Porcilis Ery+Parvo+Lepto
Wirkstoff
ATC-Code
Tierarten
Schweine (Zuchtsauen)
1
Diagnosen
Zur aktiven Immunisierung von Schweinen:
- zur Reduktion der klinischen Symptome (Hautläsionen und Fieber) der durch Erysipelothrix rhusiopathiae, Serotyp 1 und Serotyp 2, verursachten Rotlauferkrankung.
- zur Reduktion der durch porcines Parvovirus verursachten transplazentaren Infektion, Virusbelastung und des fetalen Fruchttods.
- zur Reduktion der durch L. interrogans Serogruppe Canicola Serovar Canicola verursachten klinischen Symptome (erhöhte Körpertemperatur, verringerte Futteraufnahme oder Aktivität), Infektion und bakteriellen Ausscheidung.
- zur Reduktion der durch L. interrogans Serogruppe Pomona Serovar Pomona verursachten klinischen Symptome (erhöhte Körpertemperatur, verringerte Futteraufnahme oder Aktivität), Schwere der Infektion und des fetalen Fruchttods.
- zur Reduktion einer durch L. interrogans Serogruppe Icterohaemorrhagiae Serovare Copenhageni und Icterohaemorrhagiae, L. interrogans Serogruppe Australis Serovar Bratislava, L. kirschneri Serogruppe Grippotyphosa Serovare Grippotyphosa und Bananal/Liangguang, L. weilii Serogruppe Tarassovi Serovar Vughia und L. borgpetersenii Serogruppe Tarassovi Serovar Tarassovi verursachten Infektion.
Beginn der Immunität (nach abgeschlossener Grundimmunisierung):
E. rhusiopathiae: 3 Wochen
Porcines Parvovirus: 10 Wochen
Leptospira Serogruppen: 2 Wochen
Dauer der Immunität:
E. rhusiopathiae: 6 Monate Porcines Parvovirus: 1 Jahr
Leptospira Serogruppe Australis: 6 Monate
Leptospira Serogruppe Canicola, Icterohaemorrhagiae,
Grippotyphosa, Pomona und Tarassovi: 1 Jahr
Wartezeit
Null Tage.
Dosierung und Art der Anwendung
Vor der Anwendung den Impfstoff Raumtemperatur erreichen lassen. Vor Gebrauch gut schütteln.
Eintrag von Kontaminationen durch Mehrfachentnahme vermeiden.
Zur intramuskulären Anwendung.
Eine Einzeldosis von 2 ml in die Nackengegend verabreichen.
Grundimmunisierung: Schweine, die noch nicht geimpft wurden, sollten eine erste Impfung 6 bis 8 Wochen vor dem erwarteten Besamungstermin und eine weitere Impfung 4 Wochen nach der Erstimpfung erhalten.
Wiederholungsimpfung: Eine einzelne Wiederholungsimpfung mit diesem Impfstoff sollte einmal jährlich erfolgen. 6 Monate nach jeder Impfung mit diesem Impfstoff sollte eine einzelne Wiederholungsimpfung mit einem Erysipelothrix rhusiopathiae enthaltenden Impfstoff erfolgen, um die Immunität gegen Erysipelothrix rhusiopathiae aufrecht zu erhalten. Bei bekanntem Infektionsdruck durch L. interrogans Serogruppe Australis, sollte eine einzelne Wiederholungsimpfung mit diesem Impfstoff alle 6 Monate erfolgen, da nicht bekannt ist, ob oder wie lange die Immunität gegen diese Serogruppe über die 6 Monate hinaus anhält.
Nebenwirkungen
Schweine (Zuchtsauen):
|
Sehr häufig (> 1 Tier / 10 behandelte Tiere): |
Erhöhte Temperatur1 Schwellungen an der Injektionsstelle2 |
|
Gelegentlich (1 bis 10 Tiere / 1 000 behandelte Tiere): |
Verringerte Aktivität3, verminderte Futteraufnahme3 |
|
Selten (1 bis 10 Tiere / 10.000 behandelte Tiere): |
Erbrechen4, Hautrötung4, Tachypnoe4, Zuckungen4 |
|
Sehr selten (< 1 Tier/10 000 behandelte Tiere, einschließlich Einzelfallberichte): |
Überempfindlichkeitsreaktion |
1 Die beobachtete mittlere Erhöhung betrug 0,5 °C (in Einzelfällen war die Körpertemperatur um maximal 1,5 °C erhöht) bis zu 2 Tage nach der Impfung.
2 Vorübergehende lokale Reaktionen, meist in Form von roten, weichen bis harten, nicht schmerzhaften Schwellungen. Im Allgemeinen können die lokalen Reaktionen Durchmesser von bis zu 5 cm haben, in sehr seltenen Fällen bei einzelnen Tieren bis zu 20 cm. Alle lokalen Reaktionen bilden sich innerhalb von ungefähr 2 Wochen nach der Impfung vollständig zurück.
3 Die Futteraufnahme und die Aktivität normalisieren sich vollständig innerhalb einer Woche.
4 Mittelschwere systemische Reaktionen, die innerhalb weniger Minuten wieder verschwinden.
Die Meldung von Nebenwirkungen ist wichtig. Sie ermöglicht die kontinuierliche Überwachung der Verträglichkeit eines Tierarzneimittels. Die Meldungen sind vorzugsweise durch einen Tierarzt über das nationale Meldesystem entweder an den Zulassungsinhaber oder die zuständige nationale Behörde zu senden. Die entsprechenden Kontaktdaten finden Sie im Abschnitt „Kontaktangaben“ der Packungsbeilage.
Literaturhinweis
| STATUS | Im Handel verfügbar |
|---|