Dexacortone
Wirkstoff
ATC-Code
Tierarten
Hund und Katze
Indikationen
Zur symptomatischen oder unterstützenden Behandlung von entzündungsbedingten und allergischen Erkrankungen bei Hunden und Katzen.
Wartezeit
Nicht zutreffend.
Dosierung und Art der Anwendung
Zum Eingeben.
Dosierung: 0,05 - 0,2 mg/kg/Tag. Dosis und Dauer der Behandlung werden durch den Tierarzt von Fall zu Fall in Abhängigkeit der erwünschten Wirkung (entzündungshemmend oder antiallergisch) sowie der Art und Schwere der Symptome bestimmt. Die niedrigste wirksame Dosis sollte über den kürzest möglichen Zeitraum angewendet werden. Nach Eintritt der erwünschten Wirkung sollte die Dosis schrittweise auf die niedrigste wirksame Dosis reduziert werden.
Aufgrund des unterschiedlichen Kortisol-Tagesrhythmus sollten Hunde morgens und Katzen abends behandelt werden.
Zur genaueren Dosierung können die Tabletten in gleiche Hälften oder Viertel geteilt werden. Legen Sie die Tablette mit der Bruchrille nach oben und der konvexen (gewölbten) Seite nach unten auf eine glatte Oberfläche.
Halbieren: Drücken Sie mit den Daumen auf beide Tablettenseiten.
Vierteln: Drücken Sie mit einem Daumen auf die Tablettenmitte.
Nebenwirkungen
Hund und Katze:
Sehr häufig (> 1 Tier / 10 behandelte Tiere): |
Kortisolsuppression1, Anstieg der Triglyzeride2 |
Selten (1 bis 10 Tiere / 10.000 behandelte Tiere): |
Erhöhte Leberenzyme |
Häufigkeit nicht bekannt (auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar) |
Polyphagie3, Polydipsie3 Polyurie3 Hyperadrenokortizismus (Cushing-Syndrom)4,5, Diabetes mellitus3 Erregung Gastrointestinale Ulzeration6, Pankreatitis Vergrößerung der Leber (Hepatomegalie) Veränderungen der biochemischen und hämatologischen Parameter des Blutes (z.B. erhöhte alkalische Phosphatase (ALP) im Serum, Abnahme der Laktat-Dehydrogenase, Hyperalbuminämie, Eosinophilie, Lymphopenie, Neutrophilie7, Abnahme der AspartatAminotransferase) Hypothyroidism, erhöhter Parathormonspiegel Hemmung des Längenwachstums der Knochen Ablagerungen von Kalzium in der Haut (Calcinosis cutis), Verdünnung der Haut Verzögerte Heilung, Immunsuppression8, geschwächte Abwehr oder Verschlimmerung bestehender Infektionen8 Natrium- und Wasserretention9, Hypokaliämie9 |
1 als Folge wirksamer Dosen, die die Hypothalamus-Hypophysen-Nebennieren-Achse unterdrücken.
2 im Rahmen eines möglichen iatrogenen Hyperadrenokortizismus (Cushing-Syndrom).
3 nach systemischer Verabreichung und insbesondere in frühen Therapiestadien.
4 iatrogen
5 mit erheblichen Veränderungen des Fett-, Kohlenhydrat-, Protein- und Mineralstoffwechsels, z.B. Umverteilung des Körperfetts, Zunahme des Körpergewichts, Muskelschwäche und -schwund sowie Osteoporose können die Folge sein.
6 kann durch Steroide bei Tieren, denen nichtsteroidale entzündungshemmende Medikamente verabreicht werden, und bei Tieren mit einem Rückenmarkstrauma verschlimmert werden.
7 Anstieg der segmentierten, neutrophilen Granulozyten.
8 Bei Virusinfektionen können Kortikosteroide das Fortschreiten der Krankheit verschlimmern oder beschleunigen.
9 bei Langzeitbehandlung.
Entzündungshemmende Kortikosteroide wie Dexamethason haben bekanntlich eine Vielzahl von
Nebenwirkungen. Während hohe Einzeldosen in der Regel gut vertragen werden, können bei einer Langzeitbehandlung schwere Nebenwirkungen auftreten. Daher ist eine länger andauernde Anwendung zu vermeiden. Falls eine Langzeitbehandlung erfolgen soll, ist ein Kortikosteroid mit einer kürzeren Wirkungsdauer wie z. B. Prednisolon besser geeignet (siehe Abschnitt 3.5).
Nach Beendigung der Behandlung können Anzeichen einer Nebenniereninsuffizienz bis hin zur Nebennierenrindenatrophie auftreten, welche dazu führen kann, dass das Tier nicht mehr in der Lage ist, Stresssituationen angemessen zu bewältigen. Daher sollten Maßnahmen zur Minimierung der Probleme einer Nebenniereninsuffizienz nach Absetzen der Behandlung in Betracht gezogen werden. Siehe auch Abschnitt 3.7.
DE: Die Meldung von Nebenwirkungen ist wichtig. Sie ermöglicht die kontinuierliche Überwachung der Verträglichkeit eines Tierarzneimittels. Die Meldungen sind vorzugsweise durch einen Tierarzt über das nationale Meldesystem an das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) oder an den Zulassungsinhaber oder seinen örtlichen Vertreter zu senden. Die entsprechenden
Kontaktdaten finden Sie in der Packungsbeilage. Meldebögen und Kontaktdaten des BVL sind auf der Internetseite https://www.vet-uaw.de/ zu finden oder können per E-Mail (uaw@bvl.bund.de) angefordert werden. Für Tierärzte besteht die Möglichkeit der elektronischen Meldung auf der oben genannten Internetseite.
AT: Die Meldung von Nebenwirkungen ist wichtig. Sie ermöglicht die kontinuierliche Überwachung der Verträglichkeit eines Tierarzneimittels. Die Meldungen sind vorzugsweise durch einen Tierarzt über das nationale Meldesystem entweder an den Zulassungsinhaber oder seinen örtlichen Vertreter oder die zuständige nationale Behörde zu senden. Die entsprechenden Kontaktdaten finden Sie in der Packungsbeilage.
Literaturhinweis

STATUS | Im Handel verfügbar |
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