Xylapan

1 x 50 ml
Injektionslösung
IM
IV
SC

Tierarten

Pferd, Rind, Hund, Katze

Diagnosen

Pferd:

Zur Sedierung und Muskelrelaxation.

In Kombination mit anderen Tierarzneimitteln zur Analgesie und Anästhesie.

Rind:

Zur Sedierung, Muskelrelaxation und Analgesie bei kleinen Eingriffen. In Kombination mit anderen Tierarzneimitteln zur Anästhesie.

Hund, Katze:

Zur Sedierung.

In Kombination mit anderen Tierarzneimitteln zur Analgesie, Anästhesie und Muskelrelaxation.

Wartezeit

Pferde, Rinder

Essbare Gewebe 3 Tage.

Milch 72 Stunden (3 Tage).

Dosierung und Art der Anwendung

Intramuskuläre, intravenöse oder subkutane Anwendung.

Dosis: Rind

0,016 - 0,1 mg/kg KGW intravenös

0,05 - 0,3 mg/kg KGW intramuskulär

Die Anwendung des Tierarzneimittels kann intramuskulär oder intravenös erfolgen. Empfohlen wird grundsätzlich die intramuskuläre Injektion, da die Wirkung weniger schlagartig eintritt und länger anhält. Die intravenöse Anwendung hat langsam nach Wirkung zu erfolgen.

Dosis: Pferd

0,6 - 1 mg/kg KGW intravenös (= 3-5 ml XYLAPAN/100 kg KGW)

Die Dosierung hängt vom gewünschten Ausmaß der Sedierung und dem Ansprechen des Tieres ab.

Kombinationsmöglichkeiten mit anderen Tierarzneimitteln:

Xylapan mit Levomethadonhydrochlorid und Fenpipramidhydrochlorid:

Xylapan 0,4 - 0,6 mg/kg KGW mit 0,05-0,075 mg/kg KGW Levomethadonhydrochlorid und 0,00250,0038 mg/kg KGW Fenpipramidhydrochlorid intravenös.

Dosis: Hund

1 - 3 mg/kg intramuskulär oder intravenös (= 0,5 - 1,5 ml XYLAPAN/10 kg KGW intramuskulär oder intravenös).

Die Dosis ergibt eine leichte bis mittelstarke Sedierung von 30-120 Minuten Dauer; sie ist auch zur Prämedikation vor Allgemeinnarkosen geeignet.

Kombinationsmöglichkeiten mit anderen Tierarzneimitteln:

Xylapan mit Ketaminhydrochlorid:

Xylapan 2 mg/kg KGW (= 1 ml XYLAPAN/10 kg KGW) und 6-10 mg/kg KGW Ketaminhydrochlorid intramuskulär).

Dosis: Katze

2 - 4 mg/kg intramuskulär oder subkutan (= 0,1 - 0,2 ml XYLAPAN/kg KGW intramuskulär oder subkutan)

Diese Dosis ergibt eine leichte bis starke Sedierung von 30-120 Minuten Dauer; sie ist auch zur Prämedikation vor Allgemeinnarkosen geeignet.

Kombinationsmöglichkeiten mit anderen Tierarzneimitteln:

Xylapan mit Ketaminhydrochlorid:

Xylapan bis 2 mg/kg KGW (= bis 0,1 ml XYLAPAN/kg KGW) und 5 - 15 mg/kg KGW Ketaminhydrochlorid intramuskulär.

Nebenwirkungen

Pferd:

Sehr selten

(< 1 Tier/10 000 behandelte Tiere, einschließlich Einzelfallberichte):

Erregung1

Hyperglykämie

Polyurie

Reizung an der Injektionsstelle2 vermehrter Speichelfluss, Kolik3, Tympanie

Zungenlähmung

Atemdepression, Atemstillstand Uteruskontraktionen, Penisprolaps2 verringerte Körpertemperatur4

Arrhythmie, niedriger Blutdruck5, erhöhter Blutdruck5,

Bradykardie

1 Paradoxe Reaktion

2 Reversibel

3 Leicht; nach Anwendung von α-2-sympathomimetisch wirksamen Substanzen, da die Darmmotilität durch die Wirkstoffe dieser Substanzklasse vorübergehend gehemmt wird. Als vorbeugende Maßnahme sollten Pferde nach Sedierung kein Futter aufnehmen, bis die Wirkung vollständig abgeklungen ist.

4 Hemmung der Temperaturregulation mit Abfall der Körpertemperatur.

Blutdruckabfall nach initialem Blutdruckanstieg


Rind:

Sehr selten

(< 1 Tier/10 000 behandelte Tiere, einschließlich Einzelfallberichte):

Erregung[1]

Hyperglykämie

Polyurie

Reizung an der Injektionsstelle[2] vermehrter Speichelfluss, Pansenatonie, Pansentympanie,

Diarrhoe[3], Regurgitation

Zungenlähmung

Atemdepression, Atemstillstand

Uteruskontraktionen, Penisprolaps2

Verringerte Körpertemperatur[4],

Arrhythmie, niedriger Blutdruck[5], erhöhter Blutduck5, Bradykardie

1 Paradoxe Reaktion

2 Reversibel

3 Kann 24 Stunden nach Verabreichung von Xylazin auftreten

4 Hemmung der Temperaturregulation mit Abfall der Körpertemperatur, beim Rind erst nach einem Temperaturanstieg

5 Blutdruckabfall nach initialem Blutdruckanstieg


Hund, Katze:

Sehr selten

(< 1 Tier/10 000 behandelte Tiere, einschließlich Einzelfallberichte):

Erregung1

Hyperglykämie

Polyurie

Reizung an der Injektionsstelle2 vermehrter Speichelfluss, Erbrechen, Regurgitation,

Tympanie

Zungenlähmung

Atemdepression3, Atemstillstand3 Verringerte Körpertemperatur4

Arrhythmie, niedriger Blutdruck 5, erhöhter Blutdruck5, Bradykardie

1 Paradoxe Reaktion

2 Reversibel

3 Besonders bei Katzen

4 Hemmung der Temperaturregulation mit Abfall der Körpertemperatur

Blutdruckabfall nach initialem Blutdruckanstieg

Die Meldung von Nebenwirkungen ist wichtig. Sie ermöglicht die kontinuierliche Überwachung der Verträglichkeit eines Tierarzneimittels. Die Meldungen sind vorzugsweise durch einen Tierarzt über das nationale Meldesystem an das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) oder an den Zulassungsinhaber zu senden. Die entsprechenden Kontaktdaten finden Sie in der Packungsbeilage. Meldebögen und Kontaktdaten des BVL sind auf der Internetseite https://www.vetuaw.de/ zu finden oder können per E-Mail (uaw@bvl.bund.de) angefordert werden. Für Tierärzte besteht die Möglichkeit der elektronischen Meldung auf der oben genannten Internetseite.

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