Hydrotrim
ATC-Code
Tierarten
Rind (Kalb, noch nicht wiederkäuend), Schaf (noch nicht wiederkäuend), Schwein und Huhn
Diagnosen
Rind (Kalb, noch nicht wiederkäuend) und Schaf (noch nicht wiederkäuend):
Behandlung und Metaphylaxe von durch Mannheimia haemolytica oder Pasteurella multocida verursachte Atemwegserkrankungen sowie durch Escherichia coli verursachte Infektionen.
Das Vorliegen der Erkrankung in der Gruppe muss vor der Anwendung des Tierarzneimittels nachgewiesen worden sein.
Schwein:
Behandlung und Metaphylaxe von durch Actinobacillus pleuropneumoniae oder Pasteurella multocida verursachte Atemwegserkrankungen sowie durch Streptococcus suis oder Escherichia coli verursachte Infektionen.
Das Vorliegen der Erkrankung in der Gruppe muss vor der Anwendung des Tierarzneimittels nachgewiesen worden sein.
Huhn:
Behandlung und Metaphylaxe von Colibacillose verursacht durch Escherichia coli.
Das Vorliegen der Erkrankung in der Herde muss vor der Anwendung des Tierarzneimittels nachgewiesen worden sein.
Wartezeit
Rinder (Kälber, noch nicht wiederkäuend) Essbare Gewebe: 12 Tage.
Schafe (noch nicht wiederkäuend) Essbare Gewebe: 12 Tage.
Schweine
Essbare Gewebe: 12 Tage.
Hühner:
Essbare Gewebe: 12 Tage.
Zu keinem Zeitpunkt bei Tieren anwenden, deren Eier für den menschlichen Verzehr vorgesehen sind.
Dosierung und Art der Anwendung
Zum Eingeben über das Trinkwasser/die Milch (Milchaustauscher).
Rind (Kalb, noch nicht wiederkäuend) und Schaf (noch nicht wiederkäuend):
12,5 mg Sulfadiazin und 2,5 mg Trimethoprim pro kg Körpergewicht (entspricht 25 mg des Tierarzneimittels pro kg Körpergewicht), alle 12 Stunden an 4 bis 7 aufeinanderfolgenden Tagen, aufgelöst im Milchaustauscher.
Schwein:
25 mg Sulfadiazin und 5 mg Trimethoprim pro kg Körpergewicht pro Tag (entspricht 50 mg des Tierarzneimittels pro kg Körpergewicht pro Tag), an 4 bis 7 aufeinanderfolgenden Tagen, aufgelöst in Trinkwasser.
Huhn:
25 mg Sulfadiazin und 5 mg Trimethoprim pro kg Körpergewicht pro Tag (entspricht 50 mg des Tierarzneimittels pro kg Körpergewicht pro Tag), an 4 bis 7 aufeinanderfolgenden Tagen, aufgelöst in Trinkwasser.
Anleitung für die Zubereitung der Tierarzneimittellösungen:
Um eine korrekte Dosierung zu gewährleisten, sollte das Körpergewicht so genau wie möglich ermittelt werden.
Die Aufnahme von medikiertem Wasser richtet sich nach dem klinischen Zustand der Tiere. Um die korrekte Dosierung zu erhalten, muss die Konzentration von Sulfadiazin und Trimethoprim entsprechend angepasst werden.
Es wird empfohlen, ein entsprechend geeichtes Messgerät zu verwenden.
Auf der Grundlage der empfohlenen Dosis sowie der Anzahl und des Gewichts der zu behandelnden Tiere sollte die genaue zu verabreichende Tagesmenge des Tierarzneimittels nach der folgenden Formel berechnet werden:

Die Lösung sollte unmittelbar vor der Anwendung mit frischem Leitungswasser (oder Milchaustauscher beim Rind (Kalb, noch nicht wiederkäuend)) zubereitet werden. Der Milchaustauscher sollte vor der Zugabe des Tierarzneimittels zubereitet werden. Die Lösung sollte 5 Minuten kräftig umgerührt werden. Der medikierte Milchaustauscher sollte unmittelbar nach der Zubereitung aufgenommen werden. Die Wasseraufnahme ist während der Behandlung in regelmäßigen kurzen Abständen zu überwachen. Das medikierte Trinkwasser sollte während der Behandlungsdauer die einzige Trinkwasserquelle darstellen. Medikiertes Trinkwasser, das nach 24 Stunden nicht aufgenommen wurde, sollte entsorgt werden. Nach Ende des Behandlungszeitraums sollte das Wasserversorgungssystem gründlich gereinigt werden, um eine Aufnahme subtherapeutischer Mengen des Wirkstoffs zu vermeiden.
Die maximale Löslichkeit des Tierarzneimittels beträgt 1 g/L. Während der Auflösung sollte die Lösung mindestens 2 Minuten lang gerührt werden. Die Lösung sollte visuell auf eine vollständige Auflösung geprüft werden.
Für Vorratslösungen und wenn ein Dosierer verwendet wird, sollten Sie darauf achten, dass die maximale Löslichkeit nicht überschritten wird. Der Wasserdurchsatz der Dosierpumpe sollte an die Konzentration der Vorratslösung und die Wasseraufnahme der zu behandelnden Tiere angepasst werden.
Nebenwirkungen
Huhn:
|
Sehr selten (< 1 Tier/10.000 behandelte Tiere, einschließlich Einzelfallberichte) |
Verminderte Wasseraufnahme |
|
Unbestimmte Häufigkeit (kann auf Basis der verfügbaren Daten nicht geschätzt werden) |
Allergische Reaktion |
Rind (Kalb, noch nicht wiederkäuend), Schaf (noch nicht wiederkäuend) und Schwein:
|
Unbestimmte Häufigkeit (kann auf Basis der verfügbaren Daten nicht geschätzt werden) |
Allergische Reaktion |
Die Meldung von Nebenwirkungen ist wichtig. Sie ermöglicht die kontinuierliche Überwachung der Verträglichkeit eines Tierarzneimittels. Die Meldungen sind vorzugsweise durch einen Tierarzt über das nationale Meldesystem an das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) oder an den Zulassungsinhaber zu senden. Die entsprechenden Kontaktdaten finden Sie in der Packungsbeilage. Meldebögen und Kontaktdaten des BVL sind auf der Internetseite https://www.vetuaw.de/ zu finden oder können per E-Mail (uaw@bvl.bund.de) angefordert werden. Für Tierärzte besteht die Möglichkeit der elektronischen Meldung auf der oben genannten Internetseite.