Ursomutin

1 x 1 kg
Granulat
AQ
PA

Tierarten

Schwein, Huhn, Pute

Indikationen

Zur Behandlung und Metaphylaxe folgender durch Tiamulin-empfindliche Erreger hervorgerufene Infektionskrankheiten:

Schweine:

- Zur Behandlung und Metaphylaxe der Schweinedysenterie, verursacht durch gegen Tiamulin empfindliche Brachyspira hyodysenteriae, wenn die Erkrankung in der Gruppe besteht. Das Vorliegen der Erkrankung in der Gruppe muss vor der Anwendung des Tierarzneimittels nachgewiesen werden.

- Porcine Colon Spirochaetose (PCS) (verursacht durch B. pilosicoli)

- Porcine Proliferative Enteropathie (PPE) / Ileitis (verursacht durch Lawsonia intracellularis)

- Enzootische Pneumonie und deren Sekundärinfektionen (verursacht durch Mycoplasma (M.) hyopneumoniae, M. hyorhinis, Pasteurella spp.)

- Pleuropneumonie (verursacht durch Actinobacillus pleuropneumoniae)

Hühner, Puten:

- Chronic Respiratory Disease (CRD, Mykoplasmenpneumonie) - infektiöse Sinusitis und infektiöse Synovitis.

Der metaphylaktische Einsatz ist auf Problembestände mit bekannter Ätiologie zu beschränken. Vor der metaphylaktischen Anwendung des Tierarzneimittels ist sicherzustellen, dass die oben genannten Erreger im Bestand vorhanden sind.

Wartezeit

Schwein:

Essbare Gewebe:

7 Tage

Huhn:

Essbare Gewebe:

3 Tage

Eier:

Null Tage

Pute:

Essbare Gewebe:

3 Tage

Dosierung und Art der Anwendung

Zum Eingeben über das Futter oder das Trinkwasser

Schwein:

- Dysenterie

- Porcine Proliferative Enteropathie (PPE) / Ileitis - Porcine Colon Spirochaetose (PCS):

10 mg Tiamulinhydrogenfumarat / kg Körpergewicht (KGW) / Tag entsprechend 4 g des Tierarzneimittels pro 100 kg KGW / Tag

- Enzootische Pneumonie - Pleuropneumonie:

15 – 25 mg Tiamulinhydrogenfumarat / kg KGW / Tag entsprechend 6 – 10 g des Tierarzneimittels pro 100 kg KGW / Tag

Huhn, Pute:

25 mg Tiamulinhydrogenfumarat / kg KGW / Tag entsprechend

10 g des Tierarzneimittels pro 100 kg KGW / Tag

Es ist darauf zu achten, dass die vorgesehene Dosis jeweils restlos aufgenommen wird. Bei Tieren mit deutlich gestörtem Allgemeinbefinden und/oder bei Tieren mit Inappetenz sollte einem parenteral zu verabreichenden Präparat der Vorzug gegeben werden.

Um eine korrekte Dosierung zu gewährleisten, sollte das Körpergewicht so genau wie möglich ermittelt werden.

Die empfohlene Dosis sollte mit einer geeigneten kalibrierten Messvorrichtung abgemessen werden.

Zum Eingeben über das Futter – Zur Anwendung bei einzelnen Tieren oder Teilen des Bestandes:

Das Tierarzneimittel ist vor jeder Applikation so in einen Teil des Futters frisch einzumengen, dass eine vollständige Durchmischung erreicht wird, und es ist vor der eigentlichen Fütterung unter Gewährleistung einer ausreichenden Flüssigkeitszufuhr zu verabreichen. Dabei empfiehlt es sich, die Aufnahme der Tagesdosis auf 2 Futterrationen zu verteilen.

Zum Eingeben über das Trinkwasser:

Die entsprechende Menge des Tierarzneimittels ist täglich frisch in einer kleinen Menge Wasser vollständig zu lösen und dem Trinkwasser zuzufügen.

Die Dosierung ist nach der aktuellen täglichen Trinkwasseraufnahme der Tiere auszurichten, da diese in Abhängigkeit vom Alter, Gesundheitszustand und der Nutzungsart der Tiere und in Abhängigkeit von der Haltung (z.B. unterschiedliche Umgebungstemperatur, unterschiedliches Fütterungsregime, unterschiedliches Lichtregime) schwankt.

Bei der oben genannten Dosierung ist das Einmischverhältnis vom Tierarzneimittel in das Trinkwasser für die zu behandelnden Tiere nach folgender Formel zu berechnen:

g des Mittleres KGW (kg) der zu

Tierarzneimittels x behandelnden Tiere pro kg KGW/ Tag

─────────────────────────────────── = ... g des Tierarzneimittels Mittlere tägliche Trinkwasseraufnahme (l)/Tier pro l Trinkwasser

Maximale Löslichkeit des Tierarzneimittels innerhalb von 30 Minuten:

Trinkwassertemperatur 20°C: 100 g / 1000 ml

Trinkwassertemperatur 5°C: 50 g / 1000 ml

Um eine gleichmäßige Wasseraufnahme für alle Tiere zu gewährleisten, ist ein ausreichendes Tränkeplatzangebot sicherzustellen. Bei Auslaufhaltung sollten die Tiere während der Behandlung im Stall gehalten werden.

Die Behandlungsdauer beträgt 3 bis 5 Tage, in Einzelfällen auch bis zu 10 Tage.

Nach Abklingen der Krankheitserscheinungen sollte das Tierarzneimittel noch mindestens 2 Tage weiter verabreicht werden.

Sollte nach 3 Behandlungstagen keine deutliche Besserung des Krankheitsbildes eingetreten sein, ist eine Therapieumstellung durchzuführen.

Nach Beendigung der Behandlung ist die Tränkeeinrichtung in geeigneter Weise zu reinigen, um eine Aufnahme subtherapeutischer, insbesondere resistenzfördernder Restmengen des eingesetzten Antibiotikums zu vermeiden.

Der metaphylaktische Einsatz des Tierarzneimittels ist auf Problembestände mit bekannter Ätiologie zu beschränken.

Vor der metaphylaktischen Anwendung ist sicherzustellen, dass die oben genannten Erreger im Bestand vorhanden sind.

Nebenwirkungen

Schwein, Huhn, Pute:

Selten

(1 bis 10 Tiere / 10.000 behandelte Tiere):

Dermatitis (akut)1, Ödem1,

Überempfindlichkeitsreaktion1 (z. B. Erythem2)

1

Apathie und Tod können die Folge sein. Bei Auftreten dieser Symptome ist das Tierarzneimittel sofort abzusetzen. Tiere und Buchten sollten gewaschen bzw. gereinigt und sauber gehalten werden. Erfahrungsgemäß erholen sich die Schweine daraufhin schnell. Eine Elektrolyttherapie über das Trinkwasser und eine antiphlogistische Therapie haben sich als nützlich erwiesen. 2

im Haut- und Genitalbereich

Die Meldung von Nebenwirkungen ist wichtig. Sie ermöglicht die kontinuierliche Überwachung der Verträglichkeit eines Tierarzneimittels. Die Meldungen sind vorzugsweise durch einen Tierarzt über das nationale Meldesystem an das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) oder an den Zulassungsinhaber zu senden. Die entsprechenden Kontaktdaten finden Sie in der Packungsbeilage. Meldebögen und Kontaktdaten des BVL sind auf der Internetseite https://www.vet-uaw.de/ zu finden oder können per E-Mail (uaw@bvl.bund.de) angefordert werden. Für Tierärzte besteht die Möglichkeit der elektronischen Meldung auf der oben genannten Internetseite.

EMA Kategorisierung

C
Geflügel
Schwein
STATUS Im Handel verfügbar
PACKUNGEN
Ursomutin
Serumwerk Bernburg AG
1 x 1 kg
Ursomutin
Serumwerk Bernburg AG
1 x 4 kg
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