Tylo-Suscit
Wirkstoff
ATC-Code
Tierarten
Schwein, Huhn (Küken; Legehenne; zur Zucht; Henne, jung), Pute
Diagnosen
Zur Behandlung von Infektionskrankheiten:
Schwein:
- Behandlung der enzootischen Pneumonie, hervorgerufen durch Mycoplasma hyopneumoniae und Mycoplasma hyorhinis.
- Behandlung der Porcinen Intestinalen Adenomatose (PIA oder Ileitis), hervorgerufen durch Lawsonia intracellularis.
Huhn (Küken; Legehenne; Zuchthenne; Junghenne):
- Zur Behandlung der chronischen Atemwegserkrankung (CRD) hervorgerufen durch Mycoplasma gallisepticum und Mycoplasma synoviae.
- Zur metaphylaktischen Behandlung der nekrotisierenden Enteritis (NE), hervorgerufen durch Clostridium perfringens, wenn die Erkrankung in der Gruppe/Herde nachgewiesen wurde.
Pute:
- Zur Behandlung der infektiösen Sinusitis, hervorgerufen durch Mycoplasma gallisepticum.
Wartezeit
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Hühner (Legehennen, zur Zucht, Hennen, jung): |
essbare Gewebe |
1 Tag |
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Ei |
Null Tage |
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Hühner (Küken): |
essbare Gewebe: |
2 Tage |
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Schweine: |
essbare Gewebe |
1 Tag |
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Puten: |
essbare Gewebe: |
5 Tage |
Dosierung und Art der Anwendung
Zum Eingeben über das Trinkwasser bei Schweinen, Hühnern und Puten.
1 mg des Tierarzneimittels enthält 1 mg Tylosintartrat.
Schwein:
Zur Behandlung der enzootischen Pneumonie:
22 mg Tylosintartrat/kg KGW/Tag über einen Zeitraum von 10 Tagen.
Zur Behandlung von PIA und Ileitis:
5,5 – 11 mg Tylosintartrat/kg KGW/Tag über einen Zeitraum von 7 Tagen.
Küken:
Zur Behandlung der Mycoplasma gallisepticum - Infektion:
In der 1. Lebenswoche
150 mg Tylosintartrat/kg KGW/Tag über einen Zeitraum von 5 – 8 Tagen.
In der 2. Lebenswoche
100 mg Tylosintartrat/kg KGW/Tag über einen Zeitraum von 5 – 8 Tagen.
Huhn (Küken, Legehenne, Zuchthenne, Junghenne):
Zur Behandlung der chronischen Atemwegserkrankung (CRD):
82,5 – 110 mg Tylosintartrat/kg KGW/Tag über einen Zeitraum von 3 – 5 Tagen.
Zur metaphylaktischen Behandlung der nekrotisierenden Enteritis (NE):
22 – 44 mg Tylosintartrat/kg KGW/Tag über einen Zeitraum von 5 Tagen.
Puten:
Zur Behandlung der infektiösen Sinusitis hervorgerufen durch Mycoplasma gallisepticum: 82,5 – 110 mg Tylosintartrat/kg KGW/Tag über einen Zeitraum von 3 – 5 Tagen.
Die Behandlungsdauer sollte auf die zur Behandlung der Erkrankung notwendige Mindestdauer beschränkt werden.
Die Dosierung ist nach der aktuellen, tatsächlichen täglichen Trinkwasseraufnahme der Tiere auszurichten, da diese in Abhängigkeit von Alter, Gesundheitszustand und Nutzungsart der Tiere und in Abhängigkeit von der Haltung (z.B. unterschiedliche Umgebungstemperatur oder unterschiedliches Lichtregime) schwankt.
Auf der Grundlage der empfohlenen Dosis sowie der Anzahl und des Gewichts der zu behandelnden Tiere sollte die genaue zu verabreichende Tagesmenge des Tierarzneimittels nach der folgenden Formel berechnet werden:
| mg Tierarzneimittel pro kg Körpergewicht pro Tag | X | Durchschnittliches Körpergewicht (kg) der zu behandelnden Tiere | = |
mg Tierarzneimittel pro Liter Trinkwasser |
| Durchschnittliche Menge Trinkwasser (l) pro Tier | ||||
Die entsprechende Menge des Tierarzneimittels ist täglich frisch in einer kleinen Menge Wasser vollständig zu lösen und dem Trinkwasser zuzufügen.
Die maximale Löslichkeit des Tierarzneimittels in Wasser liegt bei ungefähr 133 g / Liter. Um eine korrekte Dosierung zu gewährleisten, sollte das durchschnittliche Körpergewicht und die durchschnittliche tägliche Trinkwasseraufnahme so genau wie möglich bestimmt werden.
Es wird empfohlen, ein entsprechend kalibriertes Messgerät zu verwenden.
Um die Aufnahme des mit dem Tierarzneimittel versetzten Trinkwassers zu gewährleisten, sollten die Tiere während der Behandlung keinen Zugang zu einer anderen Trinkwasserquelle haben. Bei Auslaufhaltung sollten die Tiere während der Behandlung im Stall gehalten werden.
Das mit dem Tierarzneimittel versetzte Trinkwasser sollte alle 24 Stunden ausgetauscht werden. Um eine gleichmäßige Trinkwasseraufnahme für alle zu behandelnden Tiere zu gewährleisten, ist ein ausreichendes Tränkeplatzangebot sicherzustellen.
Es ist darauf zu achten, dass die vorgesehene Dosis jeweils restlos aufgenommen wird.
Sollte nach 3 Behandlungstagen keine deutliche Besserung des Krankheitszustandes eingetreten sein, ist eine Überprüfung der Diagnose und ggf. eine Therapieumstellung durchzuführen.
Nach Beendigung der Behandlung ist die Tränkeeinrichtung in geeigneter Weise zu reinigen, um eine Aufnahme subtherapeutischer, insbesondere resistenzfördernder Restmengen des eingesetzten Antibiotikums zu vermeiden.
Bei Tieren mit deutlich gestörtem Allgemeinbefinden sollte einem parenteral zu verabreichenden Tierarzneimittel der Vorzug gegeben werden.
Siehe auch Abschnitt 3.4
Nebenwirkungen
Schwein, Huhn (Küken; Legehenne; zur Zucht; Henne, jung), Pute:
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Sehr selten (< 1 Tier/10 000 behandelte Tiere, einschließlich Einzelfallberichte): |
Hautrötung1,2 Ödem (Unterbauch)2, Schwellung der Vulva2 Mastdarmvorfall2 Abort3 Tod |
1 Beim Schwein. Reversibel, flächenhaft, insbesondere der Bauchregion, der Umgebung des Afters, der Scheide und des Rüssels
2 Beim Schwein. Sichtbar nach 48-72 Stunden nach Beginn der Therapie
3 Bei hochtragenden Sauen
Die Meldung von Nebenwirkungen ist wichtig. Sie ermöglicht die kontinuierliche Überwachung der Verträglichkeit eines Tierarzneimittels. Die Meldungen sind vorzugsweise durch einen Tierarzt über das nationale Meldesystem an das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) oder an den Zulassungsinhaber zu senden. Die entsprechenden Kontaktdaten finden Sie in der Packungsbeilage. Meldebögen und Kontaktdaten des BVL sind auf der Internetseite https://www.vet-uaw.de/ zu finden oder können per E-Mail (uaw@bvl.bund.de) angefordert werden. Für Tierärzte besteht die Möglichkeit der elektronischen Meldung auf der oben genannten Internetseite.
EMA Kategorisierung
Literaturhinweis
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