Amoxicillin-Trihydrat 100
ATC-Code
Tierarten
Kalb, Schwein, Ferkel
Diagnosen
Zur Behandlung von folgenden durch grampositive und/oder gramnegative Amoxicillin-empfindliche Keime hervorgerufenen Krankheiten bei Kälbern, Schweinen und Ferkeln:
Kälber: Infektionen des Verdauungsapparates
Schweine: Infektionen des Verdauungsapparates
Ferkel: Infektionen des Verdauungsapparates
Wartezeit
Essbare Gewebe:
Kalb: 11 Tage
Schwein: 3 Tage
Ferkel: 3 Tage
Dosierung und Art der Anwendung
Zum Eingeben über das Trinkwasser
Kalb, Schwein, Ferkel:
2 x täglich je 20 mg Amoxicillin (entspricht 23 mg des Tierarzneimittels) pro 1 kg Körpergewicht (KGW)
Bei der o.g. Dosierung ist das Einmischverhältnis des Tierarzneimittels in das Trinkwasser für die zu behandelnden Tiere nach folgender Formel zu berechnen:
| 23 mg Amoxicillin-Trihydrat 100 pro kg KGW / Dosierungsintervall | x | mittleres KGW (kg) der zu behandelnden Tiere | = | ...mg Amoxicillin-Trihydrat 100 pro l Trinkwasser |
| ______________________________________ | ||||
| mittlere Trinkwasseraufnahme (l) / Tier / Dosierungsintervall | ||||
Die Lösung muss täglich zweimal neu angesetzt werden.
Das Dosierungsintervall beträgt 12 Stunden.
Die entsprechende Menge Pulver ist in einer kleinen Menge Wasser vollständig zu lösen, bevor sie dem Trinkwasser zugesetzt wird.
Die Dosierung ist nach der aktuellen, tatsächlichen Trinkwasseraufnahme pro Dosierungsintervall auszurichten, da diese in Abhängigkeit von Alter, Gesundheitszustand und Nutzungsart der Tiere und in Abhängigkeit von der Haltung (z.B. unterschiedliche Umgebungstemperatur oder unterschiedliches Lichtregime) schwankt.
Um eine gleichmäßige Wasseraufnahme für alle Tiere zu gewährleisten, ist ein ausreichendes Tränkeplatzangebot sicherzustellen. Bei Auslaufhaltung sollten die Tiere während der Behandlung im Stall gehalten werden.
Dauer der Anwendung:
Die Behandlungsdauer beträgt 5 Tage. Nach Abklingen der Krankheitserscheinungen sollte Amoxicillin-Trihydrat 100 noch mindestens 2 Tage weiter verabreicht werden.
Sollte nach 3 Behandlungstagen keine deutliche Besserung des Krankheitszustandes eingetreten sein, ist eine Überprüfung der Diagnose und ggf. eine Therapieumstellung erforderlich.
Nach Beendigung der Behandlung ist die Tränkeeinrichtung in geeigneter Weise zu reinigen, um eine Aufnahme subtherapeutischer, insbesondere resistenzfördernder Restmengen des eingesetzten Antibiotikums zu vermeiden.
Nebenwirkungen
Kalb, Schwein, Ferkel:
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Gelegentlich (1 bis 10 Tiere / 1 000 behandelte Tiere): |
Störung des Verdauungstrakts (Erbrechen, Durchfall, Appetitlosigkeit) |
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Unbestimmte Häufigkeit (kann anhand der verfügbaren Daten nicht geschätzt werden): |
Allergische Reaktion (Hautreaktionen, Anaphylaxie) |
Beim Auftreten von Überempfindlichkeiten ist ein sofortiges Absetzen des Tierarzneimittels erforderlich, und die unter Punkt „Überdosierung“ genannten Gegenmaßnahmen sind zu ergreifen.
Die Meldung von Nebenwirkungen ist wichtig. Sie ermöglicht die kontinuierliche Überwachung der Verträglichkeit eines Tierarzneimittels. Die Meldungen sind vorzugsweise durch einen Tierarzt über das nationale Meldesystem an das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) oder an den Zulassungsinhaber zu senden. Die entsprechenden Kontaktdaten finden Sie in der Packungsbeilage.
Meldebögen und Kontaktdaten des BVL sind auf der Internetseite https://www.vet-uaw.de/ zu finden oder können per E-Mail (uaw@bvl.bund.de) angefordert werden. Für Tierärzte besteht die Möglichkeit der elektronischen Meldung auf der oben genannten Internetseite.
EMA Kategorisierung
Literaturhinweis
| STATUS | Im Handel verfügbar |
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