Ivermectin
Zeigt 29 von 29 ErgebnisseIvermectin ist ein antiparasitäres Wirkstof, das häufig zur Behandlung und Vorbeugung von Parasiteninfektionen bei Tieren eingesetzt wird. Es ist wirksam gegen sowohl Endoparasiten (z. B. Rundwürmer) als auch Ektoparasiten (z. B. Milben und Läuse).
Wesentliche Erkenntnisse
- Glutamatgesteuerte Chloridkanäle: Ivermectin bindet an glutamatgesteuerte Chloridkanäle in den Nerven- und Muskelzellen der Parasiten und erhöht den Chlorideinstrom in die Zellen.
- Lähmung und Tod: Diese Bindung führt zur Hyperpolarisation der Zellmembran, was Lähmung und Tod des Parasiten verursacht.
- Selektive Toxizität: Ivermectin ist selektiv toxisch, da Säugetierzellen diese glutamatgesteuerten Chloridkanäle nicht besitzen, was bei korrekter Dosierung die Sicherheit des Wirts gewährleistet.
Rassespezifische Arzneimittelreaktionen
Australian Shepherds, Border Collies, Collies, Old English Sheepdogs, Shetland Sheepdogs und andere Hütehundrassen haben eine rassespezifische Empfindlichkeit gegenüber Ivermectin. Hohe Dosen von Ivermectin können bei diesen Rassen zu schweren neurologischen Symptomen führen, einschließlich Zittern, Ataxie, Koma und sogar zum Tod. Diese Empfindlichkeit ist auf eine genetische Mutation (MDR1-Genmutation) zurückzuführen, die die Blut-Hirn-Schranke betrifft und es dem Medikament ermöglicht, sich im Gehirn anzusammeln und Toxizität zu verursachen.
Aufgrund dieses Risikos wird die Anwendung von Ivermectin bei diesen Hunderassen nicht empfohlen, und es sollten sicherere Alternativen in Betracht gezogen werden.
Weitere Rassen, die betroffen sein können, sind Whippets, Miniature-Schnauzer, Chesapeake Bay Retriever, Boxer und zusätzliche Hütehunderassen wie Belgische Tervuren und Schwedische Vallhunds.