Ketosol vet.
Wirkstoff
ATC-Code
Tierarten
Rind, Schwein, Pferd.
Diagnosen
Rinder:
Erkrankungen, die mit Entzündungen, Schmerzen oder Fieber einhergehen:
- Infektionen der Atemwege
- Mastitis
- Erkrankungen des Stütz- und Bewegungsapparates wie Lahmheit, Arthritis
- zur Erleichterung des Aufstehens nach der Geburt
- Verletzungen
Bei Bedarf sollte Ketoprofen mit einer geeigneten antimikrobiellen Therapie kombiniert werden.
Schweine:
Erkrankungen, die mit Entzündungen, Schmerzen oder Fieber einhergehen:
- Postpartales Dysgalaktie-Syndrom (PPDS) (Mastitis-Metritis-Agalaktie-Syndrom, MMA)
- Infektionen der Atemwege Bei Bedarf sollte Ketoprofen mit einer geeigneten antimikrobiellen Therapie kombiniert werden.
Pferde:
Erkrankungen des Stütz- und Bewegungsapparates, die mit akuten Schmerzen und Entzündungen einhergehen:
- Lahmheiten traumatischer Genese
- Arthritis
- Osteitis
- Tendinitis, Bursitis
- Hufrollen-Syndrom
- Hufrehe
- Myositis
Ketoprofen kann auch zur Behandlung postoperativer Entzündungen sowie zur symptomatischen Behandlung von Koliken eingesetzt werden.
Wartezeit
Rinder: Essbare Gewebe: 4 Tage.
Milch: Null Stunden.
Pferde: Essbare Gewebe: 4 Tage.
Nicht bei Stuten anwenden, deren Milch für den menschlichen Verzehr vorgesehen ist.
Schweine: Essbare Gewebe: 4 Tage.
Dosierung und Art der Anwendung
Rinder: Intravenöse (i.v.) oder intramuskuläre (i.m.) Anwendung.
Schweine: Intramuskuläre (i.m.) Anwendung.
Pferde: Intravenöse (i.v.) Anwendung.
Rinder: 3 mg Ketoprofen pro kg Körpergewicht (entsprechend 3 ml des Tierarzneimittels pro 100 kg Körpergewicht), verabreicht als intravenöse oder tiefe intramuskuläre Injektion einmal täglich an bis zu 3 aufeinanderfolgenden Tagen.
Pferde: 2,2 mg Ketoprofen pro kg Körpergewicht (entsprechend 1 ml des Tierarzneimittels pro 45 kg Körpergewicht), einmal täglich an bis zu 3 bis 5 aufeinanderfolgenden Tagen als intravenöse Injektion verabreicht.
Für die Behandlung von Koliken ist im Allgemeinen eine Injektion ausreichend. Vor jeder weiteren Injektion ist eine Neubewertung des klinischen Zustands des Pferdes erforderlich.
Schweine: 3 mg Ketoprofen pro kg Körpergewicht (entsprechend 3 ml des Tierarzneimittels pro 100 kg Körpergewicht), einmalig als tiefe intramuskuläre Injektion verabreicht.
Die Kappe kann bis zu 20-mal sicher durchstochen werden.
Bei der Behandlung von Tiergruppen (Schweinen) in einem Durchgang ist eine Mehrfachentnahmekanüle zu verwenden, die in den Stopfen der Flasche gesteckt wurde, um eine übermäßige Beschädigung des Stopfens zu vermeiden. Die Mehrfachentnahmekanüle sollte nach der Behandlung entfernt werden.
Um eine korrekte Dosierung zu gewährleisten, sollte das Körpergewicht so genau wie möglich ermittelt werden.
Nebenwirkungen
Rind, Schwein, Pferd:
|
Sehr selten (< 1 Tier/10 000 behandelte Tiere, einschließlich Einzelfallberichte): |
Allergische Reaktion1 |
|
Unbestimmte Häufigkeit (kann auf Basis der verfügbaren Daten nicht geschätzt werden): |
Niereninsuffizienz2 Reizung an der Injektionsstelle3 Appetitlosigkeit4 Magenreizung5 |
1 In diesem Fall sollte die Behandlung abgebrochen werden.
2 Beeinträchtigte Nierenfunktion.
3 Vorübergehend, nach intramuskulärer Injektion.
4 Reversibel, nach wiederholter Verabreichung (nur bei Schweinen).
5 Magenunverträglichkeit.
Die Meldung von Nebenwirkungen ist wichtig. Sie ermöglicht die kontinuierliche Überwachung der Verträglichkeit eines Tierarzneimittels. Die Meldungen sind vorzugsweise durch einen Tierarzt über das nationale Meldesystem an das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) oder an den Zulassungsinhaber oder seinen örtlichen Vertreter zu senden. Die entsprechenden Kontaktdaten finden Sie in der Packungsbeilage. Meldebögen und Kontaktdaten des BVL sind auf der Internetseite https://www.vet-uaw.de/ zu finden oder können per E-Mail (uaw@bvl.bund.de) angefordert werden. Für Tierärzte besteht die Möglichkeit der elektronischen Meldung auf der oben genannten Internetseite.