Receptal vet.
ATC-Code
Tierarten
Rind, Pferd, Kaninchen
Diagnosen
Ovariell bedingte Fruchtbarkeitsstörungen, Ovulationsinduktion und Verbesserung der Fruchtbarkeitsrate.
Die Behandlung mit einem GnRH-Analogon hat lediglich symptomatischen Charakter, der Fruchtbarkeitsstörung zugrundeliegende Ursachen werden durch sie nicht beseitigt.
Besondere Anwendungsgebiete Rind:
- Induktion und Synchronisation von Brunst und Ovulation bei zyklischen Kühen im Rahmen eines standardisierten künstlichen Besamungsprotokolls unter Verwendung von Prostaglandin F2α (PGF2α) – oder entsprechender Analoga.
Wartezeit
Rind: essbare Gewebe/Milch: Null Tage
Pferd: essbare Gewebe/Milch: Null Tage
Kaninchen: essbare Gewebe: Null Tage
Dosierung und Art der Anwendung
Intramuskuläre, intravenöse oder subkutane Anwendung.
Die Dosierung beträgt beim Rind 10 - 20 µg Buserelin (entsprechend 2,5 – 5,0 ml Tierarzneimittel), bei der Stute 20 - 40 µg Buserelin (entsprechend 5,0 – 10,0 ml Tierarzneimittel) und beim Kaninchen 0,8 µg Buserelin (entsprechend 0,2 ml Tierarzneimittel) pro Tier.
Tierart / Indikation Dosis Tierarzneimittel je Tier
Rind
Ovariell bedingte Fruchtbarkeitsstörungen, insbesondere
- Follikelzysten mit und ohne Erscheinungen der Nymphomanie 5 ml
- Azyklie und Anoestrie 5 ml
- verzögerter Follikelsprung 2,5 ml - Follikelatresie 2,5 ml
Verbesserung der Konzeptionsrate im Rahmen der künstlichen Besamung,
auch nach Brunstsynchronisation, 2,5 ml
Prophylaxe von Fruchtbarkeitsstörungen durch frühzeitige
Zyklusinduktion post partum 5 ml
Induktion und Synchronisation der Brunst und Ovulation bei zyklischen Kühen im Rahmen eines standardisierten künstlichen Besamungsprotokolls unter Verwendung von Prostaglandin F2α (PGF2α) – oder entsprechender Analoga.
Die Entscheidung über das zu verwendende Protokoll sollte vom zuständigen Tierarzt basierend auf dem Behandlungsziel der individuellen Herde oder des Einzeltiers getroffen werden. Das folgende Protokoll wurde evaluiert:
Tag 0: Injektion von 10 µg Buserelin (2,5 ml Tierarzneimittel) pro Tier
Tag 7: Injektion von Prostaglandin oder Analogon (in luteolytischer Dosierung)
Tag 9: Injektion von 10 µg Buserelin (2,5 ml Tierarzneimittel) pro Tier
Künstliche Besamung 16 bis 24 Stunden nach der zweiten Buserelin-Injektion dieses Tierarzneimittels oder – sofern früher auftretend – zum Zeitpunkt der Brunst.
Stute
Zystische Veränderungen der Eierstöcke mit und ohne Lang- oder Dauerrosse 10 ml
Azyklie 2 x 5 ml im Abstand von 24 Stunden
Ovulationsinduktion
zur besseren zeitlichen Fixierung von Ovulation und Bedeckung,
zur Verbesserung der Konzeptionsrate bei Lang- und Dauerrosse 10 ml
Kaninchen
Verbesserung der Konzeptionsrate 0,2 ml Ovulationsinduktion bei post partum Besamung 0,2 ml
Das Tierarzneimittel wird vorzugsweise intramuskulär injiziert; die intravenöse oder subkutane Injektion ist ebenfalls möglich. Das Tierarzneimittel ist einmalig anzuwenden. Ausnahmen hiervon sind die Behandlung der Azyklie bei Stuten (zweimalige Injektion im Abstand von 24 Stunden), sowie die Anwendung im Rahmen von Synchronisationsprotokollen beim Rind (Anwendung entsprechend des jeweiligen Protokolls).
Nebenwirkungen
Keine bekannt.
Das Auftreten von Nebenwirkungen nach Anwendung von Receptal® sollten dem Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit, Mauerstr. 39 – 42, 10117 Berlin oder dem pharmazeutischen Unternehmer mitgeteilt werden. Meldebögen können kostenlos unter oben genannter Adresse oder per E-Mail (uaw@bvl.bund.de) angefordert werden. Für Tierärzte besteht die Möglichkeit der elektronischen Meldung (Online-Formular auf der Internetseite http://vet-uaw.de).
Literaturhinweis
| STATUS | Im Handel verfügbar |
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