Scourguard 3
Wirkstoff
ATC-Code
Tierarten
Rinder (trächtige Kühe).
Diagnosen
Zur aktiven Immunisierung trächtiger Kühe mit dem Ziel, die Nachkommenschaft über das Kolostrum passiv zu immunisieren, um die Mortalität und Dehydratation bei Kälbern im Zusammenhang mit der in der ersten Lebenswoche durch E. coli F5 (K99) induzierten Diarrhoe und der durch Rota- und Coronaviren induzierten neonatalen Diarrhoe zu reduzieren.
Beginn der Immunität: Die passive Immunität beginnt mit der Kolostrum-Fütterung und ist davon abhängig, dass die Kälber nach der Geburt ausreichend Kolostrum erhalten.
Wartezeit
Null Tage
Dosierung und Art der Anwendung
Zur intramuskulären Anwendung.
Es wird empfohlen, den Impfstoff in die Nackengegend zu injizieren.
Die gebrauchsfertige Suspension ist durch das Auflösen des Lyophilisates mit dem zuvor gut geschüttelten Lösungsmittel herzustellen.
Die Verwendung von chemisch sterilisierten Spritzen oder Nadeln ist zu vermeiden, da sie die Wirksamkeit des Impfstoffes beeinträchtigen.
Aussehen nach Rekonstitution: rosa bis orange, trübe Suspension, die ein Sediment aufweisen kann, das sich durch einfaches Schütteln resuspendieren lässt.
Unmittelbar nach Rekonstitution ist eine Dosis von 2 ml entsprechend den nachfolgenden Impfplänen zu verabreichen.
Grundimmunisierung:
Die erste Dosis sollte 8 bis 6 Wochen vor dem Kalben gegeben werden.
Die zweite Dosis wird innerhalb der dritten Woche vor dem erwarteten Abkalbetermin verabreicht.
Wiederholungsimpfung:
Eine jährliche Nachimpfung mit einer Dosis drei Wochen vor dem erwarteten Abkalbetermin wird empfohlen.
Kolostrummanagement:
Alle Kälber sollten innerhalb von sechs Stunden nach der Geburt in ausreichender Menge mit Kolostrum von ihren vakzinierten Muttertieren versorgt werden.
Für Saugkälber in der Mutterkuhhaltung ist die ausreichende Kolostrumversorgung durch die vakzinierten Muttertiere auf natürlichem Wege gewährleistet.
In Milchviehherden sollte Kolostrum/Milch von vakzinierten Kühen in den ersten vier/fünf Tagen nach dem Abkalben gesammelt werden (eine Lagerung bei 4o C ist zu empfehlen). Aus diesem Pool sollten die Kälber in den ersten zwei Lebenswochen täglich in ausreichendem Maß Kolostrum erhalten.
Nebenwirkungen
Rinder:
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Sehr häufig (> 1 Tier / 10 behandelte Tiere): |
Erhöhte Körpertemperatur1 Schwellung an der Injektionsstelle2 Schmerzen an der Injektionsstelle3 |
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Häufig (1 bis 10 Tiere / 100 behandelte Tiere): |
Tremor4 |
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Sehr selten (< 1 Tier/10 000 behandelte Tiere, einschließlich Einzelfallberichte): |
Überempfindlichkeitsreaktion5 |
1 Vorübergehend, tritt 1 Tag nach der Impfung auf.
2 Weich oder hart, bis zu 5 cm im Durchmesser, verschwindet innerhalb von 13 Tagen.
3 Kann bei einem Drittel der Tiere mit Schwellung an der Injektionsstelle auftreten.
4 Klingt ohne Behandlung ab.
5 Erfordert eine geeignete symptomatische Behandlung z.B. mit Glukokortikoiden oder Adrenalin.
Die Meldung von Nebenwirkungen ist wichtig. Sie ermöglicht die kontinuierliche Überwachung der Verträglichkeit eines Tierarzneimittels. Die Meldungen sind vorzugsweise durch einen Tierarzt über das nationale Meldesystem entweder an den Zulassungsinhaber oder die zuständige nationale Behörde zu senden. Schauen Sie in die Packungsbeilage für entsprechende Kontaktdaten.
Literaturhinweis
| STATUS | Im Handel verfügbar |
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