Dexadreson forte
Wirkstoff
ATC-Code
Tierarten
Rind, Pferd, Hund
Indikationen
Dexadreson forte wirkt palliativ (unterstützend) bei der Therapie folgender Erkrankungen:
Pferde: akute nicht infektiöse Arthritis, Periarthritis und Bursitis, allergisch bedingte Hauterkrankungen, chronisch obstruktive Bronchitiden und Lungenemphyseme
Rinder: primäre Ketose, allergisch bedingte Hauterkrankungen, akute nicht
infektiöse Arthritis, Periarthritis und Tendovaginitis
Hunde: allergisch bedingte Hauterkrankungen, akute nicht infektiöse Arthritis, Periarthritis, Bursitis und Tendovaginitis.
Bei Anwendung von Dexamethason ist die Indikation immer sorgfältig zu prüfen.
Wartezeit
Rind: essbare Gewebe: 48 Tage
Rind: Milch: 7 Tage
Pferd: essbare Gewebe: 47 Tage
Nicht bei Stuten anwenden, deren Milch für den menschlichen Verzehr vorgesehen ist.
Dosierung und Art der Anwendung
Zur subkutanen, intramuskulären und periartikulären Anwendung.
Rinder, Pferde:
0,03 – 0,08 mg Dexamethason/kg Körpergewicht, entsprechend
1 – 2,7 ml Dexadreson forte pro 100 kg Körpergewicht
Hunde:
0,1 – 0,25 mg Dexamethason/kg Körpergewicht, entsprechend
0,03 – 0,083 ml Dexadreson forte pro kg Körpergewicht
Ist eine 2. Injektion erforderlich, so ist diese frühestens nach sieben Tagen vorzunehmen.
In hochakuten Fällen ist die intravenöse Anwendung eines schnell wirksamen Glukokortikoids zu empfehlen. Vor Gebrauch gut schütteln!
Nebenwirkungen
- ACTH-Suppression, reversible Inaktivitätsatrophie der Nebennierenrinde
- Immunsuppression mit erhöhtem Infektionsrisiko und negativen Auswirkungen auf den Verlauf von Infektionen
- verzögerte Wund- und Knochenheilung, Osteoporose, Arthropathie, Muskelschwund, Wachstumsverzögerung mit Störung des Knochenwachstums und Schädigung der Knochenmatrix bei Jungtieren
- diabetogene Wirkungen mit verminderter Glukosetoleranz, steroidinduzierter Diabetes mellitus und Verschlechterung eines bestehenden Diabetes mellitus
- Cushing-Syndrom
- Pankreatitis
- Erniedrigung der Krampfschwelle, Manifestation einer latenten Epilepsie, euphorisierende Wirkung, Erregungszustände, vereinzelt Depression bei Katzen, bei Hunden vereinzelt Depression oder Aggressivität
- Hautatrophie
- Glaukom, Katarakt
- Polydipsie, Polyphagie, Polyurie
- Magen-Darm-Ulzera
- reversible Hepatopathie
- Thromboseneigung
- Hypertonie
- Natriumretention mit Ödembildung, Hypokaliämie, Hypokalzämie
- Geburtsauslösung beim Rind im letzten Drittel der Trächtigkeit, danach vermehrt Nachgeburtsverhaltung
- vorübergehende Verminderung der Milchleistung beim Rind
- Hufrehe beim Pferd
- In sehr seltenen Fällen können Überempfindlichkeitsreaktionen auftreten.
In sehr seltenen Fällen können allergische Reaktionen auftreten.
Das Auftreten von Nebenwirkungen nach der Anwendung von Dexadreson forte sollte dem Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit, Mauerstr.
39 – 42, 10117 Berlin oder dem pharmazeutischen Unternehmer mitgeteilt werden.
Meldebögen können kostenlos unter oben genannter Adresse oder per E-Mail (uaw@bvl.bund.de) angefordert werden. Für Tierärzte besteht die Möglichkeit der elektronischen Meldung (Online-Formular auf der Internet-Seite http://www.vet- uaw.de).
Literaturhinweis

STATUS | Im Handel verfügbar |
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