Ursocyclin
ATC-Code
Tierarten
Rind (Kalb), Schwein, Schaf (Lamm), Huhn, Pute, Ente
Indikationen
Therapie von Infektionskrankheiten (ausgenommen systemische Salmonellen- und E. coliInfektionen) der Atmungsorgane und des Verdauungstraktes, die von Oxytetracyclinempfindlichen Erregern bei Kälbern, Schweinen, Lämmern, Hühnern, Puten und Enten hervorgerufen werden.
Wartezeit
Schwein: | Essbare Gewebe | 12 Tage |
Kalb, Lamm: | Essbare Gewebe | 28 Tage |
Huhn: | Essbare Gewebe | 14 Tage |
Eier | 6 Tage | |
Pute: | Essbare Gewebe | 7 Tage |
Ente: | Essbare Gewebe | 14 Tage |
Dosierung und Art der Anwendung
Zum Eingeben über das Trinkwasser / die Milch bei Kalb und Lamm.
Zum Eingeben über das Futter oder das Trinkwasser beim Schwein. Zum Eingeben über das Trinkwasser bei Huhn, Pute und Ente.
Zur Behandlung von einzelnen Tieren (Kälber, Lämmer, Schweine):
Kälber, Lämmer: Zum Eingeben über das Trinkwasser / die Milch.
50 mg Oxytetracyclin / kg Körpergewicht (KGW)/ Tag entsprechend
2,5 g des Tierarzneimittels pro 10 kg KGW und pro Tag als einmalige Gabe oder verteilt auf 2 Gaben täglich
Schweine: Zum Eingeben über das Trinkwasser oder das Futter.
100 mg Oxytetracyclin / kg KGW / Tag entsprechend 5 g des Tierarzneimittels pro 10 kg KGW und Tag verteilt auf 2 Gaben täglich
Das Pulver ist vor jeder Applikation so in einen Teil des Futters, des Trinkwassers bzw. der Milch (bei Milchaustauschern in den tränkefertigen Milchaustauscher) frisch einzumischen, dass eine vollständige Durchmischung erreicht wird, und ist vor der eigentlichen Fütterung zu verabreichen.
Bei Gabe über das Trinkwasser ist die erforderliche Menge Pulver in einem Teil des Trinkwassers vollständig zu lösen und sofort zu verabreichen.
Es ist darauf zu achten, dass die vorgesehene Dosis jeweils restlos aufgenommen wird.
Zur Behandlung von Teilen des Bestandes (Schweine, Hühner, Puten, Enten):
Schweine: Zum Eingeben über das Trinkwasser.
100 mg Oxytetracyclin / kg KGW / Tag entsprechend
5 g des Tierarzneimittels pro 10 kg KGW und Tag, verteilt auf 2 Gaben täglich
Hühner, Puten, Enten: Zum Eingeben über das Trinkwasser.
80 mg Oxytetracyclin / kg KGW / Tag entsprechend
400 mg des Tierarzneimittels pro kg KGW und Tag, verteilt auf 2 Gaben täglich
Die entsprechende Menge Pulver ist zweimal täglich frisch in der entsprechenden Menge Trinkwasser vollständig zu lösen.
Die Dosierung ist nach der aktuellen, tatsächlichen Trinkwasseraufnahme der Tiere auszurichten, da diese in Abhängigkeit von der Haltung (z.B. unterschiedliche Umgebungstemperatur, unterschiedliches Lichtregime) schwankt.
Bei der oben genannten Dosierung ist das Einmischverhältnis des Tierarzneimittels in das Trinkwasser für die zu behandelnden Tiere nach folgender Formel zu berechnen:
mg des Tierarzneimittels/ mittleres KGW (kg) der
kg KGW/12 Stunden X zu behandelnden Tiere
───────────────────────────────── = mg Tierarzneimittel pro l
Trinkwasser
mittlere Trinkwasseraufnahme in 12 h (l / Tier)
Da Lösungen über 1% relativ schnell Trübungseffekte und nachfolgend Ausfällungen zeigen, ist von der Herstellung von Konzentratansätzen Abstand zu nehmen.
Um eine gleichmäßige Wasseraufnahme für alle Tiere zu gewährleisten, ist ein ausreichendes Tränkeplatzangebot sicherzustellen. Bei Auslaufhaltung sollten die Tiere während der Behandlung im Stall gehalten werden.
Die Behandlungsdauer beträgt im Allgemeinen 5 Tage.
Nach Abklingen der Krankheitserscheinungen sollte das Tierarzneimittel noch 2 Tage weiter verabreicht werden.
Sollte nach maximal 3 Behandlungstagen keine deutliche Besserung des Krankheitszustandes eingetreten sein, ist eine Therapieumstellung durchzuführen.
Nach Beendigung der Behandlung ist die Tränkeeinrichtung in geeigneter Weise zu reinigen, um eine Aufnahme subtherapeutischer, insbesondere Resistenz fördernder Restmengen des eingesetzten Antibiotikums zu vermeiden.
Bei Tieren mit deutlich gestörtem Allgemeinbefinden und / oder bei Tieren mit Inappetenz sollte einem parenteral zu verabreichenden Arzneimittel der Vorzug gegeben werden.
Die benötigten Mengen des Pulvers sind abzuwiegen.
Nebenwirkungen
Rind (Kalb), Schwein, Schaf (Lamm), Huhn, Pute, Ente:
Unbestimmte Häufigkeit (kann auf Basis der verfügbaren Daten nicht geschätzt werden): | Allergische und anaphylaktische Reaktionen1 Störung der gastrointestinalen Flora2 Störung des Verdauungstrakts Nierenfunktionsstörung3 Leberschädigung |
1 Bei entsprechender Prädisposition. In diesen Fällen ist das Tierarzneimittel sofort abzusetzen und die entsprechenden Gegenmaßnahmen sind einzuleiten (Gegenmaßnahmen: siehe unter Abschnitt 3.10).
2 Verminderung der Zahl der Mikroorganismen verbunden mit einer Abnahme der Verdauungsfähigkeit pflanzlicher Nahrung.
3 Erhöhte Gefahr bei gestörtem Flüssigkeitshaushalt.
Die Meldung von Nebenwirkungen ist wichtig. Sie ermöglicht die kontinuierliche
Überwachung der Verträglichkeit eines Tierarzneimittels. Die Meldungen sind vorzugsweise durch einen Tierarzt über das nationale Meldesystem an das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) oder an den Zulassungsinhaber zu senden. Die entsprechenden Kontaktdaten finden Sie in der Packungsbeilage. Meldebögen und Kontaktdaten des BVL sind auf der Internetseite https://www.vet-uaw.de/ zu finden oder können per E-Mail
(uaw@bvl.bund.de) angefordert werden. Für Tierärzte besteht die Möglichkeit der elektronischen Meldung auf der oben genannten Internetseite.
Literaturhinweis

STATUS | Im Handel verfügbar |
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