Ampitab
ATC-Code
Tierarten
Hund und Katze
Diagnosen
Für Hunde und Katzen zur Behandlung von durch Ampicillin-empfindliche grampositive und gramnegative Erreger hervorgerufene bakterielle Infektionen:
- Infektiöse Blutvergiftung (Septikämie, Bakteriämie)
- Infektionen des Atmungstraktes (z.B. Pasteurellosen)
- Infektionen des Rachenraumes
- Infektionen des Magen-Darm-Traktes (z.B. Salmonellosen)
- Infektionen der Harn- und Geschlechtsorgane (z.B. Puerperal-Infektionen)
- Infektionen der Analdrüsen
- Infektionen der Haut
- Wunden und Abszesse
- Sekundärinfektionen bei Viruserkrankungen
Wartezeit
Nicht zutreffend.
Hinweis:
Nicht bei Tieren anwenden, die der Gewinnung von Lebensmitteln dienen.
Dosierung und Art der Anwendung
Zum Eingeben.
Hunde und Katzen:
10 bis 40 mg/kg KGW entspr. 1-4 Tropfen/kg KGW 3mal täglich eingeben (entspr. 30-120 mg/kg KGW als Tagesgabe), je nach Schwere der Erkrankung.
Vor Gebrauch schütteln. Zur Verabreichung der Suspension wird der Kopf des Tieres leicht angehoben und dabei etwas schiefgehalten. Die Oberlippe wird angehoben und die Suspension auf die Zähne getropft, ohne das Maul zu öffnen und ohne weiteren Zwang auf das Tier auszuüben.
Das Tierarzneimittel zur Vermeidung einer Beeinträchtigung der Resorption möglichst an nüchterne Hunde und Katzen (wenigstens eine Stunde vor oder zwei Stunden nach der Fütterung) verabreichen. Beim Vorliegen akuter Krankheitszustände sollte die Therapie mit einem parenteral zu verabreichenden Präparat eingeleitet werden.
Falls die vollständige Aufnahme des Tierarzneimittels nicht gewährleistet ist, ist die Therapie mit einem parenteral zu applizierenden Arzneimittel fortzusetzen bzw. ein Therapiewechsel erforderlich. Die Behandlungsdauer beträgt im Allgemeinen 3-5 Tage. Sollte nach maximal drei Behandlungstagen keine deutliche Besserung eingetreten sein, so wird die Fortsetzung der Behandlung mit dem Tierarzneimittel nur nach Sicherstellung der Erregersensitivität durch ein Antibiogramm empfohlen; ggf. ist eine Therapieumstellung notwendig.
Nebenwirkungen
Hund und Katze:
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Unbestimmte Häufigkeit (kann auf Basis der verfügbaren Daten nicht geschätzt werden) |
Allergische Reaktionen1 (allergische Hautreaktionen2, Anaphylaxie3) |
1 Ein sofortiges Absetzen des Tierarzneimittels ist erforderlich.
2 Gegenmaßnahme: Antihistaminika und/oder Glukokortikoide
3 Gegenmaßnahme: Epinephrin (Adrenalin) und Glukokortikoide i.v.
Die Meldung von Nebenwirkungen ist wichtig. Sie ermöglicht die kontinuierliche Überwachung der Verträglichkeit eines Tierarzneimittels. Die Meldungen sind vorzugsweise durch einen Tierarzt über das nationale Meldesystem an das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) oder an den Zulassungsinhaber oder seinen örtlichen Vertreter zu senden. Die entsprechenden Kontaktdaten finden Sie in der Packungsbeilage. Meldebögen und Kontaktdaten des BVL sind auf der Internetseite https://www.vet-uaw.de/ zu finden oder können per E-Mail (uaw@bvl.bund.de) angefordert werden. Für Tierärzte besteht die Möglichkeit der elektronischen Meldung auf der oben genannten Internetseite.
EMA Kategorisierung
Literaturhinweis
| STATUS | Im Handel verfügbar |
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