Prednisolon
Wirkstoff
ATC-Code
Tierarten
Hund, Katze
Indikationen
Das Tierarzneimittel wirkt palliativ (unterstützend) bei der Therapie folgender Krankheiten:
- Allergien
- Allergische Dermatosen
- Akute, nicht-infektiöse Arthritiden und Tendovaginitiden
Wartezeit
Nicht zutreffend.
Dosierung und Art der Anwendung
Zum Eingeben.
Die optimale (= geringste notwendige) Dosis ist individuell zu ermitteln.
Hund, Katze:
Initialdosis: 1,0 – 2,0 mg Prednisolon / kg Körpergewicht (KGW) pro Tag entspr. 1 Tablette des Tierarzneimittels pro 2,5 – 5 Kg KGW
Erhaltungsdosis: 0,25 – 1,0 mg Prednisolon / kg KGW pro Tag entspr. 1 Tablette des Tierarzneimittels pro 5 – 20 Kg KGW
Die Verabreichung sollte beim Hund morgens und bei der Katze abends erfolgen (zirkadiane Therapie).
Die Initialdosis ist nach Eintritt der klinisch erwünschten Wirkung individuell auf die niedrigste klinisch erforderliche Erhaltungsdosis zu reduzieren.
Bei Therapiedauer von über 2 Wochen ist die alternierende Therapie (Prednisolongabe jeden 2. Tag) wegen der geringeren Nebennierensuppression zu bevorzugen.
Bei Therapiedauer von über 2 Wochen muss die Therapie ausschleichend, d.h. durch langsame Reduktion der Dosis und/oder Verlängerung des Applikationsintervalls über mindestens 2 Wochen, beendet werden.
Dauer der Anwendung:
Über die Dauer der Anwendung entscheidet der behandelnde Tierarzt.
Nebenwirkungen
Hund, Katze:
Sehr selten (< 1 Tier/10 000 behandelte Tiere, einschließlich Einzelfallberichte): | Depression Aggression1 |
Unbestimmte Häufigkeit (kann auf Basis der verfügbaren Daten nicht geschätzt werden) | Nebennierenerkrankung2 Immunsuppression3 verzögerte Heilung4, Wachstumsverzögerung5 Osteoporose, Arthropathie, Muskelschwund Glukoseintoleranz6, Diabetes mellitus7 Cushing Syndrom Pankreatitis Erniedrigung der Krampfschwelle, Epilepsie8, Verhaltensveränderung (Euphorisierende Wirkung, Erregung) Verdünnung der Haut Glaukom, Katarakt Polydipsie, Polyurie Polyphagie Ulzeration9 Hepatopathie10 Thromboseneigung Hypertonie Störung im Elektrolythaushalt11 Hypokaliämie, Hypokalzämie |
1 bei Hunden
2 ACTH-Suppression, reversible Inaktivitätsatrophie der Nebennierenrinde
3 mit erhöhtem Infektionsrisiko und negativen Auswirkungen auf den Verlauf von Infektionen4 von Wunden und Knochen
5 mit Störung des Knochenwachstums und Schädigung der Knochenmatrix bei Jungtieren
6 durch diabetogene Wirkung
7 steroidinduziert; Verschlechterung eines bestehenden Diabetes mellitus
8 Manifestation einer latenten Epilepsie
9 im Magen-Darm-Trakt
10 reversibel
11 Natriumretention mit Ödembildung
Bei verstärktem Auftreten von Nebenwirkungen muss die Möglichkeit einer Dosisreduktion geprüft werden.
Die Meldung von Nebenwirkungen ist wichtig. Sie ermöglicht die kontinuierliche Überwachung der Verträglichkeit eines Tierarzneimittels. Die Meldungen sind vorzugsweise durch einen Tierarzt über das nationale Meldesystem an das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) oder an den Zulassungsinhaber zu senden. Die entsprechenden Kontaktdaten finden Sie in der Packungsbeilage. Meldebögen und Kontaktdaten des BVL sind auf der Internetseite https://www.vetuaw.de/ zu finden oder können per E-Mail (uaw@bvl.bund.de) angefordert werden. Für Tierärzte besteht die Möglichkeit der elektronischen Meldung auf der oben genannten Internetseite.
Literaturhinweis

STATUS | Im Handel verfügbar |
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