Ivermectin Entwurmung
Wirkstoff
ATC-Code
Tierarten
Pferd
Indikationen
Zur Behandlung von Parasitenbefall bei Pferden, verursacht durch:
Große Strongyliden
Strongylus vulgaris (adulte und arterielle Larvenstadien)
S. edentatus (adulte und Larvenstadien im Gewebe)
S. equinus (adulte)
Triodontophorus spp. (adulte)
Triodontophorus brevicauda
Triodontophorus serratus
Craterostomum acuticaudatum (adulte)
Kleine Strongyliden (adulte und vierte Larvenstadien einschließlich Benzimidazol-resistente Stämme) Coronocyclus spp.
Coronocyclus coronatus
Coronocyclus labiatus Coronocyclus labratus Cyathostomum spp.
Cyathostomum catinatum Cyathostomum pateratum
Cylicocyclus spp.
Cylicocyclus ashworthi
Cylicocyclus elongatus
Cylicocyclus insigne
Cylicocyclus leptostomum
Cylicocyclus nassatus Cylicocyclus radiatus
Cylicostephanus spp.
Cylicostephanus asymetricus
Cylicostephanus bidentatus
Cylicostephanus calicatus
Cylicostephanus goldi
Cylicostephanus longibursatus Cylicostephanus minutus
Cylicodontophorus spp.
Cylicodontophorus bicornatus
Gyalocephalus capitatus
Parapoteriostomum spp.
Parapoteriostomum euproctus Parapoteriostomum mettami
Petrovinema spp. Petrovinema poculatum
Poteriostomum spp.
Poteriostomum imparidentatum
Pfriemenschwänze (adulte und vierte Larvenstadien)
Oxyuris equi
Spulwürmer (adulte Stadien)
Parascaris equorum (siehe Abschnitt 3.4)
Magenfadenwürmer (adulte Stadien) Trichostrongylus axei
Rollschwänze (adulte Stadien) Habronema muscae
Zwergfadenwürmer (adulte Stadien)
Strongyloides westeri
Mikrofilarien
Onchocerca sp. microfilariae
Magendasseln (alle Larvenstadien) Gasterophilus spp.
Lungenwürmer (adulte und vierte Larvenstadien) Dictyocaulus arnfieldi
Wartezeit
Essbare Gewebe: 18 Tage
Nicht bei Stuten anwenden, deren Milch für den menschlichen Verzehr vorgesehen ist.
Dosierung und Art der Anwendung
Zum Eingeben.
Dosierung
Zur einmaligen oralen Anwendung in einer Dosierung von 0,2 mg Ivermectin pro kg Körpergewicht.
Hinweise zur Anwendung
Unterdosierung kann zu einer unwirksamen Anwendung führen und kann eine Resistenzentwicklung begünstigen.
Um eine korrekte Dosierung zu gewährleisten, sollte das Körpergewicht so genau wie möglich ermittelt werden. Die Genauigkeit des Dosiergeräts sollte gründlich geprüft werden. Sollen Tiere gemeinsam behandelt werden, so sollten möglichst homogene Gruppen gebildet werden und alle Tiere einer Gruppe sollten mit der Dosis behandelt werden, die dem schwersten Tier entspricht.
Jede Körpergewichtsmarkierung auf dem Spritzenkolben entspricht der zur Behandlung von 60 kg Körpergewicht erforderlichen Menge des Tierarzneimittels.
Eine Applikationsspritze mit 10 g enthält 120 mg Ivermectin und reicht zur Behandlung von 600 kg Körpergewicht (KGW) aus.
Eine Applikationsspritze mit 13,3 g enthält 159,6 mg Ivermectin und reicht zur Behandlung von 800 kg Körpergewicht (KGW) aus.
Durch Platzieren des Ringes auf der dem Körpergewicht des Pferdes entsprechenden Markierung am
Kolben wird die berechnete einzugebende Dosis eingestellt. Kunststoff-Schutzkappe von der
Austrittsöffnung der Applikationsspritze abnehmen. Vor der Applikation sicherstellen, dass sich im
Maul des Pferdes keine Futterreste befinden, um ein vollständiges Abschlucken zu gewährleisten. Die
Spitze der Applikationsspritze im Bereich des Interdentalraums (Lücke zwischen Schneide- und Backenzähnen) in das Maul des Tieres einführen. Kolben bis zum Anschlag niederdrücken und das Gel auf den Zungengrund applizieren.
Nebenwirkungen
Pferd:
Gelegentlich (1 bis 10 Tiere / 1 000 behandelte Tiere): |
Ödem1 Juckreiz1 |
Sehr selten (< 1 Tier/10 000 behandelte Tiere, einschließlich Einzelfallberichte): |
Kolik, weicher Kot Schwellung an der Applikationsstelle2 |
1 Bei hochgradigem Befall mit Onchocerca spp. Mikrofilarien; vermutlich durch das plötzliche Absterben einer großen Anzahl von Mikrofilarien. Diese Symptome klingen innerhalb weniger Tage ab, eine symptomatische Behandlung kann aber empfehlenswert sein.
2 Maulpartie: Lippe, Zunge und/oder Schleimhäute
Die Meldung von Nebenwirkungen ist wichtig. Sie ermöglicht die kontinuierliche Überwachung der Verträglichkeit eines Tierarzneimittels. Die Meldungen sind vorzugsweise durch einen Tierarzt über das nationale Meldesystem an das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) oder an den Zulassungsinhaber zu senden. Die entsprechenden Kontaktdaten finden Sie in der Packungsbeilage. Meldebögen und Kontaktdaten des BVL sind auf der Internetseite https://www.vetuaw.de/ zu finden oder können per E-Mail (uaw@bvl.bund.de) angefordert werden. Für Tierärzte besteht die Möglichkeit der elektronischen Meldung auf der oben genannten Internetseite.
Literaturhinweis

STATUS | Im Handel verfügbar |
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