Belacol 24%

1 x 5 l
Lösung zum Eingeben
AL
B

Tierarten

Rind, Schwein, Huhn, Pute

Diagnosen

Einzeltier:

Zur Behandlung von Darminfektionen verursacht durch nicht-invasive colistinempfindliche E. coli.

Gruppen/Herden:

Zur Behandlung und Metaphylaxe von Darminfektionen verursacht durch nicht-invasive colistinempfindliche E. coli (Gruppen/Herden).

Das Vorliegen einer Erkrankung in der Herde muss vor Einleitung einer metaphylaktischen Behandlung festgestellt werden.

Wartezeit

Rind:

Essbare Gewebe: 2 Tage

Milch: Null Tage

Kalb, Schwein:

Essbare Gewebe: 2 Tage

Huhn:

Essbare Gewebe: 2 Tage

Eier: Null Tage

Pute:

Essbare Gewebe: 2 Tage

Dosierung und Art der Anwendung

Zum Eingeben über das Trinkwasser bei Rindern, Schweinen, Hühnern und Puten.

Zum Eingeben über die Milch/ den Milchaustauscher bei Kälbern.


Rinder

4 mg Colistinsulfat/kg KGW/Tag aufgeteilt auf 2 Verabreichungen entsprechend Pro Dosierungs-Intervall (12 Stunden):

0,008 ml Tierarzneimittel/kg KGW/Tag

3,75 ml Tierarzneimittel/450 kg KGW/Tag

Kälber, Schweine

5 mg Colistinsulfat/kg KGW/Tag aufgeteilt auf 2 Verabreichungen entsprechend Pro Dosierungs-Intervall (12 Stunden):

0,01 ml Tierarzneimittel/kg KGW/Tag

0,5 ml Tierarzneimittel/50 kg KGW/Tag

Hühner

6 mg Colistinsulfat/kg KGW/Tag aufgeteilt auf 2 Verabreichungen entsprechend Pro Dosierungs-Intervall (12 Stunden):

0,0125 ml Tierarzneimittel/kg KGW/Tag

0,5 ml Tierarzneimittel/40 kg KGW/Tag

Puten

Pro Dosierungs-Intervall (24 Stunden):

6 mg Colistinsulfat/kg KGW/Tag entsprechend

0,025 ml Tierarzneimittel/kg KGW/Tag

1 ml Tierarzneimittel/40 kg KGW/Tag

Es ist darauf zu achten, dass die vorgesehene Dosis jeweils restlos aufgenommen wird. Bei Tieren mit deutlich gestörtem Allgemeinbefinden und/oder bei Tieren mit Inappetenz bzw. krankheitsbedingter verminderter Wasseraufnahme sollte einem parenteral zu verabreichenden Präparat der Vorzug gegeben werden.

Um eine korrekte Dosierung zu gewährleisten, sollte das Körpergewicht so genau wie möglich ermittelt werden. Um eine genaue körpergewichtsbezogene Dosierung des Tierarzneimittels sicherzustellen, ist eine geeignete Dosierhilfe zu verwenden. Eine skalierte Dosierhilfe mit einem maximalen Messvolumen von 30 ml ist der 250 ml Packungsgröße beigefügt. Mengen unter 10 ml sollten mit einer geeigneten Einwegspritze abgemessen werden.

Dauer der Behandlung:

5-7 Tage. Die Behandlungsdauer sollte auf die zur Behandlung der Erkrankung notwendige Mindestdauer beschränkt werden.


Zur Behandlung von einzelnen Tieren (Rinder, Kälber, Schweine):

Kälber

Das Tierarzneimittel ist vor jeder Verabreichung so in einen Teil der Milch bzw. des tränkefertigen, abgekühlten Milchaustauschers frisch einzumischen, dass eine vollständige Durchmischung erreicht wird. Diese Mischung ist vor der eigentlichen Fütterung zu verabreichen. Jeweils die Hälfte der angegebenen Tagesdosis sollte im Abstand von 12 Stunden verabreicht werden.

Rinder, Schweine

Bei Gabe über das Trinkwasser ist die erforderliche Menge des Tierarzneimittels mit einem Teil des Trinkwassers zu vermischen und sofort zu verabreichen.

Jeweils die Hälfte der angegebenen Tagesdosis sollte im Abstand von 12 Stunden verabreicht werden.


Zur Behandlung und Metaphylaxe von Teilen des Bestandes/ des gesamten Bestandes bei Schweinen, Hühnern und Puten:

Die entsprechende Menge des Tierarzneimittels ist täglich frisch mit einer kleinen Menge Wasser pro Dosierungs-Intervall (12 Stunden bei Schweinen und Hühnern; 24 Stunden bei Puten) vorab zu vermischen und dann dem Trinkwasser zuzufügen.

Um eine gleichmäßige Wasseraufnahme für alle zu behandelnden Tiere zu gewährleisten, ist ein ausreichendes Tränkeplatzangebot sicherzustellen. Bei Auslaufhaltung sollten die Tiere während der Behandlung im Stall gehalten werden. Während der gesamten Behandlungsperiode darf den Tieren keine andere Wasserquelle zugänglich sein.

Das zu behandelnde durchschnittliche Körpergewicht und die durchschnittliche tägliche Wasseraufnahme sind vor jeder Behandlung sorgfältig zu ermitteln.

Die Futter- bzw. Trinkwasseraufnahme kann zwischen der Tag- bzw. Nachtphase stark schwanken. Die Dosierung ist nach der aktuellen, tatsächlichen täglichen Trinkwasseraufnahme der Tiere auszurichten, da diese in Abhängigkeit von Alter, Gesundheitszustand und Nutzungsart der Tiere und in Abhängigkeit von der Haltung schwankt.

Schweine, Hühner

Bei der oben genannten Dosierung ist das Einmischverhältnis des Tierarzneimittels in das Trinkwasser für die zu behandelnden Tiere nach folgender Formel pro Dosierungs-Intervall (12 Stunden) zu berechnen:

Schweine

0,010 ml Tierarzneimittel pro kg KGW / Dosierungs-Intervall x Mittleres KGW (kg) der zu behandelnden Tiere = ... ml Tierarzneimittel pro l Trinkwasser
_________________________________
Mittlere Trinkwasseraufnahme (l) / Tier / Dosierungs-Intervall

 

Hühner

0,0125 ml Tierarzneimittel pro kg KGW / Dosierungs-Intervall x Mittleres KGW (kg) der zu behandelnden Tiere = ... ml Tierarzneimittel pro l Trinkwasser
_________________________________
Mittlere Trinkwasseraufnahme (l) / Tier / Dosierungs-Intervall

 

Puten

Bei der oben genannten Dosierung ist das Einmischverhältnis des Tierarzneimittels in das Trinkwasser für die zu behandelnden Tiere nach folgender Formel pro Dosierungs-Intervall (24 Stunden) zu berechnen:

0,025 ml Tierarzneimittel pro kg KGW / Dosierungs-Intervall x Mittleres KGW (kg) der zu behandelnden Tiere = ... ml Tierarzneimittel pro l Trinkwasser
_________________________________
Mittlere Trinkwasseraufnahme (l) / Tier / Dosierungs-Intervall

 

Nach Beendigung der Behandlung ist die Tränkeeinrichtung in geeigneter Weise zu reinigen, um eine Aufnahme subtherapeutischer, insbesondere resistenzfördernder Restmengen des eingesetzten Antibiotikums zu vermeiden.

Nebenwirkungen

Keine bekannt.

Die Meldung von Nebenwirkungen ist wichtig. Sie ermöglicht die kontinuierliche Überwachung der Verträglichkeit eines Tierarzneimittels. Die Meldungen sind vorzugsweise durch einen Tierarzt über das nationale Meldesystem an das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) oder an den Zulassungsinhaber zu senden. Die entsprechenden Kontaktdaten finden Sie auf dem Etikett. Meldebögen und Kontaktdaten des BVL sind auf der Internetseite https://www.vetuaw.de/ zu finden oder können per E-Mail (uaw@bvl.bund.de) angefordert werden. Für Tierärzte besteht die Möglichkeit der elektronischen Meldung auf der oben genannten Internetseite.

EMA Kategorisierung

B
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