Lincobel S
ATC-Code
Tierarten
Schwein
Diagnosen
Zur Behandlung von durch Lincomycin-empfindliche Erreger hervorgerufenen Infektionskrankheiten bei Schweinen:
Akute und chronische Infektionen im Bereich des Respirationstraktes, MykoplasmenInfektionen.
Wartezeit
Schweine: Essbare Gewebe: 7 Tage
Dosierung und Art der Anwendung
Intramuskuläre Anwendung.
10 mg Lincomycinhydrochlorid-Monohydrat/ kg KGW/ Tag entspr. 0,9 ml des Tierarzneimittels/ 20 kg KGW / Tag
Dosierungsintervall 24 Stunden
Bei eingeschränkter Nierenfunktion oder Leberfunktionsstörung ist die Dosis zu reduzieren. Die Behandlungsdauer sollte mindestens 3 Tage betragen. Sollte nach 3 Behandlungstagen keine deutliche Besserung des Krankheitsbildes eingetreten sein, ist eine Therapieumstellung notwendig.
Nebenwirkungen
Schwein:
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Gelegentlich (1 bis 10 Tiere / 1 000 behandelte Tiere): |
Diarrhoe1, Erbrechen1, Anorexie |
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Selten (1 bis 10 Tiere / 10.000 behandelte Tiere): |
Hautrötung, Unruhe |
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Sehr selten (< 1 Tier/10 000 behandelte Tiere, einschließlich Einzelfallberichte): |
Allergische Reaktion (z.B. Anaphylaxie2, allergische Hautreaktion3) Neuromuskuläre Blockade5 Irritation an der Injektionsstelle Agranulozytose, Leukopenie, Thrombozytopenie, Erhöhung der Aspartat-Aminotransferase, Kardiale Störung5, Hypotension |
1 Bei kurz nach Behandlungsbeginn auftretenden gastrointestinalen Störungen oder einer Verstärkung bereits vorhandener Durchfälle ist ein Therapieabbruch bzw. -wechsel angezeigt.
2 Gegenmaßnahme: Adrenalin (Epinephrin) und Glukokortikoide i.v.
3 Gegenmaßnahme: Antihistaminika und/oder Glukokortikoide
4 Kann durch Calcium nur partiell aufgehoben werden. Indirekt wirksame Parasympathomimetika (z.B. Neostigmin) sind kaum oder gar nicht wirksam.
5 Beeinflussung der Reizleitungsgeschwindigkeit im Herzen
Die Meldung von Nebenwirkungen ist wichtig. Sie ermöglicht die kontinuierliche Überwachung der Verträglichkeit eines Tierarzneimittels. Die Meldungen sind vorzugsweise durch einen Tierarzt über das nationale Meldesystem an das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) oder an den Zulassungsinhaber zu senden. Die entsprechenden Kontaktdaten finden Sie in der Packungsbeilage.
Meldebögen und Kontaktdaten des BVL sind auf der Internetseite https://www.vet-uaw.de/ zu finden
oder können per E-Mail (uaw@bvl.bund.de) angefordert werden. Für Tierärzte besteht die Möglichkeit der elektronischen Meldung auf der oben genannten Internetseite.
EMA Kategorisierung
Literaturhinweis
| STATUS | Im Handel verfügbar |
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