Porcilis PRRS vet.
ATC-Code
Tierarten
Schweine.
Diagnosen
Zur aktiven Immunisierung von klinisch gesunden Schweinen in einer PRRS-Virus-kontaminierten Umgebung und zur Verringerung der Virämie nach Infektion mit europäischen Stämmen des PRRSVirus.
Spezifische Anwendungsgebiete
Bei Mastschweinen ist die Schädigung des Respirationstrakts durch das Virus von größter Bedeutung.
In Feldversuchen konnte bei geimpften Schweinen - insbesondere bei Ferkeln, die im Alter von 6
Wochen geimpft wurden - bis zum Ende der Mastperiode eine signifikante Verbesserung der Aufzuchtergebnisse (verringerte Erkrankungsrate durch PRRS–Infektion sowie verbesserte Tageszunahme und Futterverwertung) beobachtet werden.
Für Muttersauen ist die Schädigung des Reproduktionstrakts durch das Virus von größter Bedeutung.
Bei geimpften Schweinen konnte in PRRS-Virus-kontaminierter Umgebung eine deutliche Verbesserung der Reproduktionsleistung sowie eine Verringerung der transplazentaren Virusübertragung nach einer Belastungsinfektion beobachtet werden.
Beginn der Immunität: 28 Tage nach Impfung.
Dauer der Immunität: 24 Wochen nach Impfung.
Wartezeit
Null Tage.
Dosierung und Art der Anwendung
Das Lyophilisat ist in der entsprechenden Menge des Lösungsmittels zu rekonstituieren.
|
Anzahl der Dosen je Behältnis |
benötigte Menge (ml) des Lösungsmittels für intramuskuläre Injektion |
intradermale Injektion |
|
10 25 50 100 |
20 50 100 200 |
2 5 10 20 |
Vor der Rekonstitution sollte das Lösungsmittel Raumtemperatur erreichen (15 °C – 25 °C) und vor Gebrauch gut schütteln.
Aussehen nach Rekonstitution: weiße Suspension.
Dosierung:
Intramuskuläre Injektion: 2 ml in den Nacken
Intradermale Anwendung: 0,2 ml im Bereich des Nackens dorsal, links- oder rechtsseitig oder entlang der Rückenmuskulatur unter Verwendung eines nadelfreien intradermalen Mehrdosen-Applikators, der geeignet ist, das Volumen eines Impfstoffstrahles (0,2 ml ± 10 %) durch die epidermalen Hautschichten zu applizieren.
Eine kleine, vorübergehende intradermale Verdickung nach der intradermalen Verabreichung ist indikativ für die technisch korrekt durchgeführte Impfung.
Impfschema:
Schweine ab einem Alter von 2 Wochen sind einmal zu impfen.
Mastschweine: Eine Impfung bietet bis zur Schlachtung ausreichenden Schutz.
Zuchtschweine: Für Jungsauen wird eine (Wiederholungs-) Impfung 2 – 4 Wochen vor der Belegung empfohlen.
Um einen hohen und gleichmäßigen Immunitätsstatus aufrecht zu erhalten, werden Wiederholungsimpfungen in regelmäßigen Abständen empfohlen, entweder vor jeder Trächtigkeit oder regelmäßig alle 4 Monate. Trächtige Sauen sollten nur nach vorherigem Kontakt mit europäischem PRRS-Virus geimpft werden.
Zum Zwecke der gleichzeitigen Impfung mit Porcilis M Hyo von Mastschweinen ab einem Alter von 4 Wochen wird der Impfstoff kurz vor der Impfung mit Porcilis M Hyo rekonstituiert, dabei sind folgende Anweisungen zu beachten:
|
Porcilis PRRS |
Porcilis M Hyo |
|
10 Dozen |
+ 20 ml |
|
25 Dosen |
+ 50 ml |
|
50 Dosen |
+ 100 ml |
|
100 Dosen |
+ 200 ml |
Eine Einzeldosis (2 ml) von Porcilis PRRS gemischt mit Porcilis M Hyo wird intramuskulär in den Nacken verabreicht.
Nur steriles Impfbesteck oder saubere intradermale Applikatoren verwenden.
Nebenwirkungen
Schweine:
|
Sehr häufig (> 1 Tier / 10 behandelte Tiere): |
Verdickung an der Injektionsstelle (1) |
|
Selten (1 bis 10 Tiere / 10.000 behandelte Tiere): |
Temperaturerhöhung (2), Überempfindlichkeitsreaktionen (einschließlich Dyspnoe, Hyperämie, Dekubitus), Muskelzittern, Exzitation, Erbrechen) (3) |
|
Sehr selten (< 1 Tier / 10.000 behandelte Tiere, einschließlich Einzelfallberichte): |
Anaphylaxie-artige Reaktionen (4) |
(1) Eine kleine intradermale Verdickung (max. 1,5 cm im Durchmesser) ist nach der intradermalen
Verabreichung festzustellen, diese ist ein Zeichen der korrekten Durchführung der Impftechnik. Diese Verdickung kann im Allgemeinen weniger als 14 Tage lang beobachtet werden, gelegentlich aber auch bis zu 29 Tage oder länger persistieren.
(2) Nach intramuskulärer Impfung.
(3) Diese Symptome klingen normalerweise innerhalb weniger Minuten nach der Impfung spontan und vollständig ab
(4) Todesfälle bei Anaphylaxie-artigen Reaktionen wurden sehr selten berichtet.
Die Meldung von Nebenwirkungen ist wichtig. Sie ermöglicht die kontinuierliche Überwachung der Verträglichkeit eines Tierarzneimittels. Die Meldungen sind vorzugsweise durch einen Tierarzt über das nationale Meldesystem entweder an den Zulassungsinhaber oder die zuständige nationale Behörde zu senden. Die entsprechenden Kontaktdaten finden Sie auch im letzten Abschnitt der Packungsbeilage.
| STATUS | Im Handel verfügbar |
|---|