfizierender Reinigung der Zitzenkuppe wird der Gesamtinhalt eines zimmertemperatur-warmen Euterinjektors pro Euterviertel eingebracht. Nach der Behandlung ist das Euter nicht mehr anzumelken.
Das Tierarzneimittel nicht in das Euter hochmassieren.
Nebenwirkungen
Kuh, zum Zeitpunkt des Trockenstellens
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Sehr selten (< 1 Tier / 10.000 behandelten Tieren, einschließlich Einzelfallberichte): |
Anaphylaxie.1 Allergische Hautreaktion.2 |
1 Beim Auftreten ist das Tier symptomatisch mit Epinephrin (Adrenalin) und Glukokortikoiden i.v. zu behandeln
2 Beim Auftreten ist das Tier symptomatisch mit Epinephrin Antihistaminika und Glukokortikoiden zu behandeln
Die Meldung von Nebenwirkungen ist wichtig. Sie ermöglicht die kontinuierliche Überwachung der Verträglichkeit eines Tierarzneimittels. Die Meldungen sind vorzugsweise durch einen Tierarzt über das nationale Meldesystem an das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) oder an den Zulassungsinhaber zu senden. Die Kontaktdaten sind im Abschnitt „Kontaktdaten“ der Packungsbeilage angegeben. Meldebögen und Kontaktdaten des BVL sind auf der Internetseite https://www.vet-uaw.de/ zu finden oder können per E-Mail (uaw@bvl.bund.de) angefordert werden. Für Tierärzte besteht die Möglichkeit der elektronischen Meldung auf der oben genannten Internetseite.
EMA Kategorisierung
Literaturhinweis
| STATUS | Im Handel verfügbar |
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