Triamox 100 W
ATC-Code
Tierarten
Rind (Kalb), Schwein
Diagnosen
Zur Behandlung von folgenden durch grampositive und/oder gramnegative Amoxicillin-empfindliche Keime hervorgerufene Krankheiten:
Schweine und Ferkel:
- Infektionen der Lunge (außer Ferkel) und der Atemwege
- Infektionen des Verdauungsapparates
Rinder (Kälber):
- Infektionen des Verdauungsapparates
Wartezeit
Rinder (Kälber): Essbare Gewebe: 3 Tage.
Schweine: Essbare Gewebe: 1 Tag.
Dosierung und Art der Anwendung
Zum Eingeben über das Futter oder das Trinkwasser beim Schwein. Zum Eingeben über die Milch / den Milchaustauscher beim Kalb.
Um eine korrekte Dosierung zu gewährleisten, sollte das Körpergewicht so genau wie möglich ermittelt werden.
Die Aufnahme von mit dem Tierarzneimittel versetzten Wasser/ Milchaustauscher richtet sich nach dem klinischen Zustand der Tiere. Um die korrekte Dosierung zu erhalten, muss die Konzentration von Amoxicillin gegebenenfalls entsprechend angepasst werden.
Es wird empfohlen, ein entsprechend kalibriertes Messgerät zu verwenden.
Kälber:
2 x 20 mg Amoxicillin / kg KGW / Tag entsprechend
2 x 200 mg Tierarzneimittel /kg KGW / Tag entsprechend:
2 x 10 g Tierarzneimittel / 50 KGW / Tag
2 mal täglich im Abstand von 12 Stunden verabreicht.
Schweine:
2 x 20 mg Amoxicillin / kg KGW / Tag entsprechend:
2 x 200 mg Tierarzneimittel /kg KGW / Tag
Die Futter- bzw. Trinkwasseraufnahme kann zwischen der Tag- bzw. Nachtphase stark schwanken.
Zur Behandlung über die Tränke beim Kalb und das Futter beim Schwein:
Das Tierarzneimittel sollte nur zur Behandlung einzeln gefütterter Tiere oder einer kleinen Tiergruppe verabreicht werden, bei der die Aufnahme durch das Einzeltier effektiv kontrolliert werden kann.
Das Pulver ist vor jeder Applikation so in einen Teil des Futters beim Schwein bzw. der Tränke beim Kalb (bei Milchaustauschern in den tränkefertigen, abgekühlten Milchaustauscher) einzumischen, dass eine vollständige Durchmischung erreicht wird.
Diese Mischung ist beim Schwein sofort und vor der eigentlichen Fütterung zu verabreichen. Es ist darauf zu achten, dass die vorgesehene Dosis jeweils restlos aufgenommen wird.
Zur Behandlung von Teilen des Bestandes über das Trinkwasser beim Schwein:
Bei der Anwendung über das Wasser ist die entsprechende Menge Pulver pro Dosierungs-Intervall (12 Stunden) frisch in einer kleinen Menge Wasser vollständig zu lösen und dem Trinkwasser zuzufügen. Um eine gleichmäßige Wasseraufnahme für alle zu behandelnden Tiere zu gewährleisten, ist ein ausreichendes Tränkeplatzangebot sicherzustellen.
Die Dosierung ist nach der aktuellen, tatsächlichen täglichen Trinkwasseraufnahme der Tiere auszurichten, da diese in Abhängigkeit von Alter, Gesundheitszustand und Nutzungsart der Tiere und in Abhängigkeit von der Haltung (z.B. unterschiedliche Umgebungstemperatur oder unterschiedliches Lichtregime) schwankt.
Auf der Grundlage der empfohlenen Dosis sowie der Anzahl und des Gewichtes der zu behandelnden Tiere sollte die pro Dosierungs-Intervall (12 Stunden) genau zu verabreichende Menge des Tierarzneimittels nach der folgenden Formel berechnet werden:
Schweine:
Die Behandlung ist über 3 – 5 Tage durchzuführen.
Nach Abklingen der Krankheitserscheinungen sollte das Arzneimittel noch 2 – 3 Tagen weiter verabreicht werden.
Nach Beendigung der Behandlung ist die Tränkeinrichtung in geeigneter Weise zu reinigen, um eine Aufnahme subtherapeutischer, insbesondere resistenzfördernder Restmengen des eingesetzten Antibiotikums zu vermeiden.
Nebenwirkungen
Rind (Kalb), Schwein:
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Gelegentlich (1 bis 10 Tiere / 1 000 behandelte Tiere): |
Störung des Verdauungstrakts (Erbrechen, Durchfall, Appetitlosigkeit) |
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Unbestimmte Häufigkeit (kann auf Basis der verfügbaren Daten nicht geschätzt werden) |
Allergische Reaktion (allergische Hautreaktion, Anaphylaxie)1 |
1 Beim Auftreten von allergischen Reaktionen ist das Tierarzneimittel sofort abzusetzen Bei anaphylaktischen Schockreaktionen: Epinephrin (Adrenalin) und Glukokortikoide i.v.. Bei allergischen Hautreaktionen: Antihistaminika und/oder Glukokortikoide.
Die Meldung von Nebenwirkungen ist wichtig. Sie ermöglicht die kontinuierliche Überwachung der Verträglichkeit eines Tierarzneimittels. Die Meldungen sind vorzugsweise durch einen Tierarzt über das nationale Meldesystem an das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) oder an den Zulassungsinhaber zu senden. Die entsprechenden Kontaktdaten finden Sie in der Packungsbeilage. Meldebögen und Kontaktdaten des BVL sind auf der Internetseite https://www.vetuaw.de/ zu finden oder können per E-Mail (uaw@bvl.bund.de) angefordert werden. Für Tierärzte besteht die Möglichkeit der elektronischen Meldung auf der oben genannten Internetseite.
EMA Kategorisierung
Literaturhinweis
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