Hedylon
Wirkstoff
ATC-Code
Tierarten
Hund und Katze
Diagnosen
Zur symptomatischen Behandlung oder unterstützenden Behandlung entzündlicher und immunvermittelter Erkrankungen bei Hunden und Katzen.
Wartezeit
Nicht zutreffend.
Dosierung und Art der Anwendung
Zum Eingeben.
Die Dosierung und die Gesamtdauer der Behandlung werden, im Rahmen des zugelassenen Dosierungsschemas, vom Tierarzt im Einzelfall in Abhängigkeit vom Schweregrad der Symptome festgelegt.
Initialdosis für Hunde und Katzen: 0,5 - 2,0 mg pro kg Körpergewicht pro Tag.
Eine Behandlungsdauer von einer bis drei Wochen mit den oben aufgeführten Dosierungen kann erforderlich sein.
Bei längerfristiger Behandlung: Wenn nach täglicher Gabe über einen bestimmten Zeitraum die erwünschte Wirkung eingetreten ist, sollte die Dosis reduziert werden, bis die niedrigste wirksame Dosis erreicht ist. Die Dosis soll dabei reduziert werden, indem die Gabe jeden zweiten Tag erfolgt und/oder die Dosis in Intervallen von 5 – 7 Tagen halbiert wird, bis die niedrigste wirksame Dosis erreicht ist. Aufgrund der unterschiedlichen körpereigenen Kortisolspitzenwerte sollten Hunde morgens und Katzen abends behandelt werden.
Die folgende Tabelle dient als Anleitung für die Anwendung des Tierarzneimittels entsprechend der Mindestdosis von 0,5 mg/kg Körpergewicht und der Höchstdosis von 2 mg/kg Körpergewicht:

Die Tabletten können in 2 oder 4 gleiche Teile geteilt werden, um eine präzise Dosierung zu gewährleisten.

Nebenwirkungen
Katze und Hund:
Sehr häufig (> 1 Tier / 10 behandelte Tiere): | Erhöhte Triglyceride1 Hypokortisolämie2 |
Unbestimmte Häufigkeit (kann auf Basis der verfügbaren Daten nicht geschätzt werden): | Nebenniereninsuffizienz3 Hyperadrenokortizismus (iatrogen), Morbus Cushing (iatrogen), Diabetes mellitus, Hypothyreose, Hyperparathyreoidismus Erhöhte alkalische Phosphatase (ALP), erhöhte Leberenzyme, verminderte Aspartat-Transaminase (AST), verminderte Laktatdehydrogenase (LDH), Hyperalbuminämie, Hypokaliämie4 Neutrophilie, Eosinopenie, Lymphopenie Polyurie5 Polydipsie5, Polyphagie5, Natrium- und Wasserretention4, Gewichtszunahme1, Umverteilung des Körperfetts1, Auszehrung1, verzögerte Heilung Calcinosis Cutis6, Hautatrophie Opportunistische Infektion7 Gastrointestinale Ulzeration8, Pankreatitis Hemmung des Längenwachstums der Knochen, Osteoporose1, Muskelschwäche1, Muskelatrophie1 Verhaltensstörung (Erregung, Depression) |
1 Kann Teil eines möglichen iatrogenen Hyperadrenokortizismus (Morbus Cushing) sein, der mit einer erheblichen Veränderung des Fett-, Kohlenhydrat-, Protein- und Mineralstoffwechsels einhergeht. 2 Ergebnis der Unterdrückung der Hypothalamus-Hypophysen-Nebennieren-Achse durch wirksame Dosen.
3 Nach Behandlungsende. Kann dazu führen, dass das Tier nicht mehr in der Lage ist, adäquat auf Stresssituationen zu reagieren.
4 Bei Langzeitanwendung.
5 Bei systemischer Anwendung, insbesondere zu Beginn der Therapie.
6 Nach systemischer Anwendung.
7 Die immunsuppressive Wirkung von Kortikosteroiden kann die Infektabwehr schwächen oder bestehende Infektionen verschlimmern.
8 Können bei Tieren, die nichtsteroidale entzündungshemmende Tierarzneimittel erhalten, sowie bei Tieren mit Rückenmarkstrauma durch Steroide verschlimmert werden.
DE: Die Meldung von Nebenwirkungen ist wichtig. Sie ermöglicht die kontinuierliche Überwachung der Verträglichkeit eines Tierarzneimittels. Die Meldungen sind vorzugsweise durch einen Tierarzt über das nationale Meldesystem an das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) oder an den Zulassungsinhaber oder seinen örtlichen Vertreter zu senden. Die entsprechenden
Kontaktdaten finden Sie in der Packungsbeilage. Meldebögen und Kontaktdaten des BVL sind auf der
Internetseite https://www.vet-uaw.de/ zu finden oder können per E-Mail (uaw@bvl.bund.de) angefordert werden. Für Tierärzte besteht die Möglichkeit der elektronischen Meldung auf der oben genannten Internetseite.
AT: Die Meldung von Nebenwirkungen ist wichtig. Sie ermöglicht die kontinuierliche Überwachung der Verträglichkeit eines Tierarzneimittels. Die Meldungen sind vorzugsweise durch einen Tierarzt über das nationale Meldesystem entweder an den Zulassungsinhaber oder seinen örtlichen Vertreter oder die zuständige nationale Behörde zu senden. Die entsprechenden Kontaktdaten finden Sie in der Packungsbeilage.