Phenylbutazon-Gel PH
Wirkstoff
ATC-Code
Tierarten
Pferd, nicht zur Lebensmittelproduktion, Pony, nicht zur Lebensmittelproduktion, Hund
Indikationen
Pferd, Pony, Hund:
Entzündliche Schwellungen und entzündlich-schmerzhafte Erkrankungen des Bewegungsapparates.
Wartezeit
Nicht zutreffend.
Dosierung und Art der Anwendung
Zum Eingeben.
Die Eingabe erfolgt mit einer Spritze (bei Entnahme aus der Flasche) oder mit dem Dosierinjektor. Das Tierarzneimittel wird dem zu behandelnden Tier (Pferd, Pony, Hund) direkt in die Backentasche / in das Maul verabreicht.
Da die Dosiergenauigkeit der Dosierer bei 0,5 ml liegt, sollte bei der Therapie von kleinen Hunden im untersten Dosierungsbereich die benötigte Menge Gel mit einer handelsüblichen 2 ml Spritze abgemessen werden.
Pferd:
2 x 4,5 mg Phenylbutazon pro kg Körpergewicht (KGW) am 1. Tag als Initialdosis (entsprechend 2 x 22,5 ml des Tierarzneimittels bei 500 kg) und 2 x 2,5 mg Phenylbutazon pro kg KGW als Erhaltungsdosis (entsprechend 2 x 12,5 ml des Tierarzneimittels bei 500 kg). Die Behandlungsdauer sollte 7 Tage nicht überschreiten.
Pony:
2 x 4,5 mg Phenylbutazon pro kg Körpergewicht (KGW) am 1. Tag als Initialdosis (entsprechend 2 x 9 ml des Tierarzneimittels bei 200 kg) und 3,5 mg Phenylbutazon pro kg KGW als Erhaltungsdosis (entsprechend 7 ml des Tierarzneimittels bei 200 kg). Die Behandlungsdauer sollte 7 Tage nicht überschreiten.
Hund:
20 - 60 mg/kg KGW/Tag (entspricht 2 - 6 ml des Tierarzneimittels /10 kg KGW).
Bei längerer Behandlung 24 mg/kg KGW/Tag (entspricht 2,4 ml des Tierarzneimittels /10 kg KGW) bis zum Erfolgseintritt und dann 2 - 18 mg/kg KGW/Tag (entspricht 0,2 - 1,8 ml des Tierarzneimittels /10 kg KGW).
Vor Gebrauch schütteln.
Nebenwirkungen
Pferd, nicht zur Lebensmittelproduktion, Pony, nicht zur Lebensmittelproduktion, Hund:
Unbestimmte Häufigkeit (kann auf Basis der verfügbaren Daten nicht geschätzt werden) | Insbesondere bei langfristiger Behandlung oder bei Verabreichung höherer therapeutischer Dosen können folgende Erscheinungen auftreten: Appetitlosigkeit, Apathie, Kolik, Gewichtsverlust, Diarrhoe, Ulzeration (auch Ulzera in der Maulhöhle und Ulzeration in Rachen), Blutungen im Verdauungstrakt, Hypoproteinämie1 Ödem2, Nierenpapillennekrose Thrombozytopenie, Leukopenie, Störung der Hämatopoese, Anämie verlängerte Blutungsdauer, Vergrößerung der Schilddrüse, Erhöhung der AspartatAminotransferase (AST), Erhöhung der AlaninAminotransferase (ALT), Bronchospasmus3, Schock/Kreislaufkollaps. |
1Infolge von Proteinverlust über den Darm
2Als Folge von Natrium- und Chloridretention
3Bei disponierten Tieren
Beim Auftreten von blutigen oder teerartigen Faeces ist die Behandlung sofort abzubrechen. Bei ersten Anzeichen von Nebenwirkungen oder Symptomen gastro-intestinaler Komplikationen wie Inappetenz, Apathie, Gewichtsverlust ist die Behandlung abzubrechen.
Die Meldung von Nebenwirkungen ist wichtig. Sie ermöglicht die kontinuierliche Überwachung der Verträglichkeit eines Tierarzneimittels. Die Meldungen sind vorzugsweise durch einen Tierarzt über das nationale Meldesystem an das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) oder an den Zulassungsinhaber zu senden. Die entsprechenden Kontaktdaten finden Sie in der Packungsbeilage. Meldebögen und Kontaktdaten des BVL sind auf der Internetseite https://www.vetuaw.de/ zu finden oder können per E-Mail (uaw@bvl.bund.de) angefordert werden. Für Tierärzte besteht die Möglichkeit der elektronischen Meldung auf der oben genannten Internetseite.
Literaturhinweis

STATUS | Im Handel verfügbar |
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